Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln

Aktie AG Zoologischer Garten Köln

Namensaktie über 60 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, ausgestellt auf „Dietrich Welter, Sao Paulo/Brasilien“ u.a., stempelentwertet rückseitig
Köln-Riehl, Mai 1960, # 00907

Auflage: 1.500 St.

Aktie AG Zoologischer Garten Köln

Namensaktie über 60 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, ausgestellt auf „Stadtsparkasse Köln“, stempelentwertet vorderseitig
Köln-Riehl, März 1994, # 00067

Abb. verschiedener Wildtiere und Gebäude des Zoos.
Auflage: 1.500 St.
dito nicht ausgestellt (blanko), stempelentwertet rückseitig, # 00561, Auflage: 500 St.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
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Unternehmensgeschichte

Gründung des Zoo und die ersten Jahre

Nach Berlin und Frankfurt war Köln die dritte deutsche Stadt, die einen Zoologischen Garten hatte. Auf Betreiben von Dr. Caspar Garthe, dem ersten Oberlehrer an der Höheren Bürgerschule am Quatermarkt zu Köln, schlossen sich wohlhabende und einflussreiche, zugleich tierliebende und zoobegeisterte Bürger der Stadt zu einer AG zusammen um 1859 in Köln einen Zoologischen Garten zu gründen. Nach nur 11monatiger Bauzeit konnte er am 22.07.1860 auf einem Gelände von 5,8 ha eröffnet werden. Im Gründungskomitee waren u.a. der Bankier Eduard Oppenheim und der Commerzienrath Deichmann vom Schaffenhausenschen Bankverein engagiert. Schenkungen des Kaisers Franz Josef von Österreich, des Königs von Württemberg und des Tierhändlers Carl Hagenbeck halfen dem Tiergarten beim Aufbau des Tierbestandes.

AG Zoologischer Garten Köln

In kaum einem anderen Zoo lässt sich die Entwicklung der Zoologischen Gärten an Hand noch erhaltener Tierhäuser und -anlagen aus den verschiedenen Epochen so gut nachvollziehen wie im Kölner Zoo. Das älteste Monument ist das 1863 unter Leitung von Dr. Heinrich Bodinus (1859-1869) erbaute Elefantenhaus im maurischen Stil.
Aus der Zeit des zweiten Kölner Zoodirektors Dr. Nicolas Funck (1870-1886) ist das Ensemble von drei Rinderhäusern im Schweizer Blockhaus-Stil erhalten geblieben. Der spätere Geheimrat Prof. Dr. Ludwig Heck, der den Kölner Zoo nur zwei Jahre (1886-1888) leitete, danach aber noch 43 Jahre in Berlin Zoodirektor war, ließ 1887 den bis heute unübertroffenen Seelöwenfelsen erbauen.
Einen grundlegenden Wandel in der Art der Haltung und Präsentation von Tieren im Zoo begründete Carl Hagenbeck durch die Einführung der Panorama- und Freisichtanlagen. Die neuen Ideen wurden in Köln sofort aufgegriffen. Derselbe Zoodirektor Dr. Ludwig Wunderlich (1888-1928), der 1899 noch das große Vogelhaus im Stil einer russischen Kirche erbaut hatte, schuf 1914 die Affeninsel, bis heute ein Hauptanziehungspunkt des Zoos.

Zerstörung und Wiederaufschwung

Der 1. Weltkrieg und die darauffolgende Weltwirtschaftskrise führten zum Stillstand der Entwicklung. Die Stadt Köln bewahrte ihren Zoo vor der Schließung, indem sie die Mehrheit des Aktienkapitals übernahm und bis heute die Verlustabdeckung trägt. Dr. Friedrich Hauchecorne (1929-1938) und Dr. Werner Zahn (1938-1951) leiteten den Zoo in den schweren Jahren vor und während des 2. Weltkrieges, an dessen Ende der Zoo völlig zerstört war und für mehrere Jahre geschlossen werden musste.
Eine erneute Phase des Aufschwungs erlebte der 1947 wiedereröffnete Zoo unter Leitung von Dr. Wilhelm Windecker (1952-1975). In einer weitsichtigen Entscheidung vergrößerte die Stadt das Gelände des Zoos auf eine Fläche von 20 ha, viermal so groß wie bei seiner Gründung. Nach einem Entwicklungsplan „zur Erweiterung und Neugestaltung des Kölner Zoos“ nahm der Zoo seine heutige Gestalt an. 1957 entstand die neue Eisbärenanlage. 1960 konnte das Erweiterungsgelände mit weitläufigen Huftieranlagen, die sich um einen großen Weiher erstrecken, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Und auch danach konnte beinahe jedes Jahr ein großes Projekt nach dem anderen realisiert werden: Fasanerie (1961), Haupteingang und Verwaltungsgebäude (1962), Wirtschaftshof und Zooschule (1963), Raubtierhaus und Hirschhäuser (1964), Kleinsäuger-Anlagen (1965), Giraffenhaus (1966), Bärenanlagen (1969) und schließlich das große Aquarium (1971) sowie das Lemurenhaus (1973). Eine Erweiterung des Lemurenhauses nahm Prof. Dr. Ernst Kullmann (1975-1981) durch kugelförmige Außenanlagen vor.

Die Wandlung setzt sich fort

Seit 1981 wurde der Zoo von Prof. Dr. Gunther Nogge geleitet. Mit finanzieller Unterstützung des 1982 gegründeten Fördervereins „Freunde des Kölner Zoos e.V.“ gelang es ihm, einen langgehegten Wunsch des Kölner Zoos zu verwirklichen, den Bau des Urwaldhauses für Menschenaffen (1985).
Nachdem das aus dem Jahre 1863 stammende Elefantenhaus während der Jahre 1982-1984 modernisiert worden war, wurde 1985 das neue Panzernashorn-Gehege eröffnet. 1986 erfuhr die Humboldtpinguin-Anlage eine wirkungsvolle Erweiterung. 1987 bezogen die Geparden eine großräumige Freisichtanlage. 1988 wurden eine weitere kugelförmige Außenanlage für Kleideraffen und eine großzügige Anlage für Präriehunde fertiggestellt. 1989 wurde eine Freisichtanlage für Kleine Pandas geschaffen.
1991 wurden die beiden Freianlagen vor den historischen Blockhäusern saniert. Die ehemalige Breitmaulnashorn-Anlage konnte mit Moschusochsen besetzt werden.
1994 wurden zwei Anlagen für Großkatzen ihrer Bestimmung übergeben. Nur durch Glasscheiben getrennt, begegnet der Besucher Leoparden und Schneeleoparden in ihrem Lebensraum, einem Waldbiotop bzw. einer hochalpinen Gebirgszone. Ebenfalls 1994 wurde für Okapis eine weiträumige Freianlage mit großzügigen Innenstallungen fertiggestellt.

Denkmalschutz und besondere Menschenaffen

Von Herbst 1994 bis Frühjahr 1995 wurde das unter Denkmalschutz stehende Elefantenhaus erneut renoviert. Größter Posten war hier die Sanierung des Daches, welches großzügige Kunststoff-Oberlichter erhielt, und des Innenraumes. Da das Elefantenhaus unter Denkmalschutz stand waren weitergehende Umbauten nicht möglich, obwohl es vom tiergärtnerischen Standpunkt durchaus wünschenswert gewesen wäre. So schlossen die Räumlichkeiten beispielsweise eine Bullenhaltung und somit eine Zucht aus.

Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln

Im Juni 1996 wurde die Außenanlage für die Bonobos fertiggestellt. Bei der Errichtung des Urwaldhauses im Jahre 1984 war aufgrund der knappen Kalkulation nur der Bau solcher Anlagen für die Gorillas und Orang Utans möglich gewesen. Die an der Längsseite des Hauses gelegene, großzügige und reich bepflanzte Anlage bot den aktiven Bonobos nun im Sommer einen großen Bewegungsfreiraum.
Der neu errichteten Außenanlage der Bonobos hatten die alten Gehege der Eulen weichen müssen. Im Mai 1997 erhielten die Eulen ein neues Zuhause, das in Form einer Ruine gestaltete „Eulen-Kloster“.

Die Zukunft wird es zeigen

Obwohl ursprünglich am Kölner Stadtrand gelegen, wurde das Gebiet rings um den Zoo doch dicht bebaut. Das Zoogelände zu erweitern ist aus diesem Grund nicht mehr möglich.
Auf dem letzten ungenutzten Fleck des Zoos entstand „Der Regenwald“, ein den Urwäldern Südostasiens gewidmetes Tropen- und Vogelhaus. Neben den dort seit Frühjahr 2000 zu sehenden Tieren und Pflanzen beherbergt es auch einen Tagungs- sowie einen Veranstaltungsraum. Interessant ist an diesem Bauwerk auch, dass es zum größten Teil aus Spendengeldern finanziert wurde.
Als Ersatz für das unter Denkmalschutz stehende Elefantenhaus nimmt der Zoo derzeit das nächste große Projekt in Angriff: den Elefantenpark Köln. Auf der Fläche des Weihers im Zentrum des Zoos entsteht ein ca. 2 ha großes Gehege für Elefanten. Aber auch in Zukunft wird es im Zoo immer Baustellen und Umbauten geben. Mit neuen Erkenntnissen über die verschiedenen Tiere und ihre Bedürfnisse entwickeln sich auch die einzelnen Gehege weiter. Schon jetzt wird der aufmerksame Zoobesucher die stetigen Veränderungen z.B. in der alten Fasanerie bemerken.
Wann neue Bauvorhaben in Angriff genommen werden, hängt nicht zuletzt von ihrer Finanzierbarkeit ab. Alle Erweiterungen bzw. Bauvorhaben, die nicht nur der reinen Instandhaltung dienen, sind nur mit Hilfe von Spenden und Sponsoren möglich.
Der Kölner Zoo, drittältester Zoologischer Garten in Deutschland, fühlt sich seiner langjährigen Tradition verpflichtet, zugleich aber auch den heutigen und zukünftigen Ansprüchen, die an ihn gestellt werden, zum Wohl der ihm anvertrauten Tiere, zur Freude seiner Besucher und zur Ehre der Stadt Köln.

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