HOESCH AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Hoesch AG

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Dortmund, Mai 1964, # 5089857

Abb. Vignette mit Portrait des Konzerngründers Leopold Hoesch.

Aktie über 1.000 DM (10x100), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Dortmund, Mai 1964, # 2661311 bis 2661320

Abb. Vignette mit Portrait des Konzerngründers Leopold Hoesch.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet, # ohne Nummer

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Dortmund, Mai 1966, # 6012710

Abb. Vignette mit Portrait des Konzerngründers Leopold Hoesch.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet, # ohne Nummer

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 13-20 (inkl. Erneuerungsschein), Blankette, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Dortmund, Mai 1966, # ohne Nummer, # 387c (Belegstück der Frankfurter Börse handschriftlich numeriert)

Abb. Vignette mit Portrait des Konzerngründers Leopold Hoesch.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 13-20 (inkl. Erneuerungsschein), Blankette, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Dortmund, Mai 1966, # ohne Nummer, # 387e (Belegstück der Frankfurter Börse handschriftlich numeriert)

Abb. Vignette mit Portrait des Konzerngründers Leopold Hoesch.

HOESCH WERKE AKTIENGESELLSCHAFT

Namensaktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Dortmund, September 1953, # ohne Nummer

Abb. Vignette mit Portrait des Konzerngründers Leopold Hoesch.

Namensaktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, stempelentwertet rückseitig
Dortmund, September 1953, # ohne Nummer

Abb. Vignette mit Portrait des Konzerngründers Leopold Hoesch.

Namensaktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, perforiert „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet
Dortmund, Oktober 1955, # ohne Nummer

Abb. Vignette mit Portrait des Konzerngründers Leopold Hoesch.

Aktie Hoesch Werke AG

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Dortmund, August 1983, # 035093

Abb. Vignette mit Portrait des Konzerngründers Leopold Hoesch.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet, # ohne Nummer

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
Dortmund, August 1983, # 048083

Abb. Vignette mit Portrait des Konzerngründers Leopold Hoesch

Aktie über 1000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, stempelentwertet rückseitig
Dortmund, August 1983, # 061747

Abb. Vignette mit Portrait des Konzerngründers Leopold Hoesch

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Anfänge

Die Verbindung der Familie Hoesch zur Eisenindustrie reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Ihre Hammer- und Hüttenbetriebe errichtete die Familie jeweils dort, wo die Standortverhältnisse eine günstige Entwicklung versprachen. Von den alten Betriebsstätten in der Eifel wurden die Werke 1846 angesichts der knapper werdenden Rohstoffe Erz und Holzkohle in die Nähe der Steinkohle nach Eschweiler verlagert. Leopold Hoesch fasste schließlich den Entschluss, den Schwerpunkt seiner industriellen Tätigkeit ins Ruhrgebiet zu verlegen. Zusammen mit seinen Söhnen Wilhelm (1845–1923) und Albert Hoesch (1847–1898) sowie seinen Vettern Viktor (1824–1888) und Eberhard Hoesch (1827–1907) gründete er 1871 in Dortmund in der damaligen Provinz Westfalen mit einem Kapital von 800.000 Talern ein neues Eisen- und Stahlwerk, um die Standortvorteile des aufstrebenden Ruhrgebiets (reiche Kohlevorkommen, Eisenbahn für den Erztransport) auszunutzen. Daraus wurde 1873 die Eisen- und Stahlwerk Hoesch AG.

Leopold Hoesch
Leopold Hoesch

Hoesch versteckte sich im Ofen

Einige der gerissensten Unternehmer machten sich während der Gründerzeit auf um zu spionieren. Eberhard Hoesch schipperte 1823 über den Ärmelkanal. Sein Ziel war Sheffield, das Zentrum der britischen Stahlindustrie, wo man seit einiger Zeit ein neues, leistungsfähigeres Verfahren anwandte, die so genannte Puddlingsfrischerei. Die Briten wachten jedoch über solche Techniken wie über Staatsgeheimnisse. Jeder, der beim Spionieren erwischt wurde, musste mit dem Todesurteil rechnen. Der 33jährige Deutsche nahm das Risiko auf sich, tarnte sich als Kunde und schaffte es tatsächlich in ein modernes Puddelwerk zu gelangen. Als er sich zu stark für Einzelheiten interessierte, wurden Arbeiter auf ihn aufmerksam und der Werkmeister befahl seine Festnahme. Hoesch flüchtete, versteckte sich in einem erkaltetet Ofen und kletterte rußbeschmiert im Kamin so weit hoch, dass er von unten nicht entdeckt werden konnte. In der qualvollen Enge des Ofenrohrs harrte er stundenlang aus und hoffte bei Nacht unbemerkt aus dem Werksgelände entwischen zu können. Zu seinem Schrecken aber begannen die Engländer aber plötzlich den Ofen unter ihm anzumachen. Mit Getöse ließ er sich durch das Rohr sausen und entwischte den überraschten britischen Stahlwerkern in einer riesigen Rußwolke.
Hoesch rannte aus dem Werksgelände, versteckte sich in Hinterhöfen und rettete sich schießlich in den Hafen auf eine französische Fregatte. Glücklicherweis war der Kapitän den Engländern nicht sehr grün und versteckte ihn so lange, bis er außerhalb der Küstengewässer war.
Für Hoesch machte sich das Abenteuer bezahlt, denn mit Hilfe seiner neu erworbenen Kenntnisse konnte er ein Jahr später bei Lendersdorf ein den Engländern ebenbürtiges Puddel- und Schweißwerk errichten.

Wachstum

Hoesch wuchs durch den Erwerb von Stahl- und Röhrenwerken, Walzwerken und auch Bergwerken. So erwarb das Unternehmen 1883 das Patent für das Thomasverfahren und errichtete ein Jahr später ein Thomasstahlwerk. 1899 wurde mit dem Erwerb der Gewerkschaft ver. Westphalia in Dortmund auch eine eigene Kohlengrundlage geschaffen. 1930 kam es zur Verschmelzung mit dem Köln-Neuessener Bergwerksverein (früher Kölner Bergwerksverein) und 1938 zur Umfirmierung in Hoesch AG.

Neuordnung

1945 fiel Hoesch unter die Kontrolle der Alliierten. Nach der Entflechtung traten drei Gesellschaften an ihre Stelle, die Hoesch Werke AG, die Altenessener Bergwerks-AG und die Industriewerte AG. 1952 wurde das Unternehmen auf Grund des Gesetzes der Alliierten Hohen Kommission zur Neuordnung der Montanindustrie gegründet. 1955 kamen die beiden anderen zuvor genannten Gesellschaften wieder zu Hoesch zurück.
1965 erwirtschaftete der Hoesch-Konzern einen Umsatz von 2,358 Milliarden DM und beschäftigte 48.600 Mitarbeiter. Zu dieser Zeit arbeitete ein Fünftel der in Lohn und Brot stehenden Dortmunder Bevölkerung bei „Karl Hoesch“. Dieser Begriff war unter Hoeschianern eine liebevoll gemeinte Respekterklärung und stand besonders für alles, was mit dem Stahlunternehmen Hoesch AG zu tun hatte.
Auf dem Höhepunkt der Stahlkrise fusionierte Hoesch 1972 mit den niederländischen Koninklijke Hoogovens zum Estel-Konzern. Die Zusammenarbeit wurde jedoch 1982 wieder beendet.

Übernahme

1991 wurde die Hoesch AG im Zuge einer feindlichen Übernahme vom damaligen Krupp-Konzern aufgekauft. Die wirtschaftlich gewinnbringende Hoesch AG wurde mittels einer so genannten fremdfinanzierten Übernahme seitens der damals hoch verschuldeten Krupp AG gekauft. Damit war diese feindliche Übernahme zugleich die erste fremdfinanzierte Übernahme eines deutschen Aktienunternehmens in der bundesdeutschen Wirtschaftsgeschichte.


Eingangsbereich Hoesch-Zentrale Dortmund
Eingangsbereich der ehemaligen Hoesch-Zentrale in Dortmund 2006

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