HOCHTIEF Aktiengesellschaft für Hoch- und Tiefbauten vorm. Gebr. Helfmann

Aktie Hochtief

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Essen, Februar 1951, # 06504

Abb. Firmensignet rechts und links.
dito lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig, # 00213

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Essen, Februar 1951, # 10013

Abb. Firmensignet rechts und links.
Auflage: 7.000 St.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Essen, Juli 1961, # 30899

Abb. Firmensignet rechts und links.
Auflage: 7.000 St.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Essen, Juli 1969, # 00441

Abb. Firmensignet rechts und links.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Essen, August 1973, # 020881

Abb. Firmensignet rechts und links.

Aktie über 100.000 DM (2.000x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Essen, August 1973, # 282001 bis 284000

Abb. Firmensignet rechts und links.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Essen, August 1977, # 395688

Abb. Firmensignet rechts und links.

Aktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 quer, Kupons Nr. 32-40 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Essen, August 1977, # 000000 bis 000000

Abb. Firmensignet rechts und links.

Aktie über 100.000 DM (2.000x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Essen, August 1977, # 470001 bis 472000

Abb. Firmensignet rechts und links.

HOCHTIEF Aktiengesellschaft vorm. Gebr. Helfmann

Aktie Hochtief

Aktie über 100.000 DM (2.000x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Essen, August 1981, # 0942001 bis 0944000

Abb. Firmensignet rechts und links.

Aktie über 100.000 DM (2.000x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Essen, Juli 1982, # 2088001 bis 2090000

Abb. Firmensignet rechts und links.

Aktie über 100.000 DM (2.000x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Essen, Juli 1984, # 2574001 bis 2576000

Abb. Firmensignet rechts und links.

Aktie über 5 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Essen, Juli 1996, # 00003069

Abb. Firmensignet rechts und links.
Es handelte sich um die jüngste und letzte DM-Ausgabe der Hochtief AG.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Gründung und Anfänge

Die Gründer von Hochtief waren die Brüder Balthasar und Philipp Helfmann. Balthasar Helfmann absolvierte eine Lehre als Schlosser, Philipp ergriff den Beruf des Maurers. 1872 zog Philipp Helfmann von Kelsterbach, dem Geburtsort der Brüder, nach Frankfurt-Bornheim und firmierte dort zunächst als Holzhändler, kurz darauf dann als Bauunternehmer. 1873 folgte ihm sein Bruder Balthasar, der bis dahin als selbständiger Schlosser in Frankfurt gearbeitet hatte. 1874 verzeichnete das Bornheimer Adressbuch erstmals die Firma „Gebrüder Helfmann“.
Zwischen den beiden Brüdern herrschte eine klare Arbeitsteilung. Balthasar befasste sich mehr mit der Bauausführung und mit zunehmender Größe des Unternehmens mit der Überwachung. Philipp machte mehr und mehr die Abwicklung der von Jahr zu Jahr an Bedeutung gewinnenden Bankgeschäfte und die Auftragsbeschaffung zu seinem Tätigkeitsfeld.

Logo Hochtief

Aktiengesellschaft

Kurz nach dem Tod von Balthasar Helfmann firmierte sein Bruder 1896 die Gesellschaft in eine AG um. Nach der Umwandlung in eine AG blieb Hochtief zunächst einmal ein Familienunternehmen. Die Verantwortung oblag allein Philipp Helfmann. Filialen bestanden in Berlin, München, Amsterdam, Hannover, Hamburg, Karlsruhe und Königsberg.

20er Jahre

Hochtief entwickelte sich zu Beginn der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts aus den bescheidenen Anfängen zu einem etablierten Bauunternehmen. Mitte 1922 wurde der Sitz nach Essen verlegt, 1924 wurde dem Firmennamen das Wort „Hochtief“ vorangestellt.

Hochtief im Dritten Reich

Nach der gedämpften Stimmung der letzten Jahre enthielten die Geschäftsberichte ab 1933 zunächst wieder optimistische Zukunftserwartungen. Offenkundig gab der Regierungsantritt Hitlers dazu den Anlass. Dass Hitler vielfach positiv eingeschätzt wurde, zeigt sich auch daran, dass viele Aufsichtsratsmitglieder nach den Wahlen im März 1933 in die NSDAP eintraten.
Im Vorstand war 1933 allerdings kein Parteimitglied, erst die später berufenen Direktoren besaßen fast alle ein Parteibuch. Voraussetzung für einen Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat war die Mitgliedschaft in der NSDAP aber nie.
Der Vorstandsvorsitzende Eugen Vögler trat 1937, also vergleichsweise spät, in die NSDAP ein. Auch stellte er sich als „Führer der Wirtschaftsgruppe Bau“ zur Verfügung und fungierte als „Ehrenbannführer der Hitlerjugend“. Auf der anderen Seite schützte er einen Mitarbeiter, der als Christ jüdischer Herkunft verfolgt wurde.
Schon im März 1934 schienen sich die Erwartungen von Hochtief und anderer Bauunternehmen auf eine Belebung der Baukonjunktur zu erfüllen. Dann nämlich begannen die Arbeiten an den Autobahnen. Auch an einem weiteren Großprojekt, den Reichsparteitagsbauten in Nürnberg, beteiligte sich Hochtief. 1936 zog man schließlich aus dem Geschäftshaus „Am Pferdemarkt“ in Essen in das neue Hauptverwaltungsgebäude in der Rellinghauser Straße um. Neben diesen und anderen Bauten für Staat und Partei errichtete Hochtief sehr viele Industriebauten.

Kran Hochtief

Wiederaufbau

1945 bot Hochtief ein Bild der Zerstörung. Die Baustellen und Niederlassungen östlich der Oder-Neiße Linie, Königsberg, Danzig, Kattowitz und Krakau, mussten aufgegeben werden. Wie diesen erging es später den Niederlassungen in der sowjetisch-besetzten Zone, Halle, Magdeburg und Leipzig. Der Vorstandsvorsitzende Eugen Vögler befand sich auf der Flucht vor den Besatzungsbehörden.
Von überall her kehrten die Mitarbeiter zu ihren Heimatorten zurück. Unter den schwierigen Bedingungen des großteils zerstörten Deutschland versuchten sie, ihren Alltag zu organisieren. In ihren zerbombten und mit Vertriebenen überfüllten Städten empfand sich die Mehrheit der deutschen Bevölkerung selbst als Opfer.
Überall fehlte es an Lebensmitteln, aber auch an Baumaterial, Maschinen und Arbeitskräften. Die Hochtief-Niederlassungen waren zum überwiegenden Teil durch Bomben beschädigt oder zerstört. Viele Baumaschinen und Werkzeuge waren gestohlen oder unbrauchbar.
Trotz aller Probleme nahmen die Hochtief-Mitarbeiter die Arbeit auf. Nach dem Krieg galt es zunächst, Trümmer zu beseitigen und zerstörte Verkehrswege und Gebäude zumindest notdürftig zu reparieren. Aufträge für Neubauten blieben die Ausnahme. Erst nach der Währungsreform 1948 trat eine deutliche Besserung der Auftragslage ein. Auch für Hochtief begannen die „Wirtschaftswunderjahre“. Gebaut wurden Wohnungen und Fabriken, aber natürlich auch Verwaltungsgebäude.

Kran Hochtief

Auslandsaufträge

Ab 1951 versuchte der Vorstand von Hochtief, das nach dem Krieg brachliegende Auslandsgeschäft wieder zu beleben. Der Bau der Nilbrücke Mansourah in Ägypten (1951-1952) machte hierbei den Anfang. Auch aus der Türkei erhielt Hochtief Aufträge. 1952 begann der Bau der Wasserkraftanlage Sariyar, 1953 der der Kraftzentrale Izmir. 1954 beteiligte sich Hochtief an einer Gesellschaft für Hafenbau in Kandla (Indien).

Wandel

1966 kündigte sich mit den Begriffen „Konzern“ und „Dienstleister“ ein Wandel von Hochtief an. Die Entwicklung zu einem „Konzern“ vollzog sich unauffällig und war zunächst nicht mehr als eine Formalie. Tatsächlich wurde die Konzerngründung durch eine Änderung des Aktiengesetzes 1965 erforderlich.
In den 1960er Jahren zeichnete sich bei Hochtief eine Tendenz zu erweiterten Bauaufgaben ab. Die Anfänge dieser Entwicklung kennzeichnen die Begriffe „schlüsselfertiges Bauen“, „Generalunternehmer“ und „Dienstleister“.
Nach dem Abflauen des durch die Wiedervereinigung ausgelösten Baubooms, Mitte der 1990er Jahre, traten die Strukturprobleme der deutschen Bauwirtschaft offen zu Tage. Der damalige Vorstandsvorsitzende begegnete diesen Problemen mit dem konsequenten Umbau des Unternehmens. Das Unternehmen wandelte sich zum internationalen Baudienstleister mit einer Angebotspalette, die Entwicklung und Bau, Dienstleistungen sowie Konzessionen und Betrieb umfasste. So erschloss Hochtief neue Geschäftsfelder, etwa die Projektentwicklung, das Airport-Management und das Facility-Management. Mit dem Wandel des Konzerns veränderte sich auch die Personalstruktur. Außer Mitarbeitern der traditionellen Bauberufe gehörten beispielsweise Finanzierungsexperten, Flughafenmanager, Tontechniker oder Schulhausmeister zur Belegschaft des Unternehmens. Der Ansatz des Lebenszyklus-Managements wurde damit ausgebaut. Hochtief deckte alle Phasen des Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen ab.

Übernahme

Am 01.12.2010 legte der größte Aktionär, ACS Actividades de Construcción y Servicios, S.A., ein Übernahmeangebot im Wege eines Umtauschangebots für alle nicht von ACS gehaltenen Hochtief-Aktien vor. Am 15.12.2010 legte ACS ein erhöhtes Angebot vor. Nach Ablauf aller Fristen gab ACS am 03.02.2011 bekannt, nunmehr 33,49 Prozent der Hochtief-Anteile zu halten. Bis zum Juni sicherte sich ACS die Mehrheit am deutschen Baukonzern. Der Stimmrechtsanteil überschritt die Schwelle von 50 Prozent.

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