CONDOMI AG

Aktie Condomi

Aktie Condomi
Unter UV-Licht gibt die Aktie noch weitere Geheimnisse preis.

Aktie über 1 Stück, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 2-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Köln, November 1999, # 0010096

Abb. Kondom und Weltkugel, tanzende Kondome.
dito aufgedruckt „Specimen“, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), ansonsten nicht entwertet, # 0000000

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
Meine Dubletten finden Sie unter der
Startseite

Unternehmensgeschichte

Anfänge

Die condomi-Story begann im September 1988. Drei Studenten, unter ihnen Oliver Gothe, später Condomi-Vorstand, wollten das erste „Condomi“-Spezialgeschäft für Kondome in Deutschland eröffnen. Mit gerade 15.000 DM Startkapital und einer weitgehend selbstgebastelten Geschäftseinrichtung startete das Unternehmen in einem kleinen Laden in der Kölner Innenstadt.
Die Geschäftsidee setzte sich in wenigen Monaten durch. Nicht nur die junge Generation, einerseits auf der Suche nach Spass, andererseits von Aids bedroht, entdeckte Condomi. Auch die Presse interessierte sich für das unkonventionelle Konzept und verschaffte den Gründern rasch bundesweite Popularität. Das zweite Geschäftsjahr war kaum zu Ende, da hatte sich aus der „Schnapsidee“ des Gründungsteams eine nationale Franchise-Kette entwickelt. 1993 wurde die Condomi Gothe & Partner GmbH gegründet.

Börsengang
Ganz in Gummi marschierte die Kölner Condomi AG
bei ihrem Börsengang auf das Parkett in Frankfurt.
„Sicher ein Höhepunkt“,
lautete damals das Schlagwort der Werbekampagne.

Ausbau

Wenig später reichte das Netz der Condomi-Partner bereits von Deutschland nach Mallorca, über Wien bis nach Athen. 1995 begannen die Experten für „Erektions-Bekleidung“, den Großhandel in den Vordergrund ihrer Vertriebsaktivitäten zu stellen.
Mit der Übernahme der ältesten deutschen Kondom-Fabrik Everts Erfurt GmbH im Jahre 1997 in der thüringischen Landeshauptstadt verfügte Condomi nicht nur über eine zukunftsfähige Infrastruktur, sondern insbesondere über unschätzbare personelle Ressourcen, nämlich Mitarbeiter mit teilweise jahrzehntelanger Erfahrung im Umgang mit dem Naturprodukt Latex. Das Unternehmen galt zwischenzeitlich als ein internationales Vorbild für Top-Qualität. Die von den Condomi-Technikern konstruierten High-Tech-Fertigungsanlagen genossen in der Fachwelt höchste Anerkennung. Ein Jahr später erfolgte die Umwandlung in die Aktiengesellschaft Condomi AG. Unter viel Jubel und Gelächter stürmte Condomi 1999 das Börsenparkett. Die Neulinge brachten Stier-Kondome mit, die Aktie wurde bejubelt.
2001 war Condomi mit einer Kapazität von 370 Mio. Kondomen pro Jahr eines der wichtigsten Produktions-, Marketing- und Vertriebsunternehmen für Kondome in Europa. Eigene Vertriebstöchter sowie strategische Vertriebskooperationen, wie etwa mit MCM Klosterfrau, sicherten dabei kontinuierlich wachsende Marktanteile weltweit. Diese Kooperation ermöglichte Condomi den Vertrieb über Apotheken, Drogeriemärkte und den Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland.

Ende

2003 geriet die Condomi AG in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt 450 Beschäftigte und Tochtergesellschaften in Österreich, Italien, Frankreich und im Vereinigten Königreich. Insgesamt war Condomi in über 50 Ländern vertreten.
2004 platzte eine Übernahme durch den Beate-Uhse-Konzern und Condomi wurde zum Sanierungsfall. 2005 gingen die Markenrechte sowie auch mehrheitlich die Produktionsstätte der Condomi AG für 2,37 Mio. Euro an ihre polnische Tochterfirma Unimil. Diese wurde Anfang 2007 vom australischen Ansell-Konzern erworben.
Gegen die Condomi AG wurde im Jahre 2007 ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Die Aktien des einstigen Börsenlieblings wurden vom Handel ausgesetzt. Der Kurs, der zu besten Zeiten bei 31,50 Euro lag, wurde bei 56 Cent eingefroren.

Zur Startseite