DBV HOLDING AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie DBV Holding

Namensaktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, ausgestellt auf „Die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main“, lochentwertet im Siegel
Wiesbaden, August 1990, # 1616579

Abb. Firmensignet, auch mehrfach im Unterdruck.
dito aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), ansonsten nicht entwertet, # 0000000

Namensaktie über 500 DM (10x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, ausgestellt auf „Die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main“, lochentwertet im Siegel
Wiesbaden, August 1990, # 7074028

Abb. Firmensignet, auch mehrfach im Unterdruck.

DBV-Winterthur Holding Aktiengesellschaft

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 8-20 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Wiesbaden, August 1997, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet, auch mehrfach im Unterdruck.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Messestand der DBV

Unternehmensgeschichte


Des Kaisers Offiziere: knapp bei Kasse
Dass Offiziere knapp bei Kasse waren, galt in Preußen und auch im Reich als ausgemacht. Das war im Grunde auch erwünscht. Denn, so der Kaiser: „Je mehr anderwärts Luxus und Wohlleben um sich greifen, um so ernster tritt an den Offiziersstand die Pflicht heran, nicht zu vergessen, dass es nicht materielle Güter sind, welche ihm die hochgeehrte Stellung im Staat und in der Gesellschaft erworben haben.“
Deshalb lebten die meisten Offiziere des Reichs in Armut oder verschuldet, vor allem die unteren Offiziers-Dienstgrade. Die Leutnants waren auf jeden Fall auf „Zulagen“ von zu Hause angewiesen.

Aufbau des Unternehmens

„Seine Majestät der Kaiser und König hatten den, bereits nach dem Kriege von 1866 Allerhöchst Selbst angeregten Bestrebungen, für die gesammte Armee und Marine eine besondere, auf den kameradschaftlichen Verband berechnete Lebensversicherungs-Anstalt auch gegen Kriegsgefahr, zu errichten, die lebhafteste Theilnahme zugewendet“.
Die Gründung der Deutschen Beamten-Versicherung erfolgte 1871 als „Lebensversicherungs-Anstalt für die Armee und Marine“ in Berlin. Zugleich übernahm Wilhelm I. eine Garantie bis zur Höhe von einer Million preußischer Taler. Das erste Geschäftsjahr begann am 01.07.1872 und endete am 31.12.1873. Damit hatte die Vorgängerin der späteren DBV ihre Arbeit in Berlin aufgenommen. Aufgabe der Versicherung war es, das Todesfallrisiko auch im Krieg abzusichern.


Eine große Versorgungslücke war zu schließen
Natürlich gab es bereits Lebensversicherungen, als die „Lebensversicherungs-Anstalt für die Armee und Marine“ gegründet wurde. Offiziere aber gelangten wegen des Kriegsrisikos kaum hinein. Die „Offizier-Militär-Witwen-Kasse“, die 1792 gegründet worden war, zahlte an Waisen überhaupt nichts, an Witwen je nach Beitragshöhe jährlich zwischen 75 und 1500 Mark. Schon allein das Eintrittsgeld für die Kasse war für viele ein unüberwindliches Hindernis.

Aber der Frieden sollte über 40 Jahre währen. Inzwischen konnte sich kaum mehr jemand in Deutschland vorstellen, dass dieser Frieden einmal zu Ende gehen würde. Es gab daher nur wenig Bereitschaft, sich über die Pflichtrate hinaus zu versichern. Schade, denn die Versicherung zahlte für alle Kriegstodesfälle im 1. Weltkrieg die versprochenen Leistungen aus und war damit verlässlicher als das Deutsche Reich.

Ausbau und Zusammenbruch

Nach dem 1. Weltkrieg gehörte zu den Auflagen der Siegermächte auch eine drastische Verkleinerung der Armee. Dem Unternehmen wurde damit die Basis entzogen und es musste sich neu orientieren. Erforderlich wurden die Erweiterung des Versichertenkreises, neue Versicherungszweige und neue Wege der Akquisition.
So wurden nun alle Militärangehörigen ohne Unterschied des Dienstgrades in die Versicherung aufgenommen. Dies schlug sich auch bald im Namen des Unternehmens nieder. Von 1921 an hieß es „Lebensversicherungs-Anstalt für die Deutsche Wehrmacht“.
Außerdem brachte die Einführung des Außendienstes Bewegung ins Geschäft. Zusätzlich entwickelten sich Nebeneinnahmen z.B. aus der Vermittlung von Unfall- und Sachversicherungen für private Versicherer.
Der Verfall des Geldwertes beschleunigte sich in dieser Zeit dramatisch, natürlich auch bei der Lebensversicherungs-Anstalt. Zum 01.10.1923 stellte das Unternehmen deshalb das Papiermark-Versicherungsgeschäft ein. Dann ging es wieder aufwärts. Man übernahm die Preußische Rentenversicherungsanstalt, die „Kaiser-Wilhelm-Spende“, fünf spezielle Beamtenversicherungen, 15 kleine Sterbekassen und schließlich die „Deutsche Beamten-Lebensversicherung AG“.
Der Versicherungskreis erweiterte sich zunächst um Angestellte und Arbeiter des öffentlichen Dienstes und dann um Angehörige freier Berufe. 1929 kam es zur Umfirmierung in „Deutsche Beamten-Versicherung öffentliche Lebens- und Renten-Versicherungsanstalt“.

Im Dritten Reich

Das Erscheinungsbild der DBV während der nationalsozialistischen Herrschaft war höchst zwiespältig. Einerseits büßte auch die DBV ihre Freiheit ein. Sie verlor ihre Selbstverwaltung und wurde gleichgeschaltet. Andererseits nahm der Bestand an Verträgen mit Wehrmachtsangehörigen zu. Vor allem wuchs die Zahl der Versicherungsverträge mit Beamten.


Der Krieg, Zahlen zwischen Wahn und Tod
Der deutsche Angriffskrieg und der millionenfache Tod mussten sich auf einen Militär- und Beamtenversicherer besonders stark auswirken. Bald überstieg die Zahl der Kriegstoten die der Neuzugänge. Die fälligen Auszahlungen stiegen von 37 Mio. RM 1939 auf 191 Mio. Im Jahr 1944. Die Sterblichkeitsverluste, auch der Zivilbevölkerung, übertrafen jedes bisher bekannte Maß.
Der totale Zusammenbruch des „Dritten Reichs“ brachte auch das Unternehmen zum Stillstand, eine Einrichtung, die längst Teil des Systems geworden war. Am Ende blieben Trümmer und Ruin, Trauer und Scham.

Der Zusammenbruch Deutschlands war auch der Zusammenbruch der DBV. Viele der Mitarbeiter waren getötet oder blieben vermisst, die Gebäude zerstört.

Neuorientierung und Öffnung

Dennoch begannen ein paar Unentwegte mit dem Aufräumen und dem Neuanfang. Ende Oktober 1945 erteilte der Magistrat der Stadt Berlin die Erlaubnis zur Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs.
561 Mitarbeiter waren 1948 wieder in der Hauptverwaltung beschäftigt. Im gleichen Jahr wurde die Satzung des Unternehmens insofern geändert, als von nun an die Mitglieder des Verwaltungsausschusses von den gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen benannt wurden. Dies brachte eine große Nähe zu allen Arbeitnehmerorganisationen. Für ein gutes Neugeschäft sorgten von jetzt an weniger die Beamten, sondern vor allem die Angestellten.


Vom Lebens zum Allroundversicherer
Das Wirtschaftswunder veränderte auch die Versicherungsbedürfnisse der Menschen. Es galt nicht mehr nur das Alter abzusichern, sondern auch materielle Dinge. 1958 wurde die „Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft der Deutschen Beamten-Versicherung“ gegründet. Der erste Schritt zum Versicherungskonzern war getan. Es folgten die Beteiligung an der Allgemeinen Hypothekenbank, Kooperationen mit Kranken- und Rechtsschutz-Versicherungsunternehmen, Beteiligungen an Investmentgesellschaften, die Gründung einer eigenen Rückversicherung sowie die Verschmelzung von eigenen und übernommenen Versicherungen.

Vom Kalten Krieg am meisten bedroht war Westberlin, Sitz der DBV. Da 95 % der Versicherten in der Bundesrepublik lebten, wurde ein zweiter Verwaltungssitz in Wiesbaden errichtet. Nach dem Fall der Berliner Mauer, fühlte sich auch die DBV gefordert und flocht ein enges Netz von Agenturen und Direktionen im Osten Deutschlands.
Die Gründung der DBV Holding AG und der Gang an die Börse beendeten 1990 die Umgestaltung des Konzerns und bereiteten den Weg für eine Neuausrichtung des Unternehmens.

Globalisierung

Im größer gewordenen Deutschland und im härteren internationalen Wettbewerb suchte die DBV nach starken Finanzpartnern für strategische Allianzen. Einen idealen Partner fand sie in der Commerzbank. Nun erweiterte sich auch die Produktpalette der DBV. Der Vertrieb bot auch Finanzprodukte der Commerzbank an, während in der Bank die Versicherungsprodukte der DBV vermittelt wurden.
Mit dem Eintritt der schweizerischen Winterthur-Gruppe in den Aktionärskreis der DBV Holding AG entstand 1997 die neue DBV-Winterthur-Gruppe.


Messestand der DBV
Messestand der DBV-Winterthur

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