BADENWERK AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Badenwerk

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet vorderseitig
Karlsruhe, November 1973, # 000557

dito Muster, perforiert „ungültig“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet, # ohne Nummer

Aktie über 500 DM (10x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet vorderseitig
Karlsruhe, November 1973, # 028151

dito Muster, perforiert „ungültig“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet, # ohne Nummer

Aktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 25-40 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet im Siegel
Karlsruhe, November 1973, # 009947

lochentwertet im Siegel und stempelentwertet vorderseitig, dito ohne Kupons, # 009111

Aktie über 2.500 DM (50x50), DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 25-40 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet im Siegel
Karlsruhe, November 1973, # 008062

lochentwertet im Siegel und stempelentwertet vorderseitig, dito ohne Kupons, # 000503
dito Muster, perforiert „ungültig“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet, # ohne Nummer

Aktie über 100.000 DM (2.000x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Karlsruhe, November 1973, # 1220001 bis 1222000

Teilschuldverschreibung Badenwerk

7 ½ % Inhaber-Teilschuldverschreibung, Serie 1, über 500 DM, DIN A 4 hoch, Zinsscheine Nr. 2 (Fehldruck) und 19-20 (inkl. Erneuerungsschein), März/September, Muster, ohne Kontrollunterschrift, 4 S., Abheftlochung links
Karlsruhe, November 1957, # 12345

7 % Inhaber-Teilschuldverschreibung, Serie 1, über 100 DM, DIN A 4 hoch, Zinsscheine Nr. 1 und 20 (inkl. Erneuerungsschein), April/Oktober, Muster, ohne Kontrollunterschrift, 4 S., Abheftlochung links
Karlsruhe, April 1966, # 00000

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
Meine Dubletten finden Sie unter der
Startseite

Unternehmensgeschichte

Voraussetzungen

Großherzog Friedrich von Baden überließ der Privatwirtschaft und den Kommunen die Stromerzeugung. 1890 gab es in Baden 155 E-Werke in 61 Gemeinden. Davon hatte Mannheim allein 34 Werke. Dies waren alles Blockstationen, die Gleichstrom in die nächste Umgebung lieferten (300-500 m). Erst das 1898 am Hochrhein gebaute Kraftwerk Rheinfelden lieferte 10.000 KW und war damit das größte Wasserkraftwerk Europas. Die Finanzierung erfolgte durch Großbanken, die der AEG nahe standen. Hauptkunde war die AEG-Tochter Elektrochemische Werke Bitterfeld und die Schweizerische Aluminiumindustrie AG, die neben dem Kraftwerk große Betriebe errichtete. Die Konzession für Rheinfelden wurde unbefristet erteilt, was den Hunger auf noch mehr Kraftwerke weckte. So wurde 1904 das Kraftwerk Laufenburg gebaut. Dann kam der Umweltschutz auf, weil diesem Kraftwerk die dortigen Rheinstromschnellen zum Opfer fielen. Diesem Schutz des Hochrheins trug dann auch die Regierung in Karlsruhe Rechnung (zwischen 1906-1908). Die Unterstützung ging weg von der Großindustrie hin zum Gemeinwohl.
Erster Schritt hin zur eigenen Landesstromversorgung war das Murgwerk in Forbach, das während des 1. Weltkriegs gebaut und 1919 fertig wurde.

Gründung

1921 wurde die Gründung der „Badischen Landeselektrizitätsversorgung AG“ auf Veranlassung der damaligen Landesregierung beschlossen. Dabei wurde das Murgwerk in Forbach vom Land Baden übernommen. Das Herzstück und Grundkapital der neu gegründeten „Badischen Landes-Elektrizitäts-Versorgungs AG“ bildete dieses, als „Murgwerk“ bekannte Kraftwerk. Das Land Baden brachte alle ihm gehörenden Anlagen zur Stromversorgung in diese Gesellschaft ein und verpflichtete sich, das gesamte Grundkapital stets im Staatsbesitz zu belassen. Erst 1970 hob der Landtag diese Vorschrift auf.
1926 wurde der Verbundbetrieb mit der Schweiz im Süden und dem RWE im Norden aufgenommen. Bis 1937 waren alle Landesteile mit Strom versorgt.


Murgtal mit den Turbinenanlagen Breitwies und Schlechtau
Murgtal mit den Turbinenanlagen Breitwies und Schlechtau

Rangeleien

Im Gegensatz zu später waren die Versorgungsgebiete der Stromlieferanten noch nicht abgesteckt. Jeder Stromversorger musste also befürchten, dass die Konkurrenz in der Nachbarschaft einsteigen würde. Deshalb wurde behindert wo es nur ging. So verhinderte der preussische Staat jahrelang das Vordringen der RWE. Ein Streitpunkt war die Stromversorgung der Stadt Frankfurt⁄Main. Erst 1927 kam es zum sogenannten „Elektrofrieden“ und darauf folgend zur Gründung der PreussenElektra. Doch es dauerte noch lange, bis die Claims endgültig abgesteckt waren. Die RWE trieb ihre Verbundschiene nach Süddeutschland voran und gewann die VEW und das Badenwerk als Partner. Der „Rest“, also Bayernwerk, die EWAG (reichseigenen Elektrowerke) und die preussischen Elektrizitätswerke AG weiteten sich nach Osten aus um die Wasserkräfte der Alpen mit den ostdeutschen Braunkohlegruben zu verbinden. Im Mai 1928 wurde die Berliner AG für deutsche Elektrizitätswirtschaft als Gegengewicht zur RWE gegründet. Die RWE gründete daraufhin im Februar 1929 mit allen Stromlieferanten zwischen der niederländischen und Schweizer Grenze (also auch dem Badenwerk) die Frankfurter „Westdeutsche Elektrizitäts AG“.

Drittes Reich und Nachkriegszeit

Hitlers Energiewirtschaftsgesetz sollte in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg für eine sichere und billige Energie sorgen. Der Bedarf für die Rüstungsindustrie musste gesichert werden. Die nationalsozialistische Ideologie zeigte auch Folgen in der Vorstandsetage der Badenwerk AG, Dirktor Otto Helmle, Anhänger der Zentrumspartei, wurde entlassen. Andere Mitarbeiter mussten wegen ihrer jüdischen Herkunft gehen.
Die Wiederaufbauphase nach dem Krieg war geprägt von Material- und Geldmangel, so dass Erweiterungen verschoben werden mussten. Schäden am Mittel- und Hochspannungsnetz mussten repariert werden.

Kernenergie

In den Jahren 1960-1980 war die Nutzung von Kernenergie im Energiesektor ein großes Thema. Die ersten Kernkraftwerke des Unternehmens entstanden in Obrigheim und Phillipsburg. Die anfängliche Begeisterung für Kernenergie verflog bald und es bildete sich eine Antiatomkraftbewegung. Bürgerinitiativen riefen zu Protest und Demonstrationen auf.

Fusion Badenwerk mit EVS

1995 gründeten die Eigner der Energie-Versorgung Schwaben AG (EVS) und der Badenwerk AG eine so genannte Stimmrechtsbindungsgesellschaft (Energieverbund Baden-Würtemberg) um beide Unternehmen zu verschmelzen. Das Stammkapital betrug 500.000 DM und war bis zum 29.09.1995 aufzubringen. Der Zusammenschluss war bis Ende 1998 geplant, erfolgte aber bereits zum 01.01.1997.
Die EnBW Energie Baden-Württemberg wurde als Holding konzipiert, zuständig für die strategische Planung und Führung. Unter dem Dach dieser Holding entstanden die EnBW Kraftwerke AG, die EnBW Transportnetze AG, die EnBW Energie-Vertriebsgesellschaft mbH sowie die EnBW Gesellschaft für Stromhandel mbH. Für die regionale Versorgung waren weiter die EnBW Badenwerk AG und EnBW Energie-Versorgung Schwaben AG zuständig. Diese Tochtergesellschaften, die 1999 verschmolzen wurden, erledigten den operativen Teil. Die Fusion erfolgte durch Aktientausch.


EnBW
EnBW

Fenster schließen

Zur Startseite

Diese Seite drucken