ADLERWERKE VORM. HEINRICH KLEYER AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Adler-Werke

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Frankfurt am Main, Juni 1953, # 002795

Abb. Speichenrad mit flügelschwingendem Adler im Unterdruck.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Frankfurt am Main, Juni 1953, # 009559

Abb. Speichenrad mit flügelschwingendem Adler im Unterdruck.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Frankfurt am Main, August 1976, # 000960

Abb. Speichenrad mit flügelschwingendem Adler im Unterdruck.
Auflage: 20.000 St.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Frankfurt am Main, September 1994, # 018838

Abb. Speichenrad mit flügelschwingendem Adler im Unterdruck.
Auflage: max. 80.000 St.
dito eckabschnittsentwertet, # 021264

TRIUMPH WERKE NÜRNBERG AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Triumph Werke

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 33-40 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Nürnberg, Juli 1979, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet „Triumph“.

TA TRIUMPH-ADLER AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Triumph-Adler

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 10-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Nürnberg, Dezember 1994, # 00046

Aktie über 500 DM (10x50), DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 11-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Nürnberg, Dezember 1994, # 00011

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Adlerwerke

Nach Auffassung von Historikern gehört der Name Heinrich Kleyer in einem Atemzug genannt mit Carl Benz, Gottfried Daimler oder Adam Opel.
Die Gesellschaft von Kommerzienrat Dr.-Ing. h.c. Heinrich Kleyer wurde 1880 als Maschinen- und Velociped-Handlung gegründet. Ein Jahr später begann man mit der industriellen Fertigung von Hochrädern. 1886 wurden die ersten Niederräder gebaut, die ab 1893 Luftreifen bekamen. 1890 begann die Produktion in den neuen modernen Betriebshallen hinter der Galgenwarte, später Galluswarte. Die Fabrikhallen waren die modernsten ihrer Zeit. Neueste Präzisionsmaschinen, peinlich saubere Arbeitsplätze mit hellem Licht, Zentralheizung, große Absaugvorrichtungen für staubfreie Luft, moderne Speiseräume und sanitäre Anlagen waren mustergültig für damals. Das Gebäude erhielt 1907 den Namen Adlerwerke.

alte Adler

1895 wurde das Unternehmen in eine AG, die Adler-Fahrradwerke AG, umgewandelt. Die ab 1896 von Kleyer produzierten Schreibmaschinen waren gegenüber den bis dahin erhältlichen amerikanischen Modellen so weit verbessert, dass sie die Büros im Sturm eroberten. 1899 wurde das erste Motordreirad gebaut. 1900 stieg die Gesellschaft zudem in den Automobilbau und ein Jahr später in den Motorradbau ein. Auch hier waren die Adlerwerke so erfolgreich, dass am Vorabend des 1. Weltkriegs jeder fünfte Motorwagen in Deutschland ein Adler war. 1916 wurde das 500.000ste Fahrrad ausgeliefert. 1932 präsentierte Adler den Triumph 1.5. Dieses Auto mit Frontantrieb und Schwingachsen machte die Marke Adler wegen ihrer fortschrittlichen Technik weltberühmt. In den 30er Jahren waren die Adlerwerke Pionier bei der Entwicklung strömungsgünstiger Karosserien, lange bevor es den coWert gab.


alte Adler

Mit Beginn des Krieges wurden die Adlerwerke in die Rüstungsproduktion einbezogen, in der zunehmend Kriegsgefangene Zwangsarbeit verrichten mussten. Nach heftigem Bombardement wurde das Gebäude 1944 schwer zerstört. Vom September 1944 bis drei Tage vor dem Einmarsch der Amerikaner in Frankfurt wurde es als KZ-Außenstelle „Katzbach“ missbraucht, in dem von 1.600 eingelieferten Häftlingen nur 60 den Krieg überlebten.
Beteiligungen bestanden 1943 an der Optima Handels-AG, Agram und verschiedene weitere kleinere Firmen. 1945 kam es zur Zerstörung und Demontage, was letztendlich das Ende der Automobilära bei Adler bedeutete. Der Versuch mit neuen Modellen nach dem Krieg den Automobilbau fortzuführen wurde daher 1948 aufgegeben. Allerdings gelangen noch in den 50er Jahren, als Adler groß in den Motorradbau eingestiegen war, Konstruktionen von solcher Qualität und Reife, dass sie von den Japanern noch zehn Jahre später detailgetreu kopiert wurden. Der Trend zum Auto führte Adler 1957 nach 88.000 Motorrrädern wegen Überproduktion in die Krise.
Nur der Büromaschinenbereich überlebte deshalb den 2. Weltkrieg wirklich. 1954 wurde die erste elektrische Schreibmaschine verkauft. In über 100 Länder der Welt wurde exportiert, der Marktanteil lag bei über 50 %. Mit den verschärften Bedingungen des Wettbewerbs ab Mitte der fünfziger Jahre begann eine neue Ära in der Geschichte der Adlerwerke. Grundig übernahm die Aktienmehrheit und führte die Elektronik in Frankfurt ein. Der Marktanteil zusammen mit Triumph stieg auf über 64 %.

Die Triumph-Werke

Die Triumph-Werke stellten Fahrräder, Fahrradzubehörteile, Motorräder und Ersatzteile, Buchungs- und Schreibmaschinen her. Gegründet wurde das Unternehmen am 15.07.1896. Bis zum 12.12.1911 firmierte die Gesellschaft als „Deutsche Triumph-Fahrradwerke“, danach als „Triumph Werke AG“. 1927⁄28 wurde der Betrieb umgestellt auf verbesserte Arbeitsmethoden und Fließfabrikation. Aufgenommen wurde der Bau steuer- und führerscheinfreier Leichtmotorräder. 1928⁄29 wurden die Fahrrad- und Motorrad-Abteilungen zusammengelegt. Ebenso wurde die Erzeugung einer Kleinschreibmaschine aufgenommen. Im Februar 1931 traf die Gesellschaft mit der Adlerwerke vorm. Heinr. Kleyer AG in Frankfurt (Main) ein Abkommen über den Bau von Adler Schreibmaschinen. Es entstand einer der bedeutendsten Hersteller von Büroschreibmaschinen.


Triumph TWN
Triumph TWN, Nürnberg

Triumph-Adler

Im Oktober 1956 bildeten die Nürnberger Hersteller Triumph und Hercules zusammen mit Adler in Frankfurt eine Verkaufsgemeinschaft für die auf Lager stehenden Fahrzeuge. Die Produktion wurde bald danach eingestellt. Max Grundig, erfolgreicher Hersteller von Radio- und Fernsehgeräten, übernahm die Firma Triumph ebenso wie Adler wegen der Schreib- und Büromaschinenfertigung.
Mit dem Kauf der Adlerwerke durch Max Grundig im Jahre 1957 wurde deshalb die Produktion von Motorrädern eingestellt. Es folgte die Ausrichtung zu einem Büromaschinenwerk. 1966 schloss Grundig die Adlerwerke und die Triumph Fahrradwerke zur Triumph-Adler AG zusammen.
1969 gingen die Adlerwerke an die amerikanische Litton-Industries INC, das Computerzeitalter fasste Fuß bei Adler. Im Jahre 1979 erwarbt der VW-Konzern die TA, die Bürotechnik sollte ein 2. Standbein für VW werden. Jedoch bereits im Jahre 1984 verkaufte der VW-Konzern Triumph-Adler an die Olivetti-Gruppe, den größten Büromaschinen-Hersteller der Welt.

Ende

1993 verkaufte Olivetti die ehemaligen Adlerwerke mit dem gesamten Werksgelände an die Investorengruppe Roland Ernst in Heidelberg. Die noch vorhandene Schreibmaschinenproduktion wurde auf das Gelände von Messer-Griesheim verlegt. 1994 verkaufte Olivetti TA an die IMM-Holding-Gesellschaft in München. Am 30.06.1998 wurde die Produktion von Schreibmaschinen am Standort Frankfurt für immer eingestellt.
Das Gelände mit den denkmalgeschützten Gebäuden wurde an Töchter der Investoren Roland Ernst und Philipp Holzmann AG verkauft. Die Restbestände des Betriebs in Griesheim wurden 1994 von Olivetti an die IMM Holding verkauft, die am 30.6.1998 den Betrieb endgültig schloss.
1999 übernahm die HBAG Real Estate AG (vorm. Kühltransit AG) von der finanziell angeschlagenen Philipp Holzmann AG die Grundstücke der ehemaligen Adlerwerke AG. Das Unternehmen firmierte um in Adler Real Estate AG. Im Jahr 2000 begann das Immobilien-Projektentwicklungsgeschäft unter dem Dach des HBAG-Konzerns. 2005 wurde 88,8 % durch die Mezzanine IX Investors L.P. in Atlanta (USA) übernommen. 2006 kam es zur Kapitalerhöhung um 14 Mio. EUR.

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