ESCADA AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Escada

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
München, April 1986, # 001583

Abb. oben der Name Escada in großen, geprägten Buchstaben.

Aktie über 500 DM (10x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
München, April 1986, # 002443

Abb. oben der Name Escada in großen, geprägten Buchstaben.

Aktie über 2.500 DM (50x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
München, April 1986, # 000640

Abb. oben der Name Escada in großen, geprägten Buchstaben.

Aktie über 2.500 DM (50x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
München, Januar 1987, # 003547

Abb. oben der Name Escada in großen, geprägten Buchstaben.

Vorzugsaktie Escada

Vorzugsaktie über 50 DM, DIN A 4 hoch, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
München, April 1986, # 004108

Abb. oben der Name Escada in großen, geprägten Buchstaben.

Vorzugsaktie über 500 DM (10x50), DIN A 4 hoch, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
München, April 1986, # 001843

Abb. oben der Name Escada in großen, geprägten Buchstaben.
dito perforiert „Muster“, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet

Vorzugsaktie über 2.500 DM (50x50), DIN A 4 hoch, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
München, April 1986, # 002443

Abb. oben der Name Escada in großen, geprägten Buchstaben.

Vorzugsaktie über 500 DM (10x50), DIN A 4 hoch, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
München, Januar 1987, # 004073

Abb. oben der Name Escada in großen, geprägten Buchstaben.

Vorzugsaktie über 2.500 DM (50x50), DIN A 4 hoch, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
München, Januar 1987, # 003498

Abb. oben der Name Escada in großen, geprägten Buchstaben.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Anfangsjahre

Margaretha, die schöne Schwedin, war das Topmodel des Hauses Jacques Fath. Sie führte dort die Mode aber nicht nur vor, sie dachte auch darüber nach. Wolfgang Ley war ein dynamischer, junger Unternehmer, ehrgeizig und improvisationsfreudig. Als sich damals die beiden trafen, entstand eine große Liebe und es fand sich ein unwiderstehliches Team.
Deshalb wurde Escada 1976 von Margaretha Ley, der gelernten Schneiderin, und ihrem Ehemann seit 1974, Wolfgang Ley, in München gegründet. Der Markenname Escada ging auf den Namen eines irischen Rennpferds zurück. Offiziell firmierte das Unternehmen zunächst als „S.R.B. Verwaltungsgesellschaft mbH“. Ende 1976 wurde die Firma in „S.R.B. GmbH Escada - Sportliche Eleganz“ umbenannt. Die erste vollständige Modekollektion von Escada für Damen wurde 1978 präsentiert. Die Arbeitsteilung in dem Unternehmen war klar. Margaretha Ley übernahm als Modeschöpferin den kreativen Part. Wolfgang Ley kümmerte sich um den „Rest“, um Finanzen, Verkauf, Marketing und Produktion.
Grundstein für eine neue Geschäftsidee war die „Demokratisierung“ von Haute Couture, die bis dato nur einer Elite vorbehalten gewesen war. Escada bot hochwertige Stoffe, perfekte Passformen und beste Handwerkskunst zu erschwinglichen Preisen, elegante, erfinderische Designs und besonderen Tragekomfort sowie ein durchdachtes System mit individuellen, farblich perfekt aufeinander abgestimmten Bestandteilen, für unzählige Kombinationsmöglichkeiten in verschiedenen Jahreszeiten. Mit farbenfrohen Entwürfen machte man sich in den schillernden 1980er Jahren besonders im Bereich gehobene Abend- und Businessmode für Damen rasch einen Namen. Besonders Goldknöpfe und grelle Farbkombinationen wurden zum Synonym für Escada-Mode.

Expansion

1982 wurde der US-amerikanische Markt mit eigenen Escada-Filialen erschlossen. 1984 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 1986 ging die Escada AG mit einem Aktienkurs von 560 DM an die Börse. Den Börsengang bezeichnete Wolfgang Ley später aufgrund der daraus folgenden massiven Expansion, mit der sich das Unternehmen letztendlich übernahm, als den größten Fehler seines Lebens. Allerdings verbuchte Escada in den Folgejahren rasante Zuwächse. 1990 brachte die unternehmenseigene Escada Beauté Gruppe das erste Escada-Parfüm namens Escada auf den Markt. Ein Herrenduft, Escada Homme, folgte 1993. Das internationale Boutiquen-Netz war bis Anfang der 1990er Jahre umfangreich ausgeweitet worden und umfasste unter anderem Ladengeschäfte in den wichtigsten europäischen Metropolen, in New York und in Japan. Betuchte Kundinnen konnten sich mittlerweile ein komplettes Escada-Outfit zusammenstellen.

Parfüm

Krisenzeiten

Mit dem Tod von Margaretha Ley 1992 endete eine Ära und es begannen mancherlei Turbulenzen. Von den Banken dazu gedrängt, übernahm Ley andere Mode-Unternehmen wie Kemper, Schneberger, Blusen-Neumann oder auch die kalifornische Edel-Modemarke St.John. Durch Missmanagement der Konzernzentrale wurden diese einst blühenden Unternehmen schnell zu Sanierungsfällen. Die Escada-Aktie hatte in ihren besten Zeiten bei 1264 DM je Stück notiert. In dieser Zeit gab es weltweit an die 200 Escada-Geschäfte. Ab 1992 geriet Escada, allerdings in eine schwere Krise und vermeldete für das Geschäftsjahr 1992 Verluste in Höhe von 120 Mio. DM. Das Unternehmen war unter Wolfgang Leys Führung zu rasant gewachsen, besonders die luxuriösen Escada-Boutiquen in den internationalen Großstädten belasteten die Bilanzen. 1993 kamen in der Presse gar Insolvenz-Gerüchte auf. Die Laurèl-Geschäfte wurden geschlossen, die Marke Crisca wurde aufgelöst.
Das ohnehin bereits umfangreiche Escada-Sortiment war inzwischen um Accessoires, Handtaschen, Schuhe und Schmuck erweitert worden. Ab Anfang der 1990er bis Anfang der 2000er Jahre wurde mit den verschiedenen Escada-Modelinien des Konzerns das Konzept des „House of Escada“ verfolgt. Ab 1996 wurde die Laurèl-Mode bei den Mailänder Modewochen gezeigt. Als Chefdesigner wurde 1994 der US-Amerikaner Brian Rennie eingesetzt. Unter Rennie wurde die sportliche und etwas preisgünstigere Zweitlinie Escada Sport etabliert. Mitte der 1990er Jahre schien die Krise überwunden.

Escada ohne die Gründer

Man überzeugte den Mitbegründer Wolfgang Ley schließlich, dem Unternehmen nur noch als Berater zur Verfügung zu stehen und drängte ihn aus dem operativen Geschäft. Ley trat am 31.01.2006 als Vorstandsvorsitzender zurück und übergab das Amt an seinen Nachfolger Frank Rheinboldt, der als eine der ersten Maßnahmen die Dividende strich, aber auch bald das Unternehmen unter anderem aufgrund eines Konflikts mit einem neuen Hauptaktionär verlassen musste. Nun wechselten die Vorstände in relativ schneller Folge.

Krise und Insolvenzverfahren 2009

Am 17.03.2009 gab man bekannt, dass das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von 70,3 Mio. Euro angehäuft habe. Es bestünde ein Finanzierungsbedarf von damals 30 Mio. Euro, der durch eine Kapitalerhöhung aufgebracht werden sollte. Im Juli 2009 wurde der Verlust mit 91,7 Mill. Euro beziffert.
Im Mai 2009 verkaufte Escada die Tochtergesellschaft Primera an die Münchener Beteiligungsgesellschaft Mutares AG. Allerdings stimmte im Oktober 2009 der Insolvenzverwalter von Escada diesem Verkauf nicht zu und löste den Kaufvertrag auf. Daraufhin übernahm die Münchner Beteiligungsgesellschaft Endurance Capital, die „einen besseren Preis und ein besseres Konzept“ geboten hatte, das Unternehmen Primera mit den Marken Apriori, Cavita und Laurèl. Auch andere Teile des Unternehmens wurden verkauft. Diese zwangsweisen Verkäufe erreichten allerdings nicht die erhofften Erlöse.
Am 11.08.2009 gab Escada bekannt, dass das Unternehmen noch in derselben Woche Insolvenz anmelden werde, es waren nicht genügend Gläubiger der 200 Mio. Euro hohen Unternehmensanleihe bereit, auf 60 % ihrer Einlagen zu verzichten. Am 02.11.2009 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.

Neuausrichtung ab 2010

Unter der neuen Leitung wurden unter anderem die Preise bestehender Produkte um 20% gesenkt, die Inneneinrichtung der Escada-Geschäfte modernisiert sowie eine Herren- und eine Kosmetik-Linie in Aussicht gestellt. Der Jahresumsatz von Escada betrug 2011 ca. 300 Millionen Euro, die Gewinnschwelle wurde nur knapp verfehlt, für 2012 wurde ein positives Betriebsergebnis erwartet. Seit der Übernahme durch Megha Mittal veröffentlichte das Unternehmen keine Zahlen mehr. In der Presse wurde für 2012 ein Nettoverlust von fast 30 Millionen Euro thematisiert. Der deutsche Markt trug 2014 ca. 10% zum Gesamtumsatz bei.


Escada Outlet
Escada Outlet-Geschäft in Hongkong, 2012

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