BCT COMPUTER AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie BCT Computer AG

Aktie über 100.000 DM (2.000x50), DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Köln, Januar 1984, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet links.

Vorzugsaktie BCT Computer AG

Vorzugsaktie über 50 DM, DIN A 4 hoch, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Köln, Januar 1984, # 002960

Abb. Firmensignet oben.
Auflage: 4.000 St.
dito perforiert Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet, # ohne Nummer

Vorzugsaktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 hoch, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Köln, Januar 1984, # 012841 bis 012860

Abb. Firmensignet oben.
Auflage: 5.800 St.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet, # ohne Nummer

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
Meine Dubletten finden Sie unter der
Startseite

Unternehmensgeschichte

Gründung

Gegründet wurde das Unternehmen 1976 als BCT GmbH Böhmer Computer & Textsysteme in Erfstadt. 1978 wurde der Sitz nach Köln verlegt, 1983 wurde die Firma in eine AG umgewandelt. Firmenchef Wolfgang K. Böhmer war ein blendender Verkäufer. Schon in seinem vorherigen Job fuhr er bei den Kunden gerne mal im Rolls Royce vor, bei BCT gönnte er sich dann für 1,9 Mio. DM einen firmeneigenen Jet. Die BCT-Rechner aber basierten auf veralteter Technologie und die Firma war so klamm, dass sie oft nicht einmal die Gehälter pünktlich zahlen konnte.
BCT entwickelte kommerzielle warenwirtschaftliche Software. So stellte man bereits 1981 ein Programmpaket für die Kfz-Branche vor, das Werkstatt, Ersatzteillager und Neuwagenverkauf berücksichtigte, ebenso die komplette Anlagen-, Finanz- und Lohnbuchhaltung sowie Textverarbeitung.

Börsengang

Für sechs Mio. DM wurden 1984 Vorzugsaktien angeboten. Der Emissionskurs betrug 100 DM. Die Emission war überzeichnet, aber bereits mit der außerbörslichen Kursschätzung war man vorsichtig. Vor der offiziellen Einführung in den sogenannten Telefonverkehr wurden Preise von nur 115 DM genannt. Stammaktien blieben in Gründerbesitz. Der Börsengang spülte ein ganz schönes Sümmchen in die Kasse. Aber auch das löste die grundlegenden Probleme nicht.

Konkurs

Bereits Ende des Jahres 1984 musste man Insolvenz anmelden, die im Konkurs endete. Zu diesem Schritt sah sich das Unternehmen veranlasst, weil eigenen Angaben zufolge die Investitionstätigkeit der letzten Monate, Forderungen des Finanzamtes und Kündigungen von Bankkrediten eine Liquiditätskrise auslösten. Trotz Pionierstellung im Bereich der warenwirtschaftlichen Software konnte nicht wirtschaftlich gearbeitet werden. Man sieht, dass schon lange vor dem „Neuen Markt“ Software-Läden in Konkurs gegangen sind.


Desktop

Zur Startseite