Actien-Gesellschaft der Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye

Aktie AG der Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye

Aktie über 500 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, eckabschnittsentwertet
Düsseldorf-Gerresheim, März 1951, # 003151

Auflage: 60.000 St.

Aktie über 500 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, eckabschnittsentwertet
Düsseldorf-Gerresheim, Oktober 1952, # 020973

Auflage: 5.400 St.

Aktie AG der Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Düsseldorf-Gerresheim, Januar 1961, # 100087

Abb. Firmensignet links.
Auflage: 5.000 St.

Aktie über 500 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, stempelentwertet rückseitig
Düsseldorf-Gerresheim, Januar 1961, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet links.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Düsseldorf-Gerresheim, August 1965, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet links.

Aktie über 500 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons Nr. 19-20 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Düsseldorf-Gerresheim, August 1965, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet links.

Teilschuldverschreibung AG der Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye

Die Anleihe wurde in 15 Serien aufgeteilt.

6% Teilschuldverschreibung, Serie 1, über 100 DM, größer DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, Mai⁄November, 4 S., lochentwertet im Siegel
Düsseldorf, September 1962, # 00009

Abb. Firmensignet oben.
Auflage: 7.500 St.
dito, Serie 2, # 00703
dito, Serie 3, # 01170
dito, Serie 4, lochentwertet am Siegel, # 01788
dito, Serie 5, # 02459
dito, Serie 6, # 02879
dito, Serie 7, # 03006
dito, Serie 8, # 03659
dito, Serie 9, lochentwertet am Siegel, # 04470
dito, Serie 10, # 04710
dito, Serie 12, # 05992
dito, Serie 13, lochentwertet am Siegel, # 06297
dito, Serie 14, # 06938
dito, Serie 15, lochentwertet am Siegel, # 07068

6% Teilschuldverschreibung, Serie 1, über 500 DM, größer DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, Mai⁄November, 4 S., lochentwertet im Siegel
Düsseldorf, September 1962, # 07675

Abb. Firmensignet oben.
Auflage: 3.000 St.
dito, Serie 2, lochentwertet, # 07788,
dito, Serie 4, # 08239
dito, Serie 6, lochentwertet am Siegel, # 08563
dito, Serie 7, lochentwertet, # 08850
dito, Serie 8, lochentwertet, # 09013
dito, Serie 11, lochentwertet am Siegel, # 09630
dito, Serie 12,lochentwertet, # 09806
dito, Serie 15, lochentwertet am Siegel, # 10483

6 % Teilschuldverschreibung, Serie 1, über 1.000 DM, größer DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, Mai⁄November, 4 S., lochentwertet
Düsseldorf, September 1962, # 11116

Abb. Firmensignet oben.
Auflage: 9.750 St.
dito, Serie 3, lochentwertet am Siegel, # 11899
dito, Serie 4, lochentwertet am Siegel, # 12538
dito, Serie 5, lochentwertet im Siegel, # 13476
dito, Serie 6, # 13775
dito, Serie 7, nicht entwertet, # 14436
dito, Serie 8, lochentwertet, # 15074
dito, Serie 9, # 15701
dito, Serie 10, lochentwertet im Siegel, # 16569
dito, Serie 12, # 17810
dito, Serie 14, lochentwertet im Siegel, # 19342
dito, Serie 15, lochentwertet im Siegel, # 20021

6% Teilschuldverschreibung, Serie 1, über 5.000 DM, größer DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, Mai⁄November, 4 S., lochentwertet im Siegel
Düsseldorf, September 1962, # 20281

Abb. Firmensignet oben.
Auflage: 1.800 St.
dito, Serie 2, lochentwertet, # 20406
dito, Serie 3, lochentwertet im Siegel, # 20550
dito, Serie 5,lochentwertet, # 20816
dito, Serie 6, gestempelt „Vereins- und Westbank“, # 20912
dito, Serie 7, nicht entwertet, # 21000
dito, Serie 8, lochentwertet, # 21190
dito, Serie 9, lochentwertet, # 21242
dito, Serie 10, lochentwertet im Siegel, # 21333
dito, Serie 11, lochentwertet am Siegel, # 21467
dito, Serie 12, lochentwertet, # 21672

GERRESHEIMER GLAS Aktiengesellschaft

Aktie Gerresheimer Glas AG

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 28-40 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Düsseldorf, Juni 1974, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet.

Aktie über 500 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Düsseldorf, Juni 1974, # 211941

Abb. Firmensignet.
dito stempelentwertet rückseitig, # 213097

Aktie über 50.000 DM (1.000x50), DIN A 4 quer, Kupons Nr. 28-40 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Düsseldorf, Juni 1974, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet.

Gerresheimer Glas Aktiengesellschaft

Aktie Gerresheimer Glas AG

Aktie über 5 DM, DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Düsseldorf, August 1996, # 0000000

Abb. mit Flaschen und Glaskolben im Unterdruck.

Aktie über 500 DM (100x5), DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Düsseldorf, August 1996, # 0000000

Abb. mit Flaschen und Glaskolben im Unterdruck.

Aktie über 1.000 DM (200x5), DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Düsseldorf, August 1996, # 0000000

Abb. mit Flaschen und Glaskolben im Unterdruck.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Gründung und Entwicklung

Am 30.04.1864 gab Ferdinand Heye im „Öffentlichen Anzeiger Nr. 24“ bekannt, dass er eine Glasfabrik in Gerresheim errichten lassen möchte. Das Gerresheimer Bürgermeisteramt half mit einem Konzessionsgesuch an die preußische Königliche Regierung in Düsseldorf. Am 23.05.1864 bekam Heye die Konzession und polizeiliche Erlaubnis. Am 07.11.1864 wurde die Firma Heye ins Register des Amtsgerichts Gerresheim eingetragen.
Gegründet wurde die Gerresheimer Glas AG dann 1888 unter Übernahme der seit 1864 bestehenden Glashüttenwerke der Firma Ferd. Heye. 1898 wurde die Glasfabrik F.A. Meyer & Söhne in Porta vorm. A. Kuhlmann mit Berghütte, 1901 die Glashütte Teutoburg W. Gössling & Sohn in Brackwede und 1902 die Glasfabrik Gernheim erworben. 1904 wurde die Glasfabrik Wittekind in Minden angekauft. 1932 wurde das Zweigwerk Hörstel stillgelegt.
1972 kam es zur Umfirmierung von „AG der Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye“ in „Gerresheimer Glas AG“ und das Unternehmen wurde zum größten deutschen Hohlglasproduzenten. Das Grundkapital betrug 45.400.000 DM und war unterteilt in 88.800 Inhaberstammaktien zu je 500 DM und 10.000 Inhaberstammaktien zu je 100 DM. Hauptaktionär war mit 76 % die Owens Illinois Inc. in Toledo. Der Rest war in Streubesitz. Das Tätigkeitsgebiet umfasste die Bereiche Behälterglas (Getränkeflaschen, Verpackungsflaschen und –gläser, Haushaltskonservengläser unter der Bezeichnung „Gerrix“ und Großglasbehälter), Bauglas (Flachglas und Glasbausteine) und Kartonagen (Wellpappfaltschachteln).

Später

Inzwischen wurde die Gerresheimer Gruppe ein international führender Spezialist für hochwertige Verpackungs- und Systemlösungen, insbesondere für die pharmazeutische und kosmetische Industrie. Das Unternehmen entwickelte und fertigte eine umfassende Produktpalette aus Röhrenglas und Spezial-Behälterglas, daneben Verpackungs- und Applikationssysteme aus Glas und Kunststoff. Dabei wurden neueste Technologien eingesetzt.
Im Geschäftsbereich Glass Packaging bot das Unternehmen Pharma-Verpackungen aus Röhrenglas und Spezial-Behälterglas an. Es wurde Röhrenglas hergestellt und daraus ein breites Spektrum an Pharma-Verpackungen wie z.B. Ampullen, Fläschchen, Karpulen und Laborgläser gefertigt. Mit Verpackungen aus Behälterglas belieferte Gerresheimer sowohl die Pharma-, als auch die Kosmetikindustrie, außerdem Nahrungsmittel- und Getränkehersteller. Die Produktpalette umfasste Braun- und Weißglas für den Pharmasektor, sämtliche denkbaren Glasverpackungen in unterschiedlicher Formung, Färbung, Bedruckung und Veredelung für die Parfum- und Kosmetikindustrie sowie individuelle Kleinglas-Behälter für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie.
Im Geschäftsbereich Pharma Systems entstanden Verpackungs- und Applikationssysteme aus Röhrenglas und Kunststoffen, z.B. vorfüllbare Einmal-Spritzensysteme, Tropfflaschen mit Originalitätsverschluss und Nasalapplikatoren.


Flacons

Die Erkrather Heimat-Historikerin Hanna Eggerath erinnert sich auf sehr persönliche Weise an die frühen Lebensbedingungen und Kämpfe im Umfeld der Glashütte. Zugleich macht sie deutlich, dass die Glasmacher schon immer eine internationale Dimension hatten. Ihr Herkunftsbereich im Westen reichte bis zur niederländischen Provinz Drente und bis zum Ladoga-See und dem Schwarzen Meer im Osten. „Mein Großvater Robert Ziegler war Glasmacher und hat selbstverständlich in der Gerresheimer Glashütte gearbeitet. Meine Mutter ist 1899 auf der Portastraße 15, in einem der Hüttenhäuser, geboren. Noch in den 70er Jahren wohnte ihr jüngerer Bruder, Onkel Karl, in diesem Haus. Ich habe ihn oft besucht.“
Ihr Großvater war von Nienburg nach Gerresheim gekommen. Auch dort hatte er schon beim Glashüttengründer Ferdinand Heye gearbeitet. Auch ihr Urgroßvater, der wie der Großvater in der Nähe von Allenstein in den Masuren geboren war, hatte in Gelguhnen in einer kleinen Glashütte gearbeitet. Die Großmutter, Emma Wenzel, stammte ebenfalls aus einer Glasmacherfamilie. Emma war in der Nähe von Königsberg, im Ort Glashütte Topprienen, geboren. Ihre Vorfahren waren Glasmacher oder Motzer oder Schürer oder Einträger.
Aus der Familiengeschichte wird die Geschichte der Klassen: „Als im Juli 1901 die Glasmacher Gerresheims in den Streik traten, war die Familie Ziegler schon sehr groß. Fünf Kinder waren da und Emma Ziegler war mit dem sechsten Kind schwanger. Alle Arbeiter wurden aus den Hüttenhäusern auf die Straße gesetzt. Wo die Familien in den sieben Streikwochen Unterschlupf fanden, habe ich nicht in Erfahrung bringen können. Es heißt, sie hätten mit ihren Frauen und Säuglingen, mit ihren Ziegen und Schweinen in den Wäldern gehaust. Verwandte hatten meine Großeltern in Gerresheim genug: Gustav, Carl und Hermann Ziegler wohnten mit ihren Frauen und Kindern „auf der Hütte“ oder „auf der Insel“. Sie arbeiteten alle in der Glashütte, waren alle am Streik beteiligt und waren alle aus den Wohnungen gejagt worden. Sie hätten ohnehin nichts abgeben können. Ein Glasmacher verdiente 18 Mark und ein Meister 25 Mark in der Woche.“

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