Allgemeine Handelsgesellschaft der Verbraucher Aktiengesellschaft

Aktie Allgemeine Handelsgesellschaft der Verbraucher

Aktie, Lit. B, über 50 DM, DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Bielefeld, März 1975, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet „AVA“ im Unterdruck.

Aktie, Lit. B, über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Bielefeld, September 1980, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet „AVA“ im Unterdruck.

Aktie, Lit. B, über 50 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 10-20 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Bielefeld, Juni 1982, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet „AVA“ im Unterdruck.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
Bielefeld, August 1986, # 325501

Abb. Firmensignet „AVA“ im Unterdruck.

Namensaktie, Lit. A, über 50 DM, DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, nicht ausgestellt, lochentwertet
Bielefeld, Januar 1976, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet „AVA“ im Unterdruck.

Namensaktie, Lit. A, über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, nicht ausgestellt, lochentwertet
Bielefeld, Dezember 1976, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet „AVA“ im Unterdruck.

Namensaktie, Lit. A, über 50 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 8-20 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, nicht ausgestellt, lochentwertet
Bielefeld, September 1980, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet „AVA“ im Unterdruck.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
Meine Dubletten finden Sie unter der
Startseite

Unternehmensgeschichte

Logo der AVA

Wie alles anfing

Die älteste Rechtsvorgängerin der AVA AG, der „Bielefelder Konsum-Verein eG.“, wurde am 17.01.1892 gegründet. 35 Personen traten in der Gründungsversammlung bei und brachten je einen Geschäftsanteil von 15 Mark ein. Die Haftsumme betrug je 30 Mark. Vorstand und Aufsichtsrat bestanden im wesentlichen aus Schlossern, Tischlern und Werkmeistern. Erstes Warenlager wurde eine ausgediente Kegelbahn, der Geschäftsschrank war eine große Kiste. Die Gesellschaft entwickelte sich jedoch schnell. Am 01.10.1892 hatte man 716 Mitglieder, stellte einen Geschäftsleiter ein und schaffte ein Fuhrwerk an. In den folgenden Jahren wurde das Geschäft schnell ausgebaut, Verteilungsstellen (=Verkaufsstellen) gegründet und 1909 eine Bäckerei eingerichtet.
Um die Jahrhundertwende entstanden überall im Lande Konsum-Vereine. Zusätzlich zum reinen Warenverkauf erweiterten die Genossen frühzeitig ihr Geschäft auch auf die Produktion von Waren. Neben Bäckereien, Fleischereien oder Schuhreparaturwerkstätten begannen die zentralen Einkaufsverbände um 1910 damit, Bedarfsgüter wie Seife, Teigwaren, Konserven, Zündhölzer u.a. zu fertigen. 1913 wagte der Bielefelder Konsumverein sogar den Sprung in den Wohnungsbau für Arbeiter.

Der 1. Weltkrieg

Während des 1. Weltkriegs waren fast alle Güter rationiert und nur gegen Lebensmittelkarten zu erhalten. Margarine war schon länger nicht mehr über die Ladentische gegangen, das Wort Käse kannte man nur dem Namen nach. Der Verkauf von Fisch und Marinaden wurde gesetzlich unterbunden. Die Schlachterei war seit 1916 den Behörden unterstellt, die Konditorei wurde 1917 geschlossen. Die Bäckerei hatte Mühe ausreichend Koks für die Öfen zu bekommen.

Die Zwanziger Jahre

Im Herbst 1918 lag Deutschland wirtschaftlich darnieder. Not und Elend herrschten. Die katastrophale Versorgung der Bevölkerung ging einher mit einem zunehmenden Währungsverfall. Die Konsum-Vereine erwuchsen zu einem ernsthaften Konkurrenten des Einzelhandels, obwohl den Genossen der Verkauf an Nichtmitglieder verboten war.
So zählte der Bielefelder Konsum-Verein 1918 mehr als 23.700 Mitglieder. Der Umsatz in den 64 Verkaufsstellen erreichte fast sieben Mio. Mark. Während der Hyperinflation 1923 hatte das Geld seine Funktion als Tauschmittel quasi eingebüßt. Bargeld wurde möglichst bald in Sachgüter eingetauscht.

Die Liquidation der Konsumgenossenschaften

Die Zeit des zwölf Jahre währenden Tausendjährigen Reiches waren das dunkelste Kapitel der Konsumgenossenschaften. Als „marxistisch“ verschrieen verschwanden sie schließlich von der Bildfläche. Auch der Bielefelder Konsum-Verein musste Grundstücke und Gebäude, Maschinen und Einrichtungen weit unter Wert verkaufen. Die Verkaufsstellen wurden privatisiert.

Auf dem Weg in die Wohlstandsgesellschaft

Die Konsumgenossenschaften mussten nach Kriegsende ihre Mitgliederbasis völlig neu aufbauen. Auch die Konsumgenossenschaft Bielefeld wurde am 20.09.1946 ins Genossenschaftsregister beim örtlichen Amtsgericht eingetragen. Man erlebte einen steilen Aufstieg, da man sich an den Verbraucher schlechthin orientierte und nicht nur an einkommensschwache Bevölkerungsschichten. Ab 01.07.1954 konnte der „Konsum“ auch an Nichtmitglieder verkaufen.
Gleichzeitig zwang nun aber der zunehmende Wettbewerb die Konsumgenossenschaften dazu, kleinere Läden aufzugeben und ganze Genossenschaften zu verschmelzen.
Die Selbstbedienung erlebte Mitte der 50er Jahre einen steilen Aufschwung. Am 15.08.1957 eröffnete die Bielefelder Konsumgenossenschaft ihren umgebauten Laden 17 in Windelsbleiche, der sehr gut angenommen wurde, ebenso wie weitere Selbstbedienungsläden.
Dennoch wurde Anfang der 60er Jahre klar, dass die ideellen Bindungen an die Genossenschaften abbröckelten. Die Philosophie der Mitgliederversorgung war nicht mehr durchzuhalten.

Dunkle Wolken am Konjunkturhimmel

Mitte der 60er Jahre gab es erste Anzeichen für eine wirtschaftliche Krise. Gleichzeitig sorgten zwei neue Vertriebsformen für Wirbel im Handel. Discounter und SB-Märkte erreichten ein enormes Wachstumstempo. Dies hatte natürlich Auswirkungen auf die Konsumgenossenschaften.
Deshalb fusionierten 1965 die Konsumgenossenschaften Bielefeld, Gütersloh, Bünde-Lübbecke und Herford zur „co op Ostwestfalen-Lippe eG.“ Zunächst war das Betriebsergebnis unbefriedigend, erst 1968 erwirtschaftet man einen Überschuss. 1971 wurde die Tochtergesellschaft „Marktkauf GmbH“ mit ihren Warenhäusern gegründet, die wesentlichen Anteil an der weiteren positiven Entwicklung hatte.

Die AVA, eine Erfolgsgeschichte

Am 08.06.1974 machte die Vertreterversammlung der Konsumgenossenschaft Ostwestfalen den Weg frei für die Umwandlung der Genossenschaft in eine AG. 46.584 Aktien wurden 1975 breit gestreut ausgegeben. Bereits zehn Jahre nach der Gründung hatte sich der Umsatz der AVA auf 1,6 Mrd. DM erhöht. Das Aktienkapital stieg von 2,3 Mio. DM auf 14,6 Mio. DM 1986. Die Zahl der ausgegebenen Aktien erhöhte sich entsprechend auf 292.500 Stück.
1986 ging das Unternehmen an die Börse. Am 21.08.1986 wurden insgesamt 292.500 AVA-Aktien im Nennwert von je 50 DM in den amtlichen Handel der Düsseldorfer Börse eingeführt. Die erste Notierung lag bei 1.745 DM.
Seit Ende der 80er Jahre verfolgte die AVA bei der Standortplanung eine Doppelstrategie. Auf der einen Seite verdichtete man das Marktnetz bestehender Vertriebseinheiten um die Logistig kostenkünstig zu halten. Andererseits betrieb man eine bundesweite Expansionspolitik und bundesweit hieß seit 1990 auch inkl. Ostdeutschland.
Die AVA begann 1982 in der Warenbeschaffung eine Kooperation mit der Edeka-Handelsgruppe, die sich bis zu einer Beteiligung der Edeka Hamburg an der AVA vor allem in den Jahren 1992 und 1993 in Höhe von 95,025 % weiterentwickelt hatte. 1998 übernahm Edeka zahlreiche Marktstandorte von der AVA. 2005 leitete Edeka das Sqeeze-out-Verfahren ein.


„Die Stückaktien an der AVA Allgemeine Handelsgesellschaft der Verbraucher Aktiengesellschaft mit Sitz in Bielefeld, die von anderen Aktionären als der EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG mit Sitz in Hamburg gehalten werden (Minderheitsaktionäre), werden gemäß den §§ 327 a ff. AktG gegen Gewährung einer Barabfindung in Höhe von Euro 45,32 für je eine Stückaktie an der AVA Allgemeine Handelsgesellschaft der Verbraucher Aktiengesellschaft mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils Euro 2,56 auf die EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG (Hauptaktionärin) übertragen.“

Unternehmen
Allgemeine Handelsgesellschaft der Verbraucher AG

SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte

Marktkauf ist Ende 2004 bundesweit mit 183 SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten vertreten, die über eine Gesamtverkaufsfläche von 887.000 qm verfügen. Hinzu kommt ein SB-Warenhaus in Moskau. In dieser AVA-Sparte sind mehr als 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die 2004 einen Umsatz von 4,43 Mrd. EUR erwirtschaftet haben.

Die Marktkauf SB-Warenhäuser bieten 60.000, die Verbrauchermärkte 50.000 verschiedene Artikel an. Den Schwerpunkt des Sortiments bilden Lebensmittel mit einer besonderen Betonung der Frischwaren. Hinzu kommt ein umfangreiches Nonfood-Angebot, das von Drogerie⁄Kosmetik über Haushaltswaren bis zu Textil, Elektro und Spielwaren reicht. Während die Waren grundsätzlich in Selbstbedienung angeboten werden, gibt es in vielen SB-Warenhäusern Bedienungsabteilungen für Fleisch und Wurst sowie Käse, was die Frische-Kompetenz von Marktkauf unterstreicht.

Meist sind den Häusern separate Getränkemärkte angeschlossen, die Getränke in Mehrwegsystemen anbieten. Abgerundet wird das Marktkauf-Angebot vielfach durch Marktkauf-Tankstellen sowie einen Konzessionärsbereich mit örtlichen Anbietern aus Fachhandel, Gastronomie und Dienstleistung. Die Marktkauf SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte sind häufig kombiniert mit einem Marktkauf Bau-, Hobby- und Gartencenter.

Fenster schließen

Zur Startseite

Diese Seite drucken