BUNDESSCHULDENVERWALTUNG

Die Bundesschuldenverwaltung (2002 Bundeswertpapierverwaltung, 2006 aufgegangen in der „Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH“) wurde durch eine Verordnung 1949 eingeführt. Die Bundesbehörde mit Sitz in Bad Homburg war in den Nachkriegsjahren insbesondere mit der Umstellung der Schulden infolge der Währungsreform und des Londoner Schuldenabkommens 1953 befasst. Später kamen weitere Aufgaben hinzu. Im Londoner Schuldenabkommen wurden 1953, nach zweijährigen Verhandlungen, die auf deutscher Seite von Hermann J. Abs federführend geführt wurden, die deutschen Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Staaten geregelt. Die Auslandsschulden, die sich etwa aus den Dawes-, den Young- und den Kreuger-Anleihen, aber auch aus den Schuldverschreibungen der Konversionskasse für deutsche Auslandsschulden und den Schuldverschreibungen des Staates Preußen ableiteten, sollten mit großzügiger Fristverlängerung getilgt werden, was auch geschah. Lediglich die Entschädigung der Zinsrückstände von 1945-1952 wurde im Schuldenabkommen vorläufig, bis zur Wiedervereinigung, zurückgestellt. Der Anspruch auf diesen Teil der Zinsrückstände wurde den Gläubigern von der BRD in Form einer Schattenquote verbrieft. Die entsprechenden Urkunden dieser Ansprüche sind die Bezugsscheine.


Prämien-Schatzanweisung
Prämien-Schatzanweisung
Werbung für Prämien-Schatzanweisung
Werbung für Prämien-Schatzanweisung

Prämien-Schatzanweisung, Lit. B, Gruppe 0279, über 10 DM, 14,8 cm x 10,5 cm, ohne Zinsscheine, 2 S., nicht entwertet
Bad Homburg v.d.H., 19. Mai 1951, # 0330

Der deutsche Baby-Bond. Die Schatzanweisung nahm von ihrer Ausgabe an bis Ende August 1956 an vierteljährlichen Gewinnziehungen teil.

Prämien-Schatzanweisung, Lit. C, Gruppe 0167, über 10 DM, 14,8 cm x 10,5 cm, ohne Zinsscheine, 2 S., nicht entwertet
Bad Homburg v.d.H., 19. Mai 1951, # 0719

Der deutsche Baby-Bond. Die Schatzanweisung nahm von ihrer Ausgabe an bis Ende August 1956 an vierteljährlichen Gewinnziehungen teil.

Prämien-Schatzanweisung, Lit. D, Gruppe 0156, über 10 DM, 14,8 cm x 10,5 cm, ohne Zinsscheine, 2 S., nicht entwertet
Bad Homburg v.d.H., 19. Mai 1951, # 0196

Der deutsche Baby-Bond. Die Schatzanweisung nahm von ihrer Ausgabe an bis Ende August 1956 an vierteljährlichen Gewinnziehungen teil.

Prämien-Schatzanweisung, Lit. E, Gruppe 0091, über 10 DM, 14,8 cm x 10,5 cm, ohne Zinsscheine, 2 S., nicht entwertet
Bad Homburg v.d.H., 19. Mai 1951, # 0212

Der deutsche Baby-Bond. Die Schatzanweisung nahm von ihrer Ausgabe an bis Ende August 1956 an vierteljährlichen Gewinnziehungen teil.

Prämien-Schatzanweisungen:

Im März 1951 versuchte die Bundesregierung zu testen, ob sich wenigstens in Ansätzen ein Markt für öffentliche Anleihen entwickelt hat. Deshalb brachte sie als erstes Wertpapier eine Prämien-Schatzanweisung mit fünfjähriger Laufzeit auf den Markt.
Der Name Baby-Bond, den der Titel bald in Börsenkreisen bekam, bezog sich sowohl auf den Nennbetrag von nur 10 DM als auch auf das kleine Format von DIN A6 quer. Die Anleihe wurde nicht verzinst. Aus den ersparten Zinsen wurden Gewinne zwischen 500 und 50.000 DM gebildet, die jährlich an vier Terminen ausgelost wurden.
Die Emission wurde ein Flop. Von den geplanten 50 Mio. der ersten Emission konnten keine 40 Mio. abgesetzt werden. Daraufhin verzichtete die Bundesregierung auf die Platzierung einer zweiten, für den Herbst 1951 geplanten Tranche.


Bezugsschein

Bezugsschein, Lit. J, über 36 DM, zu einer 4 ½ % Auslandsbonds-Entschädigungs-Schuldverschreibung, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1960, # 03729

Bezugsschein, Lit. H, über 180 DM, zu einer 4 ½ % Auslandsbonds-Entschädigungs-Schuldverschreibung, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1960, # 01950

Bezugsschein, Lit. G, über 360 DM, zu einer 4 ½ % Auslandsbonds-Entschädigungs-Schuldverschreibung, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1960, # 04934


Bezugsschein, Lit. C, über 360 Schweizer Franken, zu einer 4 ½ % Auslandsbonds-Entschädigungs-Schuldverschreibung, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1960, # 01515

Bezugsschein, Lit. D, über 400 Schweizer Franken, zu einer 5 % Auslandsbonds-Entschädigungs-Schuldverschreibung, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1960, # 00377


Bezugsschein, Lit. B, über 36 US-Dollar, zu einer 5 ½ % Auslandsbonds-Entschädigungs-Schuldverschreibung, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1960, # 00030

Bezugsschein, Lit. B, über 40 US-Dollar, zu einer 5 ½ % Auslandsbonds-Entschädigungs-Schuldverschreibung, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1960, # 00759

Bezugsschein, Lit. A, über 360 US-Dollar, zu einer 5 % Auslandsbonds-Entschädigungs-Schuldverschreibung, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1960, # 00873

Bezugsschein, Lit. A, über 400 US-Dollar, zu einer 5 ½ % Auslandsbonds-Entschädigungs-Schuldverschreibung, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1960, # 00874


Bezugsschein, Lit. F, über 36 Holländ. Gulden, zu einer 4 ½ % Auslandsbonds-Entschädigungs-Schuldverschreibung, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1960, # 01655


Bezugsschein, Lit. C, über 40 Pfund Sterling, zu einer 5 ½ % Auslandsbonds-Entschädigungs-Schuldverschreibung, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1960, # 00376

Schuldverscheibung Bundesrepublik

7 % Schuldverschreibung, Lit. B, Gruppe 1, II. Ausgabe, über 500 DM, DIN A 4 hoch, kompletter Zinsscheinbogen Nr. 1-15, Juli, gestempelt „Muster“, perforiert „ungültig“, aufgedruckt „ungültig“ und „Probedruck“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Bad Homburg v.d.H., 1. Juli 1965, # 000000

Abb. Deutscher Adler oben.

Schuldverscheibung Bundesrepublik

6 % Inhaber-Schuldverschreibung (Schatzanweisung) des Ausgleichsfonds, Lit. A, über 100 DM, DIN A 4 hoch, kompletter Zinsscheinbogen Nr. 1-10, April, Muster, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 2. Januar 1966, # 000000

Abb. Deutscher Adler im Unterdruck.

6 % Inhaber-Schuldverschreibung (Schatzanweisung) des Ausgleichsfonds, Lit. A, über 100 DM, DIN A 4 hoch, kompletter Zinsscheinbogen Nr. 1-10, April, perforiert „Muster“, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet6 % Schuldverschreibung (Schatzanweisung) des Ausgleichsfonds, Lit. A, über 100 DM, DIN A 4 hoch, kompletter Zinsscheinbogen Nr. 1-10, April, Muster, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 2. Januar 1967, # ohne Nummer

Abb. Deutscher Adler im Unterdruck.

Schatzanweisung Bundesrepublik

7 % Schatzanweisung, Lit. B, über 500 DM, DIN A 4 hoch, kompletter Zinsscheinbogen Nr. 1-20, F-A, perforiert „Muster“, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 1. Februar 1966, # ohne Nummer

7 % Schatzanweisung, Lit. C, über 1.000 DM, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheinbogen, F-A, perforiert „Muster“, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 1. Februar 1966, # ohne Nummer

Schatzanweisung Bundesrepublik

6 ½ % Schatzanweisung, Lit. A, über 100 DM, DIN A 4 hoch, kompletter Zinsscheinbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein) + Zinsscheine Nr. 21-24, M-N, Muster, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1967, # 000000

Abb. Deutscher Adler im Unterdruck.

6 ½ % Schatzanweisung, Lit. B, über 1.000 DM, DIN A 4 hoch, kompletter Zinsscheinbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein) + Zinsscheine Nr. 21-24, M-N, Muster, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1967, # 000000

Abb. Deutscher Adler im Unterdruck.

6 ½ % Schatzanweisung, Lit. C, über 10.000 DM, DIN A 4 hoch, kompletter Zinsscheinbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein) + Zinsscheine Nr. 21-24, M-N, Muster, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1967, # 000000

Abb. Deutscher Adler im Unterdruck.

6 ½ % Schatzanweisung, Lit. D, über 100.000 DM, DIN A 4 hoch, kompletter Zinsscheinbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein) + Zinsscheine Nr. 21-24, M-N, Muster, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 2. Mai 1967, # 000000

Abb. Deutscher Adler im Unterdruck.

Bundesschuldenverwaltung

Schatzanweisung Bundesrepublik

8 ½ % Schatzanweisung, Lit. C, über 10.000 DM, DIN A 4 hoch, Zinsscheine Nr. 1-20, J/D, Muster, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 1. Dezember 1970, # 000000

Abb. Deutscher Adler oben.

Für die Bundesrepublik Deutschland Bundesschuldenverwaltung

Anleihe Bundesrepublik

Bezugsschein, Schweizerische Ausgabe, über 20 Pfund Sterling, DIN A4 hoch, ohne Zinsscheine, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 1953, # 8722

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 15.10.1944 bis 14.10.1952 einer Schuldverschreibung der ursprünglichen äußeren Anleihe des Deutschen Reiches 1924 (Dawes-Anleihe).

Bezugsschein, Schweizerische Ausgabe, über 200 Schweizer Franken, DIN A4 hoch, ohne Zinsscheine, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 1953, # 02398

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 15.10.1944 bis 14.10.1952 einer Schuldverschreibung der ursprünglichen äußeren Anleihe des Deutschen Reiches 1924 (Dawes-Anleihe).

Deutsche Äußere Anleihe 1924:

Der Dawes-Plan vom 16.08.1924 regelte die Reparationszahlungen Deutschlands nach dem 1. Weltkrieg. Diese sollten der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Weimarer Republik angepasst werden und sie nicht länger überfordern. Gleichzeitig wurde eine internationale Anleihe aufgelegt, mit der die deutsche Wirtschaft angekurbelt wurde.
Die Deutsche Äußere Anleihe 1924 hatte ein Volumen von 800 Mio. RM, aufgeteilt in verschiedene Währungstranchen. Der Kupon betrug 7 % und die ursprüngliche Laufzeit war 25 Jahre bis 1949. Nach der Machtübernahme Hitlers wurde die Zinszahlung eingestellt. Durch das Londoner Schuldenabkommen musste die Anleihe mit neuen Bedingungen wieder bedient werden. Die noch ausstehende Restlaufzeit ging entsprechend der nicht mehr bedienten Jahre 1933-49 weitere 16 Jahre von 1953-69. Der Kupon wurde allerdings gekürzt.

FÜR DIE BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
FOR THE FEDERAL REPUBLIC OF GERMANY
POUR LA REPUBLIQUE FEDERALE D´ALLEMAGNE
BUNDESSCHULDENVERWALTUNG

Internationale Anleihe Bundesrepublik

Deutsche Äußere Anleihe

Deutsche Äußere Anleihe, Holländische Ausgabe, Lit. A, über 40 £, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 203902

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 15.10.1944 bis 14.10.1952 einer Schuldverschreibung der ursprünglichen äußeren Anleihe des Deutschen Reiches 1924 (Dawes-Anleihe).
dito Britische Ausgabe, # 022457l
dito Französiche Ausgabe, # 103604l

Deutsche Äußere Anleihe, Britische Ausgabe, Lit. B, über 200 £, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 000174

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 15.10.1944 bis 14.10.1952 einer Schuldverschreibung der ursprünglichen äußeren Anleihe des Deutschen Reiches 1924 (Dawes-Anleihe).

Deutsche Äußere Anleihe, Britische Ausgabe, Lit. C, über 400 £, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 002112

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 15.10.1944 bis 14.10.1952 einer Schuldverschreibung der ursprünglichen äußeren Anleihe des Deutschen Reiches 1924 (Dawes-Anleihe).

Deutsche Äußere Anleihe, Schwedische Ausgabe, Lit. A, über 400 skr, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 003801

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 15.10.1944 bis 14.10.1952 einer Schuldverschreibung der ursprünglichen äußeren Anleihe des Deutschen Reiches 1924 (Dawes-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Deutsche Ausgabe, Lit. E, über 100 RM, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 000342

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Deutsche Ausgabe, Lit. D, über 200 RM, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 000710

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Deutsche Ausgabe, Lit. C, über 500 RM, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 000076

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Deutsche Ausgabe, Lit. B, über 1.000 RM, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 000147

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Deutsche Ausgabe, Lit. A, über 5.000 RM, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 000088

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Britische Ausgabe, Lit. A, über 100 £, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 007498

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Britische Ausgabe, Lit. B, über 500 £, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 003571

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Britische Ausgabe, Lit. C, über 1.000 £, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 000410

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Holländische Ausgabe, Lit. A, über 100 hfl, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 001639

Bezugsscheine auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Holländische Ausgabe, Lit. B, über 500 hfl, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 001241

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Belgische Ausgabe, Lit. A, über oder 500 bfrs, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 011414

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Belgische Ausgabe, Lit. B, über oder 2500 bfrs, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 000021

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Schweizerische Ausgabe, Lit. A, über 1.000 sfrs, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 007094

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Deutsche Ausgabe, Lit. D, über 200 RM, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1979, # 001184

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Deutsche Ausgabe, Lit. A, über 5.000 RM, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1979, # 001121

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Britische Ausgabe, Lit. A, über 100 £, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1979, # 020222

Bezugsscheine auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Britische Ausgabe, Lit. B, über 500 £, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1979, # 004062

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Britische Ausgabe, Lit. C, über 1.000 £, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1979, # 001885

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Holländische Ausgabe, Lit. A, über 100 hfl, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1979, # 009997

Bezugsscheine auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Holländische Ausgabe, Lit. C, über 1.000 hfl, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1979, # 017774

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Belgische Ausgabe, Lit. C, über 5.000 bfrs, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1979, # 010474

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Französische Ausgabe, Lit. A, über 1.000 ffrs, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 0229589

Bezugsscheine auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Französische Ausgabe, Lit. A, über 1.000 ffrs, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, dreisprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1979, # 0390810

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

FÜR DIE BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
FÖR FÖRBUNDSREPUBLIKEN TYSKLAND
FOR THE FEDERAL REPUBLIC OF GERMANY
POUR LA REPUBLIQUE FEDERALE D´ALLEMAGNE
BUNDESSCHULDENVERWALTUNG

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Schwedische Ausgabe, Lit. C, über 1.000 skr, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, viersprachig, 2 S., lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 011690

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Schwedische Ausgabe, Lit. B, über 5.000 skr, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, viersprachig, 2 S., lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 003021

Bezugsscheine auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der übersprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Schwedische Ausgabe, Lit. A, über 10.000 skr, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, viersprachig, lochentwertet
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1960, # 000051

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Schwedische Ausgabe, Lit. C, über 1.000 skr, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, viersprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1979, # 012124

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Internationale Anleihe des Deutschen Reichs, Schwedische Ausgabe, Lit. B, über 5.000 skr, DIN A5 quer, ohne Zinsscheine, viersprachig, lochentwertet im Siegel
Bad Homburg v.d.H., 4. Januar 1979, # 003792

Bezugsschein auf Abfindung der Zinsrückstände vom 1.12.1944 bis 30.11.1952 einer dreiprozentigen Schuldverschreibung der ursprünglichen deutschen Ausgabe der internationalen Anleihe des Deutschen Reiches 1930 (Young-Anleihe).

Young-Anleihe:

Mit der Young-Anleihe verschuldete sich das Reich mit 1,47 Mrd. RM zu 5,5 % Zinsen auf 35 Jahre bis 1965. Zwei Drittel der Summe gingen an die Reparationsgläubiger und zur Stützung der deutschen Konjunktur, ein Drittel an die Deutsche Reichspost und die Deutsche Reichsbahn. Nach der Machtübernahme Hitlers wurde die Zinszahlung eingestellt. Durch das Londoner Schuldenabkommen musste die Anleihe mit neuen Bedingungen wieder bedient werden. Die Restlaufzeit verlängerte sich bis 1980, der Kupon wurde allerdings gekürzt

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Geschichte

Entstehung zweier deutscher Staaten

Die Bundesrepublik Deutschland wurde am 23.05.1949 in den drei westlichen Besatzunszonen gegründet. An diesem Tag wurde das Grundgesetz als Provisorium für eine Verfassung in Kraft gesetzt. Bonn wurde am 03.11.1949 zur vorläufigen Hauptstadt erklärt. Die Gründung der DDR erfolgte am 07.10.1949 in der Sowjetischen Besatzungszone. Nach einer Verwaltungsreform 1952 entstanden daraus 15 Bezirke.

Konrad Adenauer
1949 wurde Adenauer zum 1. Mal als Bundeskanzler gewählt

Durch den Kalten Krieg wurden die Deutschen in Ost und West physisch immer mehr getrennt. Der Eiserne Vorhang zog sich quer durch Mitteleuropa und teilte auch Deutschland. Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 wurde der letzte freie Zugang in den Westen gesperrt.
Während in der DDR eine Planwirtschaft errichtet wurde, entschied sich die Bundesrepublik für die soziale Marktwirtschaft. Das einsetzende Wirtschaftswunder führte zu anhaltend hohen Wachstumsraten, Vollbeschäftigung und Wohlstand.

Die Bundesrepublik Deutschland

Mit der Aufhebung des alliierten Besatzungsstatuts wurde die Bundesrepublik Deutschland am 05.05.1955 souverän. Konrad Adenauer, der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik, verkündete damals: „Heute, fast zehn Jahre nach dem militärischen und politischen Zusammenbruch des Nationalsozialismus, endet für die Bundesrepublik Deutschland die Besatzungszeit.“
Die wichtigsten außenpolitischen Meilensteine dieser Ära waren die Westintegration und die Beteiligung am wirtschaftlichen Zusammenschluss in Europa.
In den 1960er-Jahren führten einige politische Affären und das Aufkommen kritischer Ideen insbesondere der Studenten zum Ruf nach einem tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel. Eine 1967 einsetzende Wirtschaftskrise, die studentische 68er-Bewegung und die Wahlerfolge der NPD verstärkten den Eindruck einer politischen Krise. Die 1966 gebildete Große Koalition aus CDU und SPD unter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) verabschiedete eine Reihe grundlegender Gesetzesänderungen (Notstandsgesetze) und versuchte, sich an die wirtschaftlich schwierigeren Zeiten anzupassen.
Mit Antritt der sozialliberalen Regierung unter Willy Brandt (SPD) 1969 wurden eine Reihe sozialer, gesellschaftlicher und außenpolitischer Reformen umgesetzt. Die „Neue Ostpolitik“, die auf Verständigung mit Osteuropa setzte, führte zu außenpolitischer Entspannung und brachte Brandt 1971 den Friedensnobelpreis ein. Diese Politik wurde aber von Konservativen teilweise scharf kritisiert. Brandt überstand im April 1972 ein konstruktives Misstrauensvotum und die SPD rettete sich in Neuwahlen.
1973 wurde die Bundesrepublik Deutschland neben der DDR (134.) der 133. Mitgliedsstaat der UNO. Dieser Beitritt wurde von der CDU⁄CSU-Fraktion im Bundestag mehrheitlich abgelehnt.
Brandts zweite Amtszeit (1972–1974) war überschattet von wirtschaftlichen Problemen, zu denen die Ölkrise 1973 sowie inflationäre Tendenzen aufgrund hoher Tarifabschlüsse geführt hatten. Die versprochenen innenpolitischen Reformen waren nicht bezahlbar. Brandt trat nach der Aufdeckung einer Spionageaffäre um seinen Mitarbeiter Günter Guillaume zurück.
Sein Nachfolger Helmut Schmidt (SPD), seit Juni 1974 im Amt, hatte mit steigender Verschuldung und Arbeitslosigkeit, mehreren Wirtschaftskrisen und dem Terror der RAF zu kämpfen. Als Kanzler und Person bei den Deutschen geschätzt, verlor er jedoch den Rückhalt seiner Fraktion.
Nach dem Auseinanderbrechen der Koalition wurde Helmut Kohl (CDU) nach einem konstruktiven Misstrauensvotum am 01.10.1982 zum Kanzler gewählt. Er regierte länger als alle seine Vorgänger und galt als Kanzler der deutschen Einheit. Diese wurde durch die Veränderungen in der Sowjetunion ermöglicht und maßgeblich von den Massendemonstrationen in der DDR sowie der dortigen Ausreisebewegung vorangetrieben. Am 09.11.1989 musste die DDR-Führung die Mauer öffnen, nachdem ein Sprecher durch ein Versehen einen Massenansturm auf die Grenzübertrittsstellen ausgelöst hatte.
Bei den ersten freien Wahlen zur Volkskammer am 18.03.1990 gewann das von der Ost-CDU geführte Parteienbündnis „Allianz für Deutschland“. (Letzter) Ministerpräsident der DDR wurde Lothar de Maizière (CDU). Nun war der Weg frei für die Deutsche Wiedervereinigung. Diese fand im Einvernehmen mit den Vertretern der Alliierten statt.

Berliner Republik

Laut dem Eingungsvertrag wurden mit dem Wirksamwerden des Beitritts der DDR zur Bundesrepublik Deutschland am 03.10.1990 die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Länder der Bundesrepublik Deutschland. Am 15.03.1991 konnte das wiedervereinigte Deutschland nach dem Ende des 2. Weltkriegs die volle staatliche Souveränität wiedererlangen.


Mauerfall
In der Nacht zwischen dem 9. und 10. November 1989 wurde die gewaltsame Trennung zwischen Ost- und West-Berlin beendet. Tausende Menschen standen auf der Mauer, viele hakten sich unter und sangen: „So ein Tag, so wunderschön wie heute ...“. An den Sektorenübergängen fielen sich fremde Menschen in die Arme und weinten. Durch ein Spalier jubelnder Westberliner fuhren die Trabis und die DDR-Bürger kamen scharenweise nach West-Berlin. Ganz West-Berlin war Schauplatz eines riesigen Straßenfestes.

Mit dem am 14.11.1990 in Warschau unterzeichneten deutsch-polnischen Grenzvertrag wurde die Oder-Neiße-Linie eine anerkannte Grenze und das Territorium östlich davon endgültig völkerrechtlich Polen zugesprochen. Im Januar 1997 folgten Deklarationen zur Aussöhnung mit der Tschechischen Republik.
Mit einer knappen Mehrheit von 338 zu 320 Stimmen beschloss der Bundestag am 20.06.1991, Bonn als Regierungssitz aufzugeben und Regierung und Parlament nach Berlin zu verlegen. Der Reichstag in der Hauptstadt Berlin wurde Sitz des Deutschen Bundestages und Symbol der „Berliner Republik“. Seit September 1999 wurde die Bundesregierung in Berlin angesiedelt.
Die Einführung des Euro kam als standardmäßige Währung im Jahr 1999. Die Ausgabe von Banknoten wurde im Jahr 2002 vollzogen.


Euro

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