FARBENFABRIKEN BAYER AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Farbenfabriken Bayer AG

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Leverkusen, Juni 1958, # 169534

Abb. mit altem Firmen-Signet und modernem Bayer-Kreuz.
Auflage: 4.000 St.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Leverkusen, März 1965, # 2385358

Abb. mit altem Firmen-Signet und modernem Bayer-Kreuz.

Aktie über 200 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Leverkusen, März 1965, # 2576155

Abb. mit altem Firmen-Signet und modernem Bayer-Kreuz.

Aktie über 500 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Leverkusen, März 1965, # 0532161

Abb. mit altem Firmen-Signet und modernem Bayer-Kreuz.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Leverkusen, Juni 1966, # 5270054

Abb. mit altem Firmen-Signet und modernem Bayer-Kreuz.
dito perforiert „Muster“, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet, # ohne Nummer


Besserungsschein Farbenfabriken Bayer AG

Besserungsschein über 300 DM Stammaktien, DIN A 4 hoch, ohne Kupons, ausgestellt auf „Reg.-Direktor Dr. K.H. Husmann Hamburg-Wandsbek, Hammerstr. 89“, nicht entwertet
Leverkusen, Mai 1964, # 0161

Dem Inhaber wird bescheinigt, dass er mit 300 St. Aktien an der Mimosa AG in Hannover, die von der Farbenfabriken Bayer AG übernommen wurde, beteiligt war und eine Abfindung von 500 % des DM-Nennwertes erhalten hat.
Es handelt sich um ein hochinteressantes Wertpapier, das die Thematik der verlorenen Ostvermögen im Rahmen der Übernahme der Mimosa AG durch die Farbenfabriken Bayer AG dokumentiert. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 23.04.1964 wurde das Vermögen der Mimosa AG in Hannover, im Wege der Umwandlung auf die Farbenfabriken Bayer AG übertragen. Bayer zahlte den Aktionären der Mimosa AG abschlagsweise eine Abfindung in Höhe von 500 % des DM-Nennwertes ihrer Aktien Zug um Zug gegen Ablieferung der Aktien. Für den Fall, dass die Farbenfabriken Bayer AG als Rechtsnachfolger der Mimosa AG von dem Vermögen der Mimosa AG in der Ostzone Werte zurück erhalten oder für die dort erlittenen Verluste entschädigt werden, wird durch einen Wirtschaftsprüfer als Schiedsgutachter festgestellt, ob die bereits gezahlte Abfindung zu erhöhen ist.

Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft

Teilschuldverschreibung Farbenfabriken Bayer AG

5 % Teilschuldverschreibung einer Wandelanleihe, über 100 DM, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, Januar, 2 S., stempelentwertet rückseitig
Leverkusen, Juni 1969, # 217215

Abb. altes Firmen-Signet.
Auflage: 610.000 St.

Bayer Aktiengesellschaft

Aktie Bayer AG

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Leverkusen, Dezember 1972, # 13847023

Abb. mit dem weltbekannten Bayer-Kreuz.
dito aufgedruckt „Muster“, auf Normalpapier, Kupons rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet, # 000000

Aktie über 5 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Leverkusen, Mai 1996, # 50016159

Abb. mit dem weltbekannten Bayer-Kreuz.
dito perforiert „Muster“ und druckentwertet „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, Kupons Nr. 56-60 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet, # 00000000
dito aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, Kupons rückseitig, ansonsten nicht entwertet, # 00000000


Optionsschein Bayer AG

Optionsschein ausgegeben mit einer Teilschuldverschreibung der 6 ¼ % DM-Optionsanleihe u.a. für 1 Aktie im Nennbetrag von 50 DM, DIN A 4 hoch, Kupons A-F unten anhängend, nicht entwertet
Leverkusen, 29. Juli 1987, # 084623

Abb. mit dem weltbekannten Bayer-Kreuz.
Auflage: 136.000 St.

BAYER INTERNATIONAL FINANCE N.V.

Warrant Bayer

1 Warrant to Bearer, ausgegeben mit einem Bond über 1.000 US-$ für 1 Aktie im Nennbetrag von 50 DM, DIN A 4 hoch, Kuponreste D-F unten anhängend, 69/81, nicht entwertet
Willemstad, Curacao, November 1969, # 24847

Abb. mit dem weltbekannten Bayer-Kreuz.
dito gestempelt „C.P. 1962“ rückseitig, # 23652
dito lochentwertet im Siegel, # 72715

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Entstehung

Mit der Erfindung der Teerfarben erfolgte in Deutschland die Gründung der großen chemischen Fabriken. Bereits 1877 erreichte der deutsche Anteil die Hälfte der Welterzeugung an Farbstoffen.
Farbstoffhändler Friedrich Bayer (1825-1880) und Färbermeister Johann Friedrich Weskott (1821-1876) gründeten am 01.08.1863 einen Farbstoffbetrieb in Elberfeld und Barmen/Wuppertal („Friedr. Bayer et comp.“). Sie wollten synthetische Farbstoffe herstellen und verkaufen. Die Herstellung dieser Farbstoffe aus dem Steinkohlenteer war erst wenige Jahre vorher erfunden wurden. Abnehmer war vor allem die Textilindustrie, die einen Ersatz für die knappen und deshalb teuren Farbstoffe suchte. Als der rote Farbstoff Alizarin entdeckt wurde, führte dies zu einem wahren Gründerboom. Die Firma boomte und wuchs von drei Mitarbeitern im Jahr 1863 auf 300 im Jahr 1881. Schon zwei Jahre später beteiligte man sich an einer Teerfarbenfabrik in den USA und 1876 gründete man eine Filiale in Moskau.

Friedrich Bayer
Friedrich Bayer, 1863

Am 01.07.1881 gründeten die Nachfolger die „Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co.“ als Aktiengesellschaft. Carl Duisberg begann 1884 seine Arbeit bei Bayer und damit begann ein neues Zeitalter der Chemie. 1884 wurde eine pharmazeutische Abteilung aufgebaut. Das Gelände in Leverkusen wurde 1891 von „Carl Leverkus & Söhne“ gekauft. Mit der Herstellung reiner Acetylsalicylsäure begann 1897 die Geburt von Aspirin, das 1899 als Warenzeichen eingetragen wurde. 1912 wurde Leverkusen der Firmensitz.

Konzentration

Bereits 1904 schlossen sich die Firmen Bayer, Badische Anilin und die Berliner AG für Anilinfabrikation (Agfa) zu einer Interessengemeinschaft (Dreierbund) zusammen. Auch die Farbwerke Hoechst und die Firma Leopold Casella in Frankfurt hatten sich unter gegenteiliger Kapitalverflechtung zusammengeschlossen, 1906 trat die Firma Kalle bei.
Mit dem Ausbruch des 1. Weltkriegs mussten die deutschen Farbenfabriken ihre Produktion umstellen und Sprengstoff herstellen. Man erkannte, dass der hohe Weltmarktanteil an der Farbproduktion nach Beendigung des Krieges verloren war. So kam es zum Zusammenschluss. Die 1904 gebildeten Gruppen vereinigten sich und traten unter Aufnahme weiterer Firmen am 18.08.1916 zu einer auf die Dauer von 50 Jahren abgeschlossenen Interessengemeinschaft zusammen. Nach außen blieb die Selbständigkeit der Unternehmen gewahrt.

Gründung der IG Farbenindustrie

Nach dem Krieg waren die deutschen Filialbetriebe im Ausland verloren, die Farbenproduktion weitgehend in ausländischer Hand. Die wirtschaftliche Not der Nachkriegszeit und die folgende Inflation bewirkten, dass sich die Firmen noch enger zusammenschlossen, was letztendlich zur Gründung der I.G. Farbenindustrie AG führte.
Am 09.12.1925 verlor Bayer vorerst seine Selbständigkeit. Die Badische Anilin- und Sodafabrik übernahm ihr Vermögen neben dem weiterer Farbenfabriken. Gleichzeitig verlegte die BASF ihren Sitz nach Frankfurt und änderte ihren Namen in I.G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft. Die Namen der fusionierten Firmen blieben durch Eintragung als Zweigniederlassung erhalten und die Unternehmen behielten weitgehend ihre Kompetenzen. Zentralisiert wurden in erster Linie Abteilungen wie Finanzen, Zentraleinkauf, Buchhaltung etc. Zu dieser Zeit erstreckten sich die Bayer-Fabriken über 430 ha, beschäftigt wurden über 8000 Mitarbeiter.
Die Gesellschaft entwickelte sich zum größten Unternehmen Deutschlands und zu einem der führenden Chemie-Unternehmen der Welt. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs 1939 verlor die I.G. Farben wieder wesentliche Teile ihres Absatzgebietes und ihre Produktionsstätten im Ausland. Nach dem Krieg wurde das gesamte Vermögen von den Siegermächten beschlagnahmt und unter alliierte Verwaltung gestellt. Über 50 % des Anlagevermögens befand sich in Ostdeutschland.

Die Entflechtung nach 1945 und weitere Entwicklung

Zum 01.01.1952 wurde der überwiegende Teil des in der Bundesrepublik liegenden Vermögens aufgeteilt in die fünf Nachfolgegesellschaften:
  • Farbenfabriken Bayer AG, Leverkusen
  • Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG, Ludwigshafen
  • Farbwerke Hoechst AG, vorm. Meister, Lucius und Brüning, Höchst
  • Cassella Farbwerke Mainkur AG, Frankfurt
  • Chemische Werke Hüls GmbH, Marl
  • Logo Bayer

    1972 kam es zur Umfirmierung in Bayer AG, später einer der weltgrößten Chemie- und Pharmakonzerne.
    Die Amerikaner hatten sich für die USA die Aspirin-Rechte als Sieger des 2. Weltkriegs einfach genommen und auch den weltbekannten Namen „Bayer“. Die deutsche Firma Bayer durfte nicht mehr Bayer genannt werden. Es war ein langer Kampf beides wieder zurückzuerhalten. Wie viel Geld dabei floss ist nicht bekannt. 1986 wurde der Name „Bayer“ von der US-Firma „Sterling Drug“ zurückerworben. Nach dem Rückkauf des gestohlenen Namens konnte Bayer nun in den USA wieder richtig aktiv werden.
    1988 ging Bayer als erstes deutsches Unternehmen an die japanische Börse. Alle Bayer-Aktivitäten in den USA wurden in der Holding Bayer USA in Pittsburgh/Pennsylvania zusammengefasst.1989 kaufte Bayer die „Cooper Technicon, Tarrytown/NY“ und wurde damit der weltgrößte Hersteller von Diagnose-Systemen und Reagenzien. 1990 übernahm Bayer die Rubber Division der „Nova Corp. of Alberta/Kanada“ für 1.7 Mio. DM und nannte diese um in „Polysar Rubber Corp.“. Damit wurde Bayer der größte Kautschukhersteller der Welt.
    1996 wurde der Nennwert der 50 DM-Aktien wird auf 5 DM umgestellt. Zum 01.07.1998 wurde die Bayer-Aktie auf nennwertlose Stückaktien umgestellt. Historische Wertpapiere mit einem DM-Aufdruck wurden also vor 1998 ausgestellt.
    Das Jahr 2000 war generell durch viele Käufe gekennzeichnet.

    Umstrukturierung des Konzerns 2002 bis 2005

    Zunächst wurden die bisherigen Geschäftsbereiche der Bayer AG (Pflanzenschutz, Pharma, Polymere und Chemie) in eigenständige Teilkonzerne (Bayer CropScience, Bayer HealthCare, Bayer Polymers und Bayer Chemicals) unter dem Dach einer Bayer Holding formiert. Weitere Teile der Bayer AG wurden in Servicegesellschaften ausgegliedert. Auch in anderen Ländern wurden substanzielle Geschäftsbereiche in eigenständige Gesellschaften getrennt.
    Ende 2003 wurde bekanntgegeben, dass der Teilkonzern Bayer Chemicals zusammen mit größeren Teilen des Kunststoffgeschäfts des Teilkonzerns Bayer Polymers als unabhängige Gesellschaft aus dem Konzern ausgegliedert werden sollte. Der Teilkonzern Bayer Polymers wurde zum 01.01.2004 in Bayer MaterialScience umbenannt. Die Abspaltung der Bereiche wurde zum 01.02.2005 in Form eines Spin-offs und mit dem Börsengang von Lanxess komplett vollzogen.
    Mit Beginn des Jahres 2005 wurde die OTC-Sparte (rezeptfreie Medikamente) der Schweizer Roche übernommen. Mit dieser Übernahme wurde der Pharmabereich neu ausgerichtet. Ziel war es, das weltweit führende Unternehmen im Markt für rezeptfreie Medikamente zu werden.
    Die Umstrukturierungen führten den Bayer-Konzern aus den zwischenzeitlichen roten Zahlen wieder hinaus. 2005 betrug der Umsatz über 27 Milliarden Euro und lag damit 17,6 % über dem Umsatz von 2004. Dabei verbesserte sich das operative Ergebnis um 50 % von 1.875 Mio. (2004) auf 2.812 Mio. Euro (2005). Die Dividende wurde von 0,55 Euro (2004) auf 0,95 Euro (2005), 1 Euro (2006), 1,35 Euro (2007) erhöht.

    Entwicklung seit 2005

    Am 23.03.2006 gab der Bayer-Konzern ein Übernahmeangebot für den Berliner Pharmahersteller Schering AG ab und überbot damit ein Angebot der Merck KGaA. Bis 30.05.2006 wollte Bayer mindestens 75 % der Schering-Anteile besitzen. Allerdings musste diese Frist aufgrund der schlechten Nachfrage verlängert werden. Kurz vor Fristende wurde bekannt, dass die Merck KGaA den ursprünglichen Anteil an Schering durch Zukäufe auf bis zuletzt 21,8 % erhöht hatte. Mit Erreichen der Sperrminorität von 25 % hätte Merck die Übernahme zunächst verhindern können. Bayer und Merck einigten sich aber darauf, dass Bayer die Schering-Anteile von Merck zu einem erhöhten Preis übernimmt, wodurch Merck einen Ertrag von 400 Mio. Euro erzielte. Dieser erhöhte Preis wurde den anderen Schering-Aktionären erfolgreich angeboten. Die Übernahme kostete Bayer somit fast 17 Milliarden Euro.
    Am 13.09.2006 beschloss die letzte Hauptversammlung der Schering AG einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Bayer hielt mehr als 95 % der Anteile und konnte damit die restlichen Anteilseigner der Schering AG durch „Squeeze-out“ aus dem Unternehmen drängen und schließlich das Unternehmen von der Börse nehmen.
    2006 verkaufte Bayer die Division Diagnostics von Bayer HealthCare an Siemens. Dieser Rückzug von Bayer aus dem stark von Elektronik beeinflussten Diagnostic-Geschäft war schon länger vorbereitet und hing nicht mit der Übernahme von Schering zusammen. Nicht verkauft wurden die Bereiche Diabetes Care und Kontrastmittel.
    Im März 2014 schloss Bayer mit Erreichen eines Aktienanteils von 98,2 Prozent die Übernahme der auf Krebsmedikamente spezialisierten norwegischen Pharmafirma Algeta ab.


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