Brown, Boveri & Cie. Aktiengesellschaft

Aktie BBC

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Mannheim, Februar 1960, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet und „Aktie“ im Prägedruck.

Aktie über 200 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Mannheim, Februar 1960, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet und „Aktie“ im Prägedruck.

Aktie über 200 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Mannheim, Juni 1962, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet und „Aktie“ im Prägedruck.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Mannheim, Juni 1962, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet und „Aktie“ im Prägedruck.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet vorderseitig
Mannheim, Januar 1964, # 31438

Abb. Firmensignet und „Aktie“ im Prägedruck.

Aktie über 200 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet vorderseitig
Mannheim, Januar 1964, # 25183

Abb. Firmensignet und „Aktie“ im Prägedruck.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet, # ohne Nummer

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet vorder- und rückseitig
Mannheim, Januar 1964, # 36501

Abb. Firmensignet und „Aktie“ im Prägedruck.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet, # ohne Nummer

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Mannheim, Juni 1965, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet und „Aktie“ im Prägedruck.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Mannheim, Juni 1969, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet und „Aktie“ im Prägedruck.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Mannheim, Juni 1977, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet und „Aktie“ im Prägedruck.

BROWN, BOVERI & CIE AKTIENGESELLSCHAFT

Teilschuldverschreibung BBC

6 % Teilschuldverschreibung, über 500 DM, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, Juni⁄Dezember, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, 4 S., nicht entwertet
Mannheim, Juni 1962, # ohne Nummer

Asea Brown Boveri Aktiengesellschaft

Aktie Asea Brown Boveri

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Mannheim, Januar 1997, # 0001512

Abb. Firmensignet.
dito, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet, # ohne Nummer

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Mannheim, Januar 1997, # 5000625

Abb. Firmensignet.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet, # ohne Nummer

Aktie über 200 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Mannheim, Januar 1997, # 7001678

Abb. Firmensignet.
dito, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet, # ohne Nummer
dito perforiert „Specimen“, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), # 0000000

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Mannheim, Januar 1997, # 8001594

Abb. Firmensignet.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet, # ohne Nummer
dito perforiert „Specimen“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet, # 0000000

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
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Unternehmensgeschichte

Anfänge

Die Wurzeln der Gesellschaft gehen in das 19. Jahrhundert zurück. 1890 entstand die Almänna Svenska Elektriska Aktiebolaget (ASEA) mit Sitz in Västeras⁄Schweden durch den Zusammenschluss von Ludwig Fredholms Elektriska Aktiebolaget mit der Firma von Gustav Abraham Ganström und Göran Wenström.
Große Fortschritte gab es ein Jahr später in der Kraftübertragung. Der entscheidende Durchbruch war Charles E.L. Brown mit der ersten Drehstromübertragung (175 km) von Lauffen am Neckar über 178 Kilometer nach Frankfurt gelungen. Mit dem Rückenwind dieses Erfolges gründete er zusammen mit seinem Freund Walter Boveri in Baden⁄Schweiz die Kommanditgesellschaft Brown, Boveri & Cie. Die Betriebsaufnahme erfolgte mit 100 Arbeitern und 24 Angestellten. Am 15.06.1900 wurde die Brown, Boveri & Cie AG beim Amtsgericht in Mannheim eingetragen. Dieser Tag gilt somit als offizieller Gründungstag der deutschen BBC. In Deutschland war die schweizerische BBC zuvor bereits mit einem Büro in Frankfurt vertreten. Erster Auftrag für das junge Unternehmen war der Bau des Mannheimer Elektrizitätswerks.
ASEA und BBC, diese Namen tauchten in der Chronik der Wissenschaft immer dann auf, wenn es um die Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Strom sowie um Industrie- und Gebäudetechnik ging. Jahrelang standen die beiden Unternehmen im Wettbewerb und maßen sich mit Produkten, Projekten und Patenten. So lieferte 1893 BBC die Generatoren für das erste für Wechselstrom konzipierte thermische Großkraftwerk Europas in Frankfurt am Main aus, in Hofor⁄Schweiz nahm ASEA das erste elektrische Walzwerk der Welt zur Formung von Metallen in Betrieb. 1895 lieferte BBC die 1.000ste Dynamomaschine aus, zwei Jahre später präsentierte ASEA Schwedens erste mit Strom betriebene Lokomotive.

Der Zauber der Elektrizität

1901 baute BBC die erste Dampfturbine auf dem Kontinent. Charles E.L. Brown erfand den massiven, zylindrischen Rotor für schnelllaufende Turbogeneratoren.

Dampfturbine
BBC baute erste Dampfturbine auf dem Kontinent

Bei BBC kam 1902 zum ersten Mal Sand ins Getriebe des bis dahin sehr erfolgreichen Unternehmens. Die Wirtschaft lahmte und viele Unternehmen versuchten buchstäblich um jeden Preis ihre Kapazitäten auszulasten. Auch für die BBC bedeutete dies Einschränkungen. Man musste erstmals die Zahl der Mitarbeiter reduzieren und Kurzarbeit einführen. „Kurzarbeit“ bedeutete aber noch immer acht Stunden pro Tag. Die Wirtschaft belebte sich 1903 wieder. Die Auftragsbücher wurden wieder voll, sogar nachts wurde gearbeitet. Um der steigenden Nachfrage nach Turbinen, Generatoren und Transformatoren gerecht zu werden, wurde die Fabrik in Mannheim-Käfertal zum ersten Mal erweitert. Die Elektrifizierung der Bahn machte sich zunehmend auch mit Aufträgen für BBC bemerkbar. Die erste Turbine in der Geschichte des Unternehmens wurde an das Elektrizitätswerk in Chemnitz geliefert. Bei einem Dampfdruck von 11,5 atü und einer Temperatur von 250 Grad Celsius entwickelte sie eine Leistung von 400 Kilowatt. Mit einer Leistung von 3.000 PS und mehr stellte die Dampfturbine die Dampfmaschine endgültig in den Schatten.
ASEA produzierte für das norwegische Wasserkraftwerk Svaelgfos die damals größten Generatoren.
Ein neues Patent von BBC fand viele Neider und Nachahmer. Dem BBC-Ingenieur Ludwig Roebel gelang es, durch die Erfindung des Roebelstabs, die Leistungsgrenze der Generatoren auszuweiten und den Weg zu noch größeren und leistungsfähigeren Turbogruppen frei zu machen. BBC konnte dadurch seine führende Position auf diesem Arbeitsgebiet weiter ausbauen. Bei BBC standen alle Zeichen auf Wachstum. So wurde die Installationsabteilung der Firma Stotz & Cie GmbH in Mannheim Teil von BBC. Mit dem Erwerb des Kupferwerks Wahlen in Köln (später Rheinische Draht- und Kabelwerke) streckte das Unternehmen jetzt seine Fühler auch in Richtung isolierter Leitungsdrähte und unterirdischer Bleikabel aus. Für BBC begann das Zeitalter der Stromübertragung. 1914 baute BBC für das Kraftwerk Elverlingsen im westfälischen Hagen den damals weltweit größten Turbogenerator mit einer Leistung von 29,4 Megawatt oder 40.000 PS.

Typenschild
Typenschild der größten Dampfturbine
auf dem Kontinent

Die Brüder Ljungström entwickelten für ASEA die erste Turbine mit radialer, gegenläufiger Dampfströmung.
In Deutschland waren die Folgen des Krieges deutlich zu spüren. So wurden nicht nur Rohstoffe, sondern auch Lebensmittel für die Bevölkerung knapp. Um die Mitarbeiter mit dem Notwendigsten zu versorgen, erwarb BBC ein landwirtschaftliches Gut in der Nähe Mannheims, auf dem unter anderem Kühe und Schweine gehalten wurden. Die dort erzeugte Milch und andere landwirtschaftliche Produkte konnten die Not der Mitarbeiter zumindest ein wenig mildern. Trotz, teilweise auch gerade wegen des Krieges, waren die Fabriken der deutschen BBC voll ausgelastet. Zahlreiche Mitarbeiter wurden eingezogen, etliche von ihnen kamen nicht mehr zurück.
Nach dem Krieg hörte die Materialknappheit schlagartig auf. BBC übernahm in Großauheim bei Hanau eine brachliegende Fabrik und begann dort mit der Fertigung von Schaltapparaten. Später liefen in diesem Werk Herde, Kühlschränke oder Kühltruhen von den Montagebändern. Diese Produkte trugen BBC in der breiten Öffentlichkeit den Ruf eines Herstellers von Haushaltsgeräten ein.

Stotz-Sicherung und Haushaltsgeräte

Hugo Stotz und sein Konstruktionsleiter Heinrich Schachtner entwickelten 1923 den legendären Stotz-Automaten. Die Firma Stotz gehörte nunmehr vollständig zu BBC. Durch die Kombination von thermisch reagierenden Bimetallen und einem elektromagnetischen Auslöser konnten jetzt die Leitungen bei Überlastung innerhalb von Sekundenbruchteilen automatisch abgeschaltet werden. Bis zum Ende des Jahrhunderts wurden mehr als 500 Mio. dieser Sicherungsautomaten hergestellt.
1924 starben die beiden Firmengründer Charles E. L. Brown und Walter Boveri.
Um ihre Aktivitäten im Bereich der Hauselektrik zu stärken, beteiligte sich BBC an der H. Römmler AG, den späteren Resopal-Werken. Noch blieb BBC für kurze Zeit von der Weltwirtschaftskrise verschont, der Umsatz erreichte noch einmal Rekordhöhen.
ASEA konstruierte 1926 die ersten Mittelfrequenz-Induktionsöfen.

Gleichrichter
Gleichrichter

Produktion und Weltwirtschaftskrise

In den 30er Jahren spitzte sich in Deutschland die Lage immer mehr zu, die deutsche Elektroindustrie wurde von der Wirtschaftskrise in vollem Umfang erfasst. BBC als eines der größten Unternehmen in der Branche hatte darunter besonders stark zu leiden. Der Umsatz sank, die Zahl der Mitarbeiter ging um fast 2.000 auf 6.000, später auf 4.600 zurück.
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten begann bei der deutschen BBC eine Einstellungswelle, die innerhalb weniger Monate fast 700 neue Arbeitsplätze brachte. Auch die deutsche BBC pflegte enge Beziehungen zu den Nationalsozialisten. Den 11.07.1934 wertete ein Chronist als „ganz besonders bedeutungsvoll in der neuzeitlichen Geschichte der Brown, Boveri und Cie.“ An diesem Tag hatte „die Gefolgschaft doch die Ehre, Reichsstatthalter Robert Wagner in ihren Betriebsräumen begrüßen zu können.“
1936 baute BBC die erste Walzwerksanlage mit gittergesteuerten Gleichrichtern für die Drehzahlregelung. Geschäfte mit Kühlaggregaten gewannen für BBC immer stärker an Bedeutung. Neben Kühlschränken baute das Unternehmen immer häufiger auch Klimaanlagen für Forschungs- und Fabrikationsstätten, Büroräume sowie Transporteinrichtungen im Bahn-, Lastwagen- und Schiffsverkehr.
ASEA baute den größten, selbstkühlenden Drei-Phasen-Transformator.

„Dittes Reich“ und Nachkriegszeit

Waffen im herkömmlichen Sinn wurden bei BBC im „Dritten Reich“ nicht produziert. Antriebe für U-Boote, Turbinen für Flugzeugträger und Schlachtschiffe, Zünder für Flugzeugmotoren, Energiezentralen für Rüstungsbetriebe oder Verdichter für chemische Prozesse aber trugen dazu bei, die Kriegsmaschinerie am Laufen zu halten. Die Fliegerangriffe nahmen an Häufigkeit und Stärke zu und fügten den Werken und Büros von BBC und ihren Tochtergesellschaften schwere Schäden zu. An einen geordneten Betriebsablauf war kaum noch zu denken.
Am Ende des Krieges bestand das Käfertaler Werk zu zwei Dritteln aus Ruinen. Das Werk in Dortmund war zur Hälfte, das in Saarbrücken zu einem Drittel, Stotz-Kontakt in Mannheim-Neckarau sogar zu 80 Prozent zerstört. Nicht weniger als 1300 BBC-Mitarbeiter haben ihr Leben verloren, fünf Jahre später wurden noch mehr als 600 vermisst.
Trotz großer Schwierigkeiten bei der Materialbeschaffung, Facharbeitermangels und erheblicher Probleme bei der Lebensmittelversorgung ging der Neuanfang bei BBC Stück für Stück voran. Anfänglich war fast die gesamte Belegschaft mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Die meisten der ausgelagerten Betriebe kehrten nach und nach wieder nach Mannheim zurück.
Die Währungsreform vom Juni, die damit verbundene Stabilisierung des Geldwerts und der Marshallplan veränderten die wirtschaftliche Situation bei BBC grundlegend. Materialknappheit, Facharbeitermangel, Wohnungs- und Ernährungsprobleme gehörten schnell der Vergangenheit an. Der Wiederaufbau der Werkstätten ging von jetzt an deutlich schneller voran.
1950 erschien zu ersten Mal das ABB-Mitarbeitermagazin „Kontakt“ und das betriebliche Vorschlagswesen wurde ins Leben gerufen.
BBC lieferte 1952 die elektrische Ausrüstung für die erste Zweifrequenz-Lokomotive der Welt. Bei Installationsmaterial und Kabeln schwächte sich dagegen die Nachfrage nach BBC-Produkten ab, denn die Zahl der Wettbewerber hatte rapide zugenommen. Für die Ruhr-Schnellbahn bestellte die Bahn eine Reihe dreiteiliger Triebzüge, an deren Entwicklung BBC maßgeblich beteiligt war. Mit von der Partie war das Unternehmen auch bei der Elektrifizierung wichtiger Strecken, darunter der von Basel nach Heidelberg.
1957 erhielt die „Brown Boveri Krupp Reaktorbau GmbH“ den Auftrag für die Entwicklung und den Bau eines gasgekühlten Hochtemperatur-Versuchsreaktors. Der Reaktor mit einer Leistung von 15 Megawatt entstand auf dem Gelände der Arbeitsgemeinschaft in Jülich.
ASEA fertigte den ersten Industriediamanten an und war außerdem am Bau des Assuan-Kraftwerks in Ägypten beteiligt.

BBC-Familie und Energie, die viel bewegt

1961 wurde die zweiwöchentliche Lohnzahlung auf einen Monatsrhythmus umgestellt. Der Betriebsrat im Werk Mannheim-Käfertal leistete gegen diese Umstellung heftigen Widerstand. Erst nach zweitägigen Verhandlungen kam es zu einem Kompromiss.
Bunte Abende zählten in diesen Jahren zum unverzichtbaren Teil des BBC-Soziallebens. Mehrere Abende hintereinander kamen jeweils mehr als 1000 Werksangehörige und ihre Familien in den Mannheimer Rosengarten. Das BBC-Werksorchester zählte in diesen Zeiten mehr als 100 Mitglieder und hatte sogar einen eigens komponierten BBC-Marsch in seinem Repertoire. Neben den bunten Abenden und Jubilarfeiern gehörten auch große Pensionärstreffen, Sportfeste und andere kulturelle Aktivitäten wie selbstverständlich zum Firmenleben.

Konsolidierung und Fusion

1970 begannen BBC und Hoffmann-LaRoche mit der Entwicklung von Flüssigkristall-Anzeigen (LCD).
BBC verkaufte in den 70er Jahren seine Hausgeräte GmbH mehrheitlich an AEG-Telefunken. Mehr als viereinhalb Millionen Herde, Kühlschränke, Gefriertruhen, Wasch- und Bügelmaschinen sowie andere Haushaltsgeräte hatten bis dahin die Werkshallen in Großauheim verlassen. Die Produktion von Haushaltskleingeräten wie Dunstfilter, elektrische Grills, Gesichtsbräuner, Kaffeemaschinen oder Eierkocher wurde noch eine Zeit lang aufrecht erhalten.
ASEA produzierte 1973 den ersten vollelektrischen, mikrocomputer-gesteuerten Industrie-Roboter der Welt.
Am 01.01.1988 fusionierten BBC und Asea zur ABB. Es entstand die Firma ABB Asea Brown Boveri mit 180.000 Mitarbeitern in 140 Ländern und einem Jahresumsatz von 27 Mrd. Mark eines der weltweit größten Unternehmen auf dem Gebiet der Elektrotechnik. Wenige Wochen später kam es nach der Ankündigung eines deutlichen Arbeitsplatzabbaues zu lang anhaltenden massiven Protesten der Mitarbeiter, die unter anderem in eine drei Tage dauernde Betriebsversammlung mündeten.
ABB gab sich eine neue Konzernstruktur und nahm eine weltweite Aufgliederung ihrer Geschäftstätigkeiten in dezentralisierte, eigenverantwortliche Gesellschaften vor.


Fusion

Neuorganisationen

In Deutschland nahm 1991 der Intercity-Express seinen fahrplanmäßigen Betrieb auf. Der Drehstromantrieb seiner Triebköpfe wurde von ABB entwickelt.
Zwei Jahre nach dem Fall der Mauer übernahm die deutsche ABB von der Treuhandanstalt drei namhafte Unternehmen in den neuen Bundesländern, den Kraftwerksbauer Bergmann-Borsig GmbH in Berlin, die Energiebau Dresden GmbH sowie die Automatisierungsanlagen Cottbus GmbH. Im gleichen Jahr legten ABB und Thyssen ihre Schienenaktivitäten zu ABB Henschel zusammen.
1996 brachte ABB ihre Schienenverkehrsaktivitäten in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Daimler-Benz AG ein. Diese hatte ein Jahrzehnt zuvor die AEG samt ihrem Bahngeschäft übernommen. Sinkende Nachfrage, weltweite Überkapazitäten und dadurch ein knallharter Wettbewerb hatten zu diesem Schritt geführt. An dem Gemeinschaftsunternehmen mit Namen Adtranz war die deutsche ABB mit zehn Prozent beteiligt.
ABB wandelte sich 1998 immer stärker von einem Maschinen- und Anlagenbauer zu einem auf Informationstechnologien spezialisierten Unternehmen. Dies zog sich durch alle Geschäftsbereiche.
ABB brachte 1999 auch ihre Aktivitäten im Bereich der Stromerzeugung in ein Gemeinschaftsunternehmen ein. Partner war die französische Alstom. Im Gegenzug wurde man durch den Erwerb von Elsag-Bailey zum weltweit größten Unternehmen auf dem Gebiet der Prozessautomation. Die deutsche ABB integrierte mit Hartmann & Braun eine der wichtigsten Elsag-Bailey-Gesellschaften. DaimlerChrysler erwarb den Adtranz-Anteil von ABB.

Ein neues Jahrtausend

Nach organisatorischen Neujustierungen startete die deutsche ABB als moderner Technologiekonzern mit den Schwerpunkten Automatisierung, Energietechnik und Dienstleistung in das zweite Jahrhundert ihres Bestehens.
Die Diversifizierung hatte den ABB-Konzern in eine seiner bislang schwersten Krisen geführt. Durch die Straffung der Strukturen wollte das Unternehmen sein Schiff jedoch wieder auf Kurs bringen. Künftig war das Kerngeschäft aufgeteilt in Automations- und Energietechnik.
Als 2003 die Stromversorgung in Teilen der USA, Italien und England zusammenbrach, lieferte ABB Hightech-Übertragungssysteme, welche die Stromnetze im Osten und Westen der USA verbanden. Zudem hatte ABB das Wide Area Monitoring PSGuard entwickelt, das eine zuverlässige Überwachung von Übertragungsnetzen ermöglichte und die Funktionalität der bestehenden Netzleitsysteme erweiterte.

Die wirtschaftliche Lage der ABB hatte sich 2005 verbessert. Die Produktion in den deutschen Werken wie Frankfurt-Praunheim, Ratingen oder Hanau-Großauheim war ausgelastet. Mit dem Neubau eines Logistikzentrums für die ABB-Tochter Busch-Jaeger Elektro GmbH stärkte ABB den Standort Lüdenscheid. Das Investitionsvolumen betrug 18 Mio. Euro.

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