FARBWERKE HOECHST AKTIENGESELLSCHAFT vormals Meister Lucius & Brüning

Aktie Farbwerke Hoechst

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig und entwertet durch Perforation
Frankfurt am Main, Juli 1955, # 1009416

Abb. Firmensignet links.
dito Teilblankette, ohne Kontrollunterschrift, druckentwertet rückseitig und entwertet durch Perforation, # 1100641

Aktie über 200 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig und entwertet durch Perforation
Frankfurt am Main, Juli 1955, # 2028219

Abb. Firmensignet links.
Auflage: 210.000 St.

Aktie über 500 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig und entwertet durch Perforation
Frankfurt am Main, Juli 1955, # 3100790

Abb. Firmensignet links.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig und entwertet durch Perforation
Frankfurt am Main, Juli 1955, # 4116025

Abb. Firmensignet links.

Musteraktie Farbwerke Hoechst

Aktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
ohne Ort, ohne Datum, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet links.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, perforiert „Muster“, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Frankfurt (Main), Januar 1966, # 0000000

Abb. Firmensignet links.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Frankfurt (Main), Januar 1968, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet links.

Aktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 quer, Kupons Nr. 23-40 (inkl. Erneuerungsschein), Blankette, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Frankfurt (Main), Januar 1968, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet links.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 25-40 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Frankfurt (Main), Oktober 1968, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet links.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, Kuponrest Nr. 60 (inkl. Erneuerungsschein), stempelentwertet rückseitig
Frankfurt (Main), Juni 1973, # 20644022

Abb. Firmensignet links.

Hoechst Aktiengesellschaft

Aktie Hoechst AG

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, perforiert „entwertet“ und stempelentwertet rückseitig
Frankfurt (Main), Mai 1975, # 26714983

Abb. Firmensignet „Hoechst“.

Entwurf Hoechst
Entwurf Kupons Hoechst

Anleihe oder Schuldverschreibung, DIN A 4 hoch, kompletter Zinsscheinbogen anhängend, Rohentwurf, aufgedruckt „ungültig“ rückseitig, Abheftlochung links
ohne Ort, ohne Datum (1970er Jahre), ohne Nummer

Abb. Firmensignet oben.

Hier befinden wir uns noch in der Entwurfsphase einer späteren Anleihe oder Schuldverschreibung. Der Entwuf ist als hochwertiger Guillochendruck ausgeführt, das Trockensiegel fehlt noch, ebenso ist außer dem Firmennamen noch nichts eingedruckt. Weder Nennwert, noch Datum (nach 1974, da schon der neue kurze Firmenname verwendet wird) oder Ausgabeort. Die Coupons sind ungewöhnlicherweise nicht nummeriert sondern mit Buchstaben versehen und sonst ebenfalls noch unvollständig ausgeführt. Einen Erneuerungsschein gibt es nicht, da in der Regel eine feste Laufzeit vorgesehen war.

Aktie Hoechst AG

Aktie über 5 DM, DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 61-80 (inkl. Erneuerungsschein), aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Frankfurt am Main, Mai/May 1996, # 00000000

Abb. Robert Koch, Paul Ehrlich und Emil von Behring im Großformat.
dito aufgedruckt „die sieben wichtigsten Echtheitsmerkmale der neuen Hoechst 5 DM-Aktie“ rückseitig, ohne Kupons

Aktie über 250 DM (50x5), DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, Mai⁄May 1996, # 10049272

Abb. Robert Koch, Paul Ehrlich und Emil von Behring im Großformat.
dito aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 61-80 (inkl. Erneuerungsschein), ansonsten nicht entwertet, 00000000

Aktie über 500 DM (100x5), DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 61-80 (inkl. Erneuerungsschein), aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Frankfurt am Main, Mai/May 1996, # 00000000

Abb. Robert Koch, Paul Ehrlich und Emil von Behring im Großformat.

Aktie über 2.500 DM (500x5), DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 61-80 (inkl. Erneuerungsschein), aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Frankfurt am Main, Mai/May 1996, # 00000000

Abb. Robert Koch, Paul Ehrlich und Emil von Behring im Großformat.

Aktie über 5.000 DM (1.000x5), DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 61-80 (inkl. Erneuerungsschein), aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Frankfurt am Main, Mai/May 1996, # 00000000

Abb. Robert Koch, Paul Ehrlich und Emil von Behring im Großformat.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Entstehung

Mit der Erfindung der Teerfarben erfolgte in Deutschland die Gründung der großen chemischen Fabriken. Bereits 1877 erreichte der deutsche Anteil die Hälfte der Welterzeugung an Farbstoffen.
Das Stammwerk Hoechst wurde 1863 unter der Firmierung Meister Lucius & Co. als Personengesellschaft gegründet. Auf einem Wiesengelände westlich der Stadtmauern von Höchst entstanden die ersten Gebäude für die Produktion. Vier Jahre später kam es zur Namensänderung in Meister Lucius & Brüning. Per 01.01.1880 schließlich wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft, in „Farbwerke vormals Meister Lucius & Brüning, Hoechst a.M.“ geändert. Damit waren die Voraussetzungen zur stärkeren Eigenkapitalfinanzierung von außen geschaffen.


Hoechst um 1888
Hoechst um 1888

Erst am 13.05.1888 erfolgte die erste Notierung der Hoechst-Aktie an der Frankfurter Börse. Mit ihr verbunden war das öffentliche Angebot zur Zeichnung von 1.000 Aktien aus dem Besitz der Gründer. Es handelte sich also nicht um eine Kapitalerhöhung.

Konzentration

Bereits 1904 schlossen sich die Firmen Bayer, Badische Anilin und die Berliner AG für Anilinfabrikation (Agfa) zu einer Interessengemeinschaft (Dreierbund) zusammen. Auch die Farbwerke Hoechst und die Firma Leopold Casella in Frankfurt hatten sich unter gegenteiliger Kapitalverflechtung zusammengeschlossen, 1906 trat die Firma Kalle bei.
Mit dem Ausbruch des 1. Weltkriegs mussten die deutschen Farbenfabriken ihre Produktion umstellen und Sprengstoff herstellen. Man erkannte, dass der hohe Weltmarktanteil an der Farbproduktion nach Beendigung des Krieges verloren war. So kam es zum Zusammenschluss. Die 1904 gebildeten Gruppen vereinigten sich und traten unter Aufnahme weiterer Firmen am 18.08.1916 zu einer auf die Dauer von 50 Jahren abgeschlossenen Interessengemeinschaft zusammen. Nach außen blieb die Selbständigkeit der Unternehmen gewahrt.

Gründung der IG Farbenindustrie

Nach dem Krieg waren die deutschen Filialbetriebe im Ausland verloren, die Farbenproduktion weitgehend in ausländischer Hand. Die wirtschaftliche Not der Nachkriegszeit und die folgende Inflation bewirkten, dass sich die Firmen noch enger zusammenschlossen, was letztendlich zur Gründung der I.G. Farbenindustrie AG führte.
Am 09.12.1925 verloren die Farbwerke Hoechst ihre Selbständigkeit. Die Badische Anilin- und Sodafabrik übernahm ihr Vermögen neben dem weiterer Farbenfabriken. Gleichzeitig verlegte die BASF ihren Sitz nach Frankfurt und änderte ihren Namen in I.G. Farbenindustrie AG. Die Namen der fusionierten Firmen blieben durch Eintragung als Zweigniederlassung erhalten und die Unternehmen behielten weitgehend ihre Kompetenzen. Zentralisiert wurden in erster Linie Abteilungen wie Finanzen, Zentraleinkauf, Buchhaltung etc.
Die Gesellschaft entwickelte sich zum größten Unternehmen Deutschlands und zu einem der führenden Chemie-Unternehmen der Welt. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs 1939 verlor die I.G. Farben wieder wesentliche Teile ihres Absatzgebietes und ihre Produktionsstätten im Ausland. Nach dem Krieg wurde das gesamte Vermögen von den Siegermächten beschlagnahmt und unter alliierte Verwaltung gestellt. Über 50 % des Anlagevermögens befand sich in Ostdeutschland.


Insulin, Hoffnung für Millionen Zuckerkranke
Insulin, Hoffnung für Millionen Zuckerkranke

Die Entflechtung nach 1945

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die I.G. Farbenindustrie AG entflochten. Zum 01.01.1952 wurde der überwiegende Teil des in der Bundesrepublik liegenden Vermögens aufgeteilt in die fünf Nachfolgegesellschaften:
- Farbenfabriken Bayer AG, Leverkusen
- Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG, Ludwigshafen
- Farbwerke Hoechst AG, vorm. Meister, Lucius und Brüning, Höchst
- Cassella Farbwerke Mainkur AG, Frankfurt
- Chemische Werke Hüls GmbH, Marl
Längst waren „Life Science“-Produkte wie Pharmazeutika und Düngemittel zur Produktpalette der „Farbwerke“ hinzugekommen. Das weltberühmte Logo der neuen Hoechst AG zeigte Turm und Brücke des von Peter Behrens entworfenen Technischen Verwaltungsgebäudes. Zum hundertjährigen Jubiläum beschloss der Vorstand der Hoechst AG unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Karl Winnacker 1963 den Bau der Jahrhunderthalle. Auch ein Schwimmbad, das so genannte Silobad wurde gebaut.

Weitere Entwicklung

1962 beschäftigten die Farbwerke Hoechst AG 54.000 Mitarbeiter und erwirtschafteten einen Jahresumsatz von 3,5 Mrd. DM. Das Unternehmen hatte zu dem Zeitpunkt bereits international viel Erfolg und expandierte auf den Weltmärkten. Die neue Farbenwerke Hoechst AG vormals Meister Lucius & Brüning wurde 1974 umbenannt in Höchst AG.

1990 waren rund 170.000 Menschen in 120 Ländern für Hoechst tätig. 1998 kam es zur Fusion mit Rhone-Poulenc und zur Umfirmierung in Aventis. Das fusionierte Unternehmen hatte seinen Sitz in Straßburg und war an der Pariser Börse notiert. Der damalige Vorstandsvorsitzende von Hoechst, Jürgen Dormann, hatte diese Konstruktion befürwortet, da er in der Fusion die einzige europäische Perspektive für Hoechst sah. Die Hoechst AG blieb als Zwischen-Holding erhalten und bündelte alle deutschen Tochtergesellschaften von Aventis. Die Aktie blieb weiterhin in Frankfurt notiert, wurde jedoch nur noch wenig gehandelt, da weniger als 4 % außenstehende Aktionäre verblieben waren. Die Marke Hoechst, die traditionell an vielen Apotheken zu sehen war, wurde nach und nach zugunsten des neuen Aventis-Firmenzeichens aufgegeben.

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