Henninger-Bräu Kommanditgesellschaft auf Aktien

Aktie Henninger-Bräu

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 5-10 (inkl. Erneuerungsschein), Blankette, ohne Kontrollunterschrift, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, November 1961, # ohne Nummer

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 5-10 (inkl. Erneuerungsschein), Blankette, ohne Kontrollunterschrift, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, November 1961, # ohne Nummer

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Frankfurt am Main, April 1969, # 024176

Auflage: 2.000 St.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 16-30 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Frankfurt am Main, April 1969, # ohne Nummer

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 18-30 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Frankfurt am Main, April 1970, # ohne Nummer

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 26-30 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Frankfurt am Main, Oktober 1975, # ohne Nummer

HENNINGER-BRÄU AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Henninger-Bräu

Aktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), aufgedruckt „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Frankfurt am Main, Februar 1987, # 000000

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Ursprünge

In Frankfurt am Main eröffnete Eberhard Stein 1655 sein Brauhaus. Er gilt damit auch als Gründer der Marke Henninger, obgleich der Name erst nach 200 weiteren Jahren in Henninger-Bräu umbenannt wurde. Die Frankfurter Braubranche wurde zu dieser Zeit von über 30 meist kleinen Gasthofbrauereien bestimmt. Aus dem stadtbekannten Brauhaus ging zwei Jahrhunderte später die Henninger-Bräu hervor.

Gründung

1864 begann Johannes Stein, letzter männlicher Nachkomme des Frankfurter Brauereigeschlechts, mit den Planungen zum Bau einer Brauerei auf dem Sachsenhäuser Berg. Zwei Jahre später trat Heinrich Christian Henninger in die Brauerei Stein ein. Nach dem Tod von Johannes Stein übernahm Heinrich Christian Henninger 1873 die Brauerei zusammen mit dessen Söhnen Zacharias und Johannes Stein. Sie firmierte unter dem Namen „Heinrich Henninger & Söhne, Brauerei Stein“. 1875 wurde eine neue Braustätte in Sachsenhausen fertiggestellt und eingeweiht. Nach nur zwei Jahren Bauzeit wurde der erste Sud angesetzt. Schon 1881 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die neue AG firmierte als „Frankfurter Bierbrauer-Gesellschaft - vormals Henninger und Söhne“. Das Grundkapital betrug 3,5 Mio. Mark. Wegen einer Kapitalzusammenlegung wurden 1888 neue Aktienurkunden ausgegeben.

Fusionen und Übernahmen

1920 kam es nach einer Fusion zur Umfirmierung in „Brauerei Henninger-Kempff-Stern AG“ und 1935 in „Henninger-Bräu AG“. Übernommen wurden die Cerveceria Biekkert S.A. in Buenos Aires (1958), die Cerveceria Schneider S.A. im argentinischen Santa Fé (1959), die Brauhaus Nürnberg J.G. Reif AG (1960), die Kreuznacher Brauhaus Ph. Nicolay KG (1961), die Union-Brauerei in Groß-Gerau und die Engelbräu Heidelberg (1966), die Aktienbrauerei-Bürgerbräu AG in Ludwigshafen (1968), die Eichbaum-Werger-Brauereien AG in Worms (1970) und die Germania-Brauerei AG in Wiesbaden (1972 von Binding).

Henninger-Turm
Der Henninger-Turm
war ein Wahrzeichen von Frankfurt am Main

Neuere Zeit

1951 wurden viele Investitionen nötig, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben. Im selben Jahr führte die Henninger-Bräu AG auf Nachfrage der in Frankfurt am Main stationierten amerikanischen Soldaten als erste Brauerei Deutschlands die Bierdose ein. Auch wurde mit dem Henninger Kaiser Pilsner die spätere Leitmarke der Brauerei auf den Markt gebracht. Als erstmals diese Sorte auf den Markt kam, schnellte der Bierumsatz in die Höhe. 1953 begann der Export, zunächst in die Schweiz, später nach Griechenland und Spanien und bald schon von Frankfurt aus in alle Welt. 1956 wurde die Firma umgewandelt in eine „Kommanditgesellschaft auf Aktien“.
1958 verhängte die Stadt Frankfurt ein Verbot, die Innenstadt mit Pferdefuhrwerken zu befahren. Bis dahin hatten die Brauereien ihre Gaststätten mit Gespannzügen beliefert, die sie nun nach und nach durch LKW ersetzten. Lediglich zu Repräsentationszwecken betrieb Henninger noch bis 2000 ein Sechsergespann. Es kam bei bis zu 80 Veranstaltungen jährlich zum Einsatz, zum Beispiel bei den Fastnachtsumzügen.
1961 wurde bei einer Erweiterung der eigenen Mälzerei ein Malzsilo errichtet, das mit einem Drehrestaurant an seiner Spitze knapp 120 m hoch und viele Jahre das höchste Gebäude der Stadt war. Als Henninger-Turm wurde das Gebäude zunächst zum Symbol für das aufstrebende Unternehmen und bald zu einem Wahrzeichen der Stadt. Um die Akzeptanz des in der Öffentlichkeit zunächst umstrittenen Bauwerks zu fördern, fand 1962 zum ersten Mal das Radrennen „Rund um den Henninger-Turm“ statt, das über viele Jahrzehnte eines der bedeutendsten Radrennen mit internationaler Besetzung in Deutschland war. Damit wurde auch klar, welchen Sport diese Brauerei sponserte.

Turpulente Zeiten

1980 übernahm Reemtsma die Mehrheit an der Henninger-Brauerei, 1987 die Unternehmensgruppe Gebrüder März aus Rosenheim. Aufgrund des zurückgehenden Bierkonsums in Deutschland, aber auch aufgrund unternehmerischer Fehlentscheidungen geriet die Henninger-Gruppe zunehmend in Schwierigkeiten. Das beliebte Kaiser-Pilsener wurde 1984 durch das Bier Christian-Henninger ersetzt, mit dem Ziel einen überregionalen Geschmack zu treffen. Gleichzeitig wurden neue Flaschen und Bierkästen eingeführt. Die neuen Kästen hatten 16 statt vorher 20 Flaschen, wurden aber zum gleichen Preis verkauft. Dies hatte zur Folge, dass der Bierkonsum bei Stammkunden einbrach. Erst nach Jahren wurde der Schritt wieder rückgängig gemacht und die Brauerei konnte kurzfristig zu alter Stärke zurückfinden.
1995 führte Henninger als erste Brauerei in Deutschland mit dem „Henninger Radler“ national ein Biermischgetränk ein. Die sehr erfolgreiche 0,5 l-Dose hatte die Besonderheit, dass es das erste in Deutschland vertriebene Produkt war, das mit zwei Markennamen auf einer Verpackung angeboten wurde, „Henninger Radler“ auf der einen und „Henninger Alsterwasser“ auf der anderen Seite. Zum 33. Radrennen „Rund um den Henninger-Turm“ brachte Henninger dieses erste fertig gemischte Biermixgetränk auf den Markt.
Im gleichen Jahr wurde auch die Bierspezialität „Highlander“ eingeführt, ein weiteres neues Produkt, das in den 1990er Jahren zeitweise stark beworben wurde, ein nach Angaben der Brauerei aus Whiskymalz hergestelltes helles Rauchbier.

Das Ende

Nachdem sich der Geschäftsührer Generalkonsul Schubert aus dem Brauereiwesen verabschiedet hatte, wechselte die Henninger-Bräu AG mehrfach den Besitzer. Bei der Verschmelzung zwischen der Henninger Brauerei und der Eichbaum Brauerei AG blieben die jeweiligen Standorte im Jahr 2000 bestehen. Jedoch bereits 2001 wurden sowohl die Vertriebs- als auch Markenrechte der Henninger Brauerei verkauft. Sie gingen an die Binding Brauerei AG. In Deutschland hielt die Radeberger-Gruppe die Rechte an der Marke. Für ausländische Märkte wurde sie teilweise an andere Getränkekonzerne lizenziert.
Das ehemalige Henninger-Gelände wurde durch den Eigentümer Actris mit Büros und Wohnungen u.a. bebaut. Der Henninger-Turm wurde im Sommer 2013 abgerissen. An seiner Stelle entstand ein Wohnturm, der dem alten Turm ähnelt.


Bierdose Henninger
Henninger füllte als erste deutsche Brauerei Bier in Dosen ab

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