NSU WERKE AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Neckarsulm, Februar 1960, # 036345

Abb. Firmensignet „NSU“ oben.

NSU MOTORENWERKE AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie NSU Motorenwerke AG

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Neckarsulm, März 1965, # 120521

Abb. Firmensignet „NSU“ oben.
Auflage: 40.000 St.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Neckarsulm, Oktober 1968, # 177931

Abb. Firmensignet „NSU“ oben.
Auflage: 40.000 St.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Neckarsulm, Oktober 1968, # 165112

Abb. Firmensignet „NSU“ oben.
Auflage: 20.000 St.

AUTO UNION AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Auto Union AG

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, nicht entwertet
Saarbrücken, Oktober 1971, # 04252

Abb. der vier Audi-Ringe.

AUDI NSU AUTO UNION AKTIENGESELLSCHAFT

Genussschein Audi NSU Auto Union AG

Genussschein, DIN A 4 hoch, Kuponreste Nr. 16-22, 2 S., nicht entwertet
Neckarsulm, August 1969, # 0003902

10 Genussscheine, DIN A 4 hoch, Kuponreste Nr. 15-22, 2 S., nicht entwertet
Neckarsulm, August 1969, # 0104091 bis 0104100

100 Genussscheine, DIN A 4 hoch, Kuponreste Nr. 16-22, 2 S., nicht entwertet
Neckarsulm, August 1969, # 0444901 bis 0445000

100.000 Genussscheine, DIN A 4 hoch, kompletter Kuponschein Nr. 1-22, Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, 2 S., lochentwertet
Neckarsulm, August 1969, # ohne Nummer

Genussscheininhaber konnten an den Hauptversammlungen nicht teilnehmen, waren also stimmrechtslos. Die Genüsse hatten keinen Nennwert.

AUDI NSU AUTO UNION Aktiengesellschaft

Aktie AUDI NSU Auto Union AG

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, nicht entwertet
Neckarsulm, Juli 1983, # 179588

Abb. vier Audi-Ringe und rotes Audi-Signet.
dito stempelentwertet rückseitig, # 178822

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, druckentwertet rückseitig
Neckarsulm, Juli 1983, # 037098

Abb. vier Audi-Ringe und rotes Audi-Signet.
Auflage: 100.000 St.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Neckarsulm, Juli 1983, # 000635

Abb. vier Audi-Ringe und rotes Audi-Signet.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Die Wurzeln

Audi geht auf vier Marken zurück: Wanderer, Horch, DKW und Audi. Die vier Audi-Ringe sind die Symbole für diese vier Marken.

August Horch
August Horch

1. Horch und Audi
August Horch (1868-1951) nutzte sein bei Carl Benz in Mannheim erworbenes Wissen und gründete am 14.11.1899 die A. Horch & Cie. in Köln-Ehrenfeld. Bereits Anfang 1901 präsentierte er sein erstes Automobil. Im Jahr darauf verlegte er den Firmensitz von Köln-Ehrenfeld nach Reichenbach in Sachsen. Am 10.05.1904 wandelte er seine Gesellschaft in die A. Horch & Cie. Motorenwagen-Werke AG um und verlegte den Sitz nach Zwickau. Diese wurden später in Horchwerke AG umbenannt. Schon bald wurden seine Automobile auch bei Autorennen mit Erfolg eingesetzt. Nach einer heftigen Kontroverse mit dem Vorstand um die Teilnahme an diesen Rennen verließ Horch die von ihm gegründete Gesellschaft und gründete am 09.07.1909 die „August Horch Automobilwerke GmbH“. Da die Namensrechte jedoch bei der alten Gesellschaft lagen, kam es zum Rechtsstreit, den August Horch verlor. Er benannte seine Gesellschaft daher in Audi Werke GmbH (später Audiwerke AG) mit Sitz in Zwickau um, wobei Audi aus dem Lateinischen kommt und „Höre!“ oder eben „Horch!“ heißt. Der erste Audi verließ im Frühsommer 1910 das Werk.
2. DKW
1906 gründete Jörgen Skafte Rasmussen die Zschopauer Motorenwerke J.S. Rasmussen. Diese Gesellschaft wurde 1923 in eine AG umgewandelt. Bereits während des 1. Weltkriegs arbeitete Rasmussen an einem Dampfkraftwagen, woher die drei Buchstaben DKW rührten. Das erste Motorfahrzeug, das Rasmussen baute war das DKW („das kleine Wunder“), ein 2-Takt-Motorrad, das 1919 vorgestellt wurde. 1922 wurde die eigene Fertigung von Motorrädern aufgenommen. Erst 1928 wurde das erste Auto realisiert. Rasmussen hatte aus den USA die Lizenz für Rickerbackermotoren erhalten. Im August 1928 übernahm Rasmussen die Aktienmehrheit an der Audiwerke AG, ließ die Marke jedoch bestehen.
3. Wanderer
Die Wanderer Werke wurden am 26.02.1885 als Chemnitzer-Velociped-Depot Winklhofer & Jaenicke gegründet und machten sich zunächst einen Namen als Motorradhersteller. 1905 gab es erste Automobilversuche und 1913 wurde mit der Fertigung von Wanderer Automobilen begonnen. Eine Zusammenarbeit mit dem jungen Bugatti scheiterte. Allerdings wurde ein Wagen mit zwei hintereinander angeordneten Sitzen zum großen Erfolg. Dieser wurde bei Erkundungsfahrten während des 1. Weltkriegs verstärkt eingesetzt.


Markenzeichen
Die 4 Wappen der Auto Union Gründer: Audi aus Zwickau⁄Sachsen, DKW aus Zschopau⁄Sachsen, Horch aus Zwickau⁄Sachsen und Wanderer aus Chemnitz⁄Sachsen.

Der Zusammenschluss

Die Weltwirtschaftskrise um 1930 war für viele Unternehmen eine schwere Zeit. Auch im Automobilbereich gelang es nicht allen Firmen sich über diese Jahre zu retten. Viele Firmen verschwanden ganz, nur eine gewisse Größe half weiter. So veranlassten der Wettbewerb und der Preisdruck, dass sich am 29.06.1932 die vier sächsischen Kraftfahrzeughersteller Audi, DKW, Horchwerke und Wanderer im Zeichen der vier Ringe zur Auto Union AG mit Sitz in Chemnitz zusammenschlossen. Die neue Firma war auf Anhieb der zweitgrößte Kraftfahrzeughersteller in Deutschland. Dabei blieben die einzelnen Marken erhalten und erlebten jeweils eine neue Blüte.

Neubeginn im Westen

Nach 1945 verlor die Audi Union AG ihre sächsische Heimat. Die alten Stammplätze Chemnitz, Zwickau und Zschopau lagen in der sowjetisch besetzten Zone. Sämtliche Maschinen, Werkzeuge und ganze Werkstraßen wurden demontiert und in die UdSSR transportiert. Am 17.08.1948 wurde die „alte“ Audi Union AG aus dem Handelsregister gelöscht.
Nach der Flucht der Vorstände der Audi Union entstand im Dezember 1945 in Ingolstadt das Zentraldepot der Audi Union Ersatzteile Ingolstadt GmbH, die Teile für Reparaturen von noch existierenden Audi Union Vorkriegsmodellen lieferte. Durch Zusammenlegung wurden die im Westen gelegenen Betriebsteile reaktiviert. In Ingolstadt entstand durch die Hilfe des bayerischen Staates sowie durch Hilfe aus dem Marschall-Plan die Audi Union GmbH.

Daimler-Benz und VW

Wegen der chronisch dünnen Kapitaldecke war das geringe Investitionsvermögen ein ständiges Problem. Auf Vermittlung des Großindustriellen Friedrich Karl Flick übernahm deshalb die Daimler-Benz AG am 24.04.1958 rund 87,8 % des Gesellschaftskapitals. Bereits kurz darauf zeigten sich Dynamisierungseffekte. Der DKW Junior wurde in Planung genommen und das notwendige Kapital für eine neue Fabrik in Ingolstadt bereitgestellt.
Aber auf Dauer passten die Kleinwagen nicht ins Konzept von Daimler-Benz. Deshalb spielte Flick 1964 erneut Vermittler. Diesmal arrangierte er, dass VW die Mehrheit an Audi bekam. Damit hatte VW auf einen Streich eine zusätzliche Fertigungskapazität von jährlich 100.000 Autos und einen starken Wettbewerber bei den Kleinwagen weniger.

Neuausrichtung

Die 60er Jahre waren das Ende des Zweitaktautomobils und damit auch des Namens DKW. In Ingolstadt wurden Viertakter produziert, die dann auch schlicht Audi hießen. Topmodell war zunächst der Audi 100, der 1968 eine Neuausrichtung des ganzen Konzerns in die obere Mittelklasse ermöglichte.

NSU

Die Gründung erfolgte am 01.04.1884 unter Übernahme der seit 1873 bestehenden Firma „Neckarsulmer Strickmaschinenfabrik Schmidt & Stoll“. Ab 1892 wurden nur noch Fahrräder produziert. 1897 firmierte die Gesellschaft in Neckarsulmer Fahrradwerke AG um und baute ab 1906 Motorwagen. 1913 wurde umfirmiert in Neckarsulmer Fahrzeugwerke AG und 1938 in NSU Werke AG. Ab 1946⁄47 wurde die Produktion wieder aufgenommen. 1951 kam es zur Serienfertigung des Motorrollers „NSU-Lambretta“ und der Motorräder „Consul, Fox und Lux“. Ab 1953 wurde das Moped „Quickly“ gebaut. Ende 1957 wurde der Kleinwagens „Prinz“ produziert. 1959 wurde das NSU Wankel-Motor-Projekt bekannt. 1960 kam es zur Änderung in NSU Motorenwerke AG. Ab 1964 wurden die neu entwickelten Typen „Prinz 1.000 L“, „NSU-Spider“ und „Typ 110“ produziert.
1969 übernahm VW den Automobilhersteller NSU. Die Audi Union GmbH wurde dann mit der NSU Motorenwerke AG zur Audi NSU Auto Union AG (Neckarsulm) verschmolzen, aus der 1985 Audi hervorging. Das Unternehmen hatte damals 26.000 Mitarbeiter und etwa 6.600 Vertragshändler weltweit, ein Stück deutsche Automobilgeschichte!


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