DEUTSCHE GOLD- UND SILBER-SCHEIDEANSTALT VORMALS ROESSLER

Aktie Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, April 1952, # 100606

Abb. Firmensignet im Unterdruck.
Auflage: 38.000 St.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, April 1952, # 043954

Abb. Firmensignet im Unterdruck.
Auflage: 72.700 St.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, März 1956, # 083808

Abb. Firmensignet im Unterdruck.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, März 1960, # 501822

Abb. Firmensignet im Unterdruck.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, März 1961, # 201801

Abb. Firmensignet im Unterdruck.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, September 1964, # 513620

Abb. Firmensignet im Unterdruck.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, April 1969, # 009006

Abb. Firmensignet im Unterdruck.
dito gestempelt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet, # ohne Nummer

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 36-40 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, ansonsten nicht entwertet
Frankfurt am Main, Juni 1978, # 0000000

Abb. Firmensignet im Unterdruck.

Degussa-Hüls Aktiengesellschaft

Aktie Degussa-Hüls

Aktie über 10 Stück, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, Juni 1999, # 1001668

Abb. Moleküle.

Aktie über 50 Stück, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, Juni 1999, # 2006439

Abb. Moleküle.

Aktie über 250 Stück, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, Juni 1999, # 3000623

Abb. Moleküle.

Aktie über 500 Stück, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, Juni 1999, # 4002181

Abb. Moleküle.

Aktie über 2.000 Stück, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, Juni 1999, # 5000111

Abb. Moleküle.

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Unternehmensgeschichte

Anfänge als Münzscheiderei

Der Grundstein der Degussa wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelegt. 1843 richtete der Leiter der Frankfurter Münzprägeanstalt, Friedrich Ernst Roessler, auf Wunsch der Stadt im Münzgebäude eine Edelmetallscheideanstalt ein. Hier wurden dann beispielsweise Geldstücke zurück in ihre chemischen Einzelbestandteile zerlegt. Zudem ließ er unweit der Münze ein chemisch technisches Labor aufbauen. Dort wurden die Nebenprodukte der damals gebräuchlichen Schwefelsäurescheidung, Silbernitrat und Cyansalze, verarbeitet. Cyankalium wurde beispielsweise für die Galvanotechnik und in späteren Jahren wie auch heute noch in großen Mengen für die Goldlaugung benötigt.
Als Frankfurt 1866 seine politische Selbständigkeit infolge des preußisch-österreichischen Kriegs verlor, wurde Friedrich Ernst Roessler preußischer Beamter. Die Münzprägeanstalt war nun eine königlich-preußische Behörde und dem Finanzminister in Berlin unterstellt. Gleichzeitig musste er sich aus dem privatwirtschaftlichen Scheidegeschäft zurückziehen. Den Scheidereibetrieb übernahmen seine beiden ältesten Söhne Hector und Heinrich, beide studierte Chemiker. Sie verlegten die Scheideanstalt in das chemisch technische Labor und gründeten 1868 die Firma Friedrich Roessler Söhne.

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Erst Gulden, dann Reichsmark

Die Reichsgründung 1871 sorgte dann für den nächsten Schritt zur heutigen Degussa. Durch die Umstellung auf die einheitliche Gold-Reichsmark wurden alle Gulden und Taler der deutschen Kleinstaaten ungültig. Für die neu zu prägenden, auf Mark und Pfennige lautenden Münzen musste zunächst das Edelmetall aus dem außer Kurs gesetzten Geld zurückgewonnen werden. Für die zu erwartenden großen Scheideaufträge, war die Firma Friedrich Roessler Söhne zwar technisch gerüstet, doch mangelte es ihr an Kapital, da das Deutsche Reich bedeutende Garantien verlangte. Mit einem Kapital von 1,2 Mio. Goldmark gründeten die Brüder Roessler daher die Aktiengesellschaft „Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt vormals Roessler“. Zu den Gründern gehörten mehrere Banken.
Die umständliche Firmenbezeichnung führte dazu, dass das neue Unternehmen über Jahrzehnte nur als „Scheideanstalt“ bezeichnet wurde. In den 1930er Jahren bediente man sich zunehmend der Kurzbezeichnung Degussa, was auf die Telegrafenadresse zurückzuführen war. Erst 1980 wurde Degussa mit dem Zusatz Aktiengesellschaft als neuer Firmenname ins Handelsregister eingetragen. Das Edelmetallscheidegeschäft wurde schließlich im August 2000 im Zuge der Fokussierung auf die Spezialchemie an die Norddeutsche Affinerie abgegeben.

Weltruhm dank neuer Technik

Neben der Gold- und Silberscheideanstalt hatte Degussa aber noch eine zweite wichtige Wurzel, die 1847 in Berlin gegründete Chemische Fabrik Th. Goldschmidt. Sie entwickelte 1889 das erste industriell verwertbare und zugleich rentable Verfahren zur Wiedergewinnung von Zinn aus Weißblech. Die Weißblechentzinnung entwickelte sich zu einem großen Erfolg. Ein verbessertes elektrolytisches Verfahren 1895, die Einführung der Chlorentzinnung 1906 sowie eine alkalische Methode 1911 markierten jeweils den neuesten Stand der Technik und verhalfen Goldschmidt vor dem Ersten Weltkrieg zur unangefochtenen Spitzenposition auf dem Weltmarkt. Um die Marktposition bei Zinn weiter auszubauen, gründete Goldschmidt 1899 in Essen eine eigene Zinnhütte, die dank besserer Technologie bald zur zweitgrößten Zinnhütte in Europa wurde. Während die Zinnhütte sich allerdings von den Folgen des 1. Weltkriegs nicht mehr erholen konnte und 1929 stillgelegt wurde, begann zu dieser Zeit erst der eigentliche Aufstieg eines Verfahrens zur lückenlosen Verschweißung von Straßen- und Eisenbahnschienen, für das Hans Goldschmidt bereits 1895 ein Patent erhalten hatte. Das auf aluminothermischen Prozessen beruhende so genannte Thermit-Verfahren brachte dem Erfinder schließlich Weltruhm ein.

Das dunkle Kapitel

Wie die gesamte chemische Industrie, profitierten Goldschmidt und Degussa in den 1930er Jahren von den Aufrüstungsmaßnahmen der nationalsozialistischen Machthaber. Zahlreiche Produktionen wurden ausgeweitet, was nur durch den Einsatz von Zwangsarbeitern möglich war. Beispielsweise galt die Leimfilmfertigung als kriegswichtig für den Flugzeugbau. Darüber hinaus wurden im Rahmen von Arisierungen Unternehmen übernommen. Zum Kriegsende im Mai 1945 kam die Produktion in nahezu allen Werken vorübergehend zum Stillstand.

Der Aufschwung

Vom bald einsetzenden Wiederaufbau profitierte Degussa mit seiner breiten Produktpalette. Darüber hinaus schaffte die Währungsreform im Juni 1948 gute Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Neubeginn. 1953 gründete das Unternehmen dann die erste Auslandsproduktion nach dem 2. Weltkrieg in Brasilien. Weitere folgten. Hinzu kamen zahlreiche Vertriebsgesellschaften rund um den Globus. Auch Akquisitionen standen immer mal wieder auf dem Programm. Bei den Übernahmen spielte vor allem die Fusion von Veba und Viag zur E.ON AG im Jahr 2000 eine große Rolle. Beispielsweise fusionierte Degussa 1999 mit dem Spezialchemieunternehmen Hüls, einer Tochter von Veba. Im Zuge der Verschmelzung von Veba und Viag wurden dann die Degussa-Hüls und die VIAG-Tochter SKW Trostberg im Jahr 2001 auf die neue Degussa AG übertragen. Kurz zuvor, im Jahr 2000, wurde die Goldschmidt AG in die Firma SKW eingegliedert.

Kerngeschäft Spezialchemie

Nach diesen turbulenten Zeiten war Degussa später im Bereich Spezialchemie gut positioniert. Seit Februar 2001 wurden dazu im Rahmen eines Desinvestitionsprogramms Aktivitäten mit einem Umsatzvolumen von mehr als 6 Mrd. Euro abgegeben. Das entsprach etwa einem Drittel des damaligen Gesamtumsatzes. Trotzdem war das Sortiment noch immer groß. Die Produkte von Degussa fanden sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Im Büro wurde beispielsweise auf Papier geschrieben, das mit Degussa-Produkten chlorfrei gebleicht wurde. Andere waren in zahlreichen Kunststoffen, die für alle erdenklichen Anwendungen eingesetzt wurden. Spezialpolymere fanden sich in Ski- oder Skateboardausrüstungen und auch für die Arzneiherstellung waren manchmal Moleküle von Degussa nötig.


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