KAUFRING EGMBH

Anteilschein Kaufring EGMBH

Anteilschein über 3.000 DM, kleiner DIN A 4 hoch, mit Originalunterschriften, nicht entwertet
Düsseldorf, 28. Juni 1957, # 0923

Abb. Firmensignet im Unterdruck.

KAUFRING AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Kaufring

Genussschein über 10.000.000 DM (10.000x1.000), DIN A 4 hoch, Kupons Nr. 1-10 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Düsseldorf, Dezember 1985

Abb. Firmensignet oben.

KAUFRING AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Kaufring

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 8-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Düsseldorf, Juni 1991, # 003200

Abb. Firmensignet.

Aktie über 100 DM (2x50), DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 8-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Düsseldorf, Juni 1991, # 001070

Abb. Firmensignet.

Aktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 8-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Düsseldorf, Juni 1991, # 008302

Abb. Firmensignet.

Aktie über 5.000 DM (100x50), DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 8-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Düsseldorf, Juni 1991, # 003910

Abb. Firmensignet.

Namensaktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, nicht ausgestellt, lochentwertet
Düsseldorf, Oktober 1988, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Gründung

Die Kaufring AG wurde am 22.12.1921 von 28 Kaufleuten als „Einkaufgenossenschaft Rheinisch-Westfälischer Geschäftshäuser (ERWEGE)“ gegründet. Dabei blieben alle Einzelhändler eigenständig und bündelten ihren Einkauf an Haushaltswaren um eine größere Marktstärke zu erhalten. Die ERWEGE war somit eine Genossenschaft von Haushaltswarenhändlern.

Erweiterung

Anfang der 1930er Jahre wurde das Warensortiment der ERWEGE auch auf Textilien und Lebensmittel ausgedehnt. Durch die Ausweitung konnten nun alle Artikel des täglichen Bedarfs durch die ERWEGE für ihre Händler beschafft werden. Die Attraktivität der Genossenschaft erhöhte sich dadurch erheblich. Dies führte dazu, dass ein reger Zustrom an Neueintritten stattfand. Neben Textilfachgeschäften und Kaufhäusern wurden hauptsächlich die sog. Einheitspreisgeschäfte in die Genossenschaft aufgenommen. Gerade Einheitspreisgeschäfte waren an besser kalkulierbaren Preisen interessiert, da sie alle Waren zu festen Preisen verkauften und die Genossenschaft ihnen das Leben erleichterte. Die Preise in Einheitspreisgeschäften waren vorher ersichtlich und für jedermann gleich, außerdem konnte in der Regel auch nicht angeschrieben werden.

Ausbau

Nach der Währungsreform begann 1948 die Genossenschaft mit dem Wiederaufbau der Zentrale und der westdeutschen Kaufhäuser. Zum Neustart wurde auch die Genossenschaft umfirmiert in Kaufring eG. In den 1960er Jahren kam nach den Jahren des Wirtschaftswunders immer mehr Nachfrage auch nach internationalen Waren. Daher gründete die Kaufring eG Einkaufsvertretungen rund um den Globus, schwerpunktmäßig in Europa.

Kaufring Pulheim
Kaufring Pulheim, Eröffnung im März 1978

1988 wurde die Kaufring eG in eine AG umgewandelt. Außerdem wurde durch die Gesellschafter beschlossen, Verkaufsfördermaßnahmen gemeinsam durch eine einheitlichere Werbung und durch Sortimentsoptimierung durchzuführen.

Kooperationen

Mit den beiden Kaufhauskonzernen Hertie und Horten AG fand die Kaufring AG Partner für den Einkauf, um im härter werdenden Markt noch Größe zeigen zu können. Zusammen mit der Horten AG wurde 1989 die „Merkur Einkaufsgesellschaft Horten-Kaufring mbH“ gegründet, an der beide Partner 50 % hielten. Ab 1995 übernahm die deutsche Woolworth den Horten-Anteil. Speziell für den Asiatischen Raum wurde 1990 die „Sono-Centra“ Einkaufsgesellschaft gegründet. An dieser war die Kaufring AG zu einem Drittel beteiligt, ihre Partner waren Horten und Hertie, welche jeweils auch ein Drittel der Anteile hielten.

Börsengang

Am 01.10.1991 ging die schon seit drei Jahren zuvor als AG firmierende Gesellschaft an die Börse. Gehandelt wurde die Aktie an den Wertpapierbörsen von Düsseldorf, Frankfurt am Main und München.

Einstieg in den Einzelhandel

Nach dem Börsengang wurde beschlossen, dass die Kaufring AG in den stationären Einzelhandel mit eigenen Filialen (Warenhäusern) eintritt. Als erstes wurde die Horten AG als Übernahmekandidat herausgesondert. Mit der Horten AG arbeitete man in Kooperationen schon zusammen, außerdem hatte Horten kurz zuvor das erfolgreiche Galeria-Konzept entwickelt und war mit etlichen Filialen in der ganzen Bundesrepublik vertreten. So stieg Kaufring 1992 mit einem 5-%-Aktienanteil bei der Horten AG ein. Doch an Horten war auch der Kaufhof interessiert, welcher letztlich auch die Horten AG 1994 übernahm. Trotz des Scheiterns blieb der Weg klar und die Kaufring AG übernahm einige ihrer eigenen Kunden (Kaufhäuser, welche vorher selbständige Partner waren).

J.Gg. Rupprecht GmbH

Unter dem Namen J.Gg. Rupprecht betrieb die Kaufring AG seit der Jahreswende 1992/1993 zehn kleinere Warenhäuser, welche die Horten AG abgestoßen hatte. Die Filialen waren meist in kleineren Städten oder Stadtteilen, wie Gevelsberg, Viersen oder Duisburg-Marxloh. Die Rentabilität war von Anfang an problematisch. Wenn es ging, versuchte man attraktive Partner in die Filialen zu holen. So waren der Media-Markt in Duisburg und Strauss Innovation in Viersen mit in die Filialen gezogen, um mehr Kunden an den Standort zu locken, der nicht immer der beste in der jeweiligen Stadt war.
Die Ex-Horten-Häuser waren als Paket nicht profitabel, einige sogar höchst defizitär. Die übrigen übernommenen Kaufhäuser konnten auch kaum Synergien erzielen, außerdem durften sie alle ihre alten Namen behalten, so dass es keinen einheitlichen Marktauftritt gab, was besonders die Werbekosten in die Höhe trieb. Das Sammelsurium an Kaufhäusern hatte auch keine gewachsene Struktur, lediglich die Rupprecht-Häuser hatten mit Horten einen gemeinsamen Hintergrund.
Die defizitären Rupprecht-Filialen wurden zu lange gehalten, ihre schlechte wirtschaftliche Lage war bekannt, auch in Pressemeldungen bekanntgegeben worden. Von den Filialen sollte anfänglich trotzdem keine geschlossen werden. Nach einigem hin und her entschloss man sich jedoch, die Filialen teilweise zu schließen oder neu zu strukturieren, indem man besonders verlustreiche Abteilungen strich. Kurz vor Ende der Kaufring AG 2001 wurden dann doch noch alle Filialen abgewickelt, für die AG kam das jedoch letztlich zu spät, es wurde zu viel Geld in ein Fass ohne Boden gesteckt und anschließend die Bestellmengen an den gesunkenen Umsatz nicht stark genug angepasst.

Insolvenz

2001 stand die Kaufring AG wirtschaftlich gesehen bereits an der Klippe, in einer letzten Notaktion wurden die defizitären J.Gg. Rupprecht Häuser geschlossen. So konnte in letzter Minute eine Insolvenz verhindert werden. Es kam noch einmal kurzzeitig in der zweiten Jahreshälfte zu einem Aufschwung, bei dem es zunächst so aussah, als könne eine geschrumpfte Kaufring AG überleben. Doch dann gab es nach dem kurzen Aufschwung wieder eine verlustreiche Phase, die geschlossenen eigenen Kaufhäuser und die zwischenzeitlich aufgegebenen Warenhäuser/Fachgeschäfte der Kunden führten zu einem riesigen Umsatzloch im Weihnachtsgeschäft.
Nachdem die Kaufring AG auf unverkauften Waren saß, ihre Marktpräsenz gesunken war, wurde nach Kooperationspartnern gesucht. Am 06.06.2001 gaben die Kaufrings AG und die EK Großeinkauf eG, Bielefeld bekannt, ihre Großhandelsaktivitäten in einer Gesellschaft zusammenlegen zu wollen. Aber schon am 21.12.2001 gab Kaufring bekannt, dass das Sanierungskonzept gescheitert sei, da die Entschuldung nicht so klappte wie geplant. Am 27.12.2001 wurde der Insolvenzantrag gestellt. Ein Verkauf scheiterte und die Kaufring AG wurde abgewickelt.

Kaufring Chart
So sah es an der Börse aus

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