FRIED. KRUPP HÜTTENWERKE AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Friedr. Krupp Hüttenwerke AG

Vorzugsaktie über 100 DM, DIN A 4 hoch, ohne Kupons, druckentwertet rückseitig
Rheinhausen⁄NDRH., Dezember 1965, # 140075

Abb. Vignette mit den drei Krupp-Ringen.
Auflage: 225.320 St.
Faks. Berthold Beitz.

Vorzugsaktie über 1.000 DM, DIN A 4 hoch, ohne Kupons, druckentwertet rückseitig
Rheinhausen/Ndrh., Dezember 1965, # 013146

Abb. Vignette mit den drei Krupp-Ringen.
Auflage: 120.468 St.
Faks. Berthold Beitz.
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, # ohne Nummer

KRUPP STAHL AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie KRUPP STAHL AG

Vorzugsaktie über 50 DM, DIN A 4 hoch, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
Bochum, Juni 1990, # 02338379

Abb. Firmensignet.
Faks. des Stahl-Barons Gerhard Cromme als Aufsichtsratsvorsitzender.
dito Muster, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), Abheftlochung links, # 00000000
Es handelt sich um die letzte Ausgabe vor dem Zusammenschluss mit Hoesch.

Vorzugsaktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 hoch, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
Bochum, Juni 1990, # 02684881 bis 02684900

Abb. Firmensignet.
Faks. des Stahl-Barons Gerhard Cromme als Aufsichtsratsvorsitzender.
Es handelt sich um die letzte Ausgabe vor dem Zusammenschluss mit Hoesch.

Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp

Aktie Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
Essen⁄Dortmund, Dezember 1992, # 15400069

Abb. der Krupp´schen Villa Hügel.
dito Muster, aufgedruckt „ungültig“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, ansonsten nicht entwertet, # 00000000

Aktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
Essen⁄Dortmund, Dezember 1992, # 16002541 bis 16002560

Abb. der Krupp´schen Villa Hügel.
dito Muster, ohne Kontrollunterschrift, Kartonpapier, ansonsten nicht entwertet, # 00000000 bis 00000000

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Friedrich und Alfred Krupp

Friedrich Krupp (1787-1826) gründete am 20.11.1811 mit ursprünglich zwei Teilhabern eine Firma zur Herstellung von Gussstahl nach englischen Qualitätsmaßstäben. 1816 wurde Friedrich Krupp Alleininhaber. Er war jedoch ein kompletter Versager, der sich schließlich in eine Krankheit flüchtete. Mit der Familie ging es unaufhaltsam bergab und vorhandene Immobilien mussten verkauft werden. 1826 verstarb Friedrich Krupp mit nur 39 Jahren.

Alfred Krupp
Alfred Krupp

Nach dem Tode von Friedrich Krupp führte dessen Witwe Therese den Betrieb weiter. Sie wurde unterstützt von ihrem erst 14jährigen Sohn Alfred (1812-1887), der als bleich und dürr beschrieben wurde. Dieser musste mit 14 die Schule verlassen, um die Familie mit zu ernähren.
Später trieb kein Unternehmer den Aufstieg des Ruhrgebiets zum schwerindustriellen Zentrum des europäischen Kontinents stärker voran als Alfred Krupp.

Produktionsprogramm

Alle von Krupp hergestellten Erzeugnisse erhielten eine Qualitätsgarantie. 1833 stellte Krupp komplette Walzmaschinen her. Nach Aufhebung der Zollschranken in Deutschland boomte die Nachfrage. Da die von Krupp hergestellten Walzen später praktisch unzerstörbar waren, blieben Ersatzlieferungen aus und der Absatz ging zurück. Da boomte zum Glück der Eisenbahnbau. Man entwickelte ein neues Verfahren mit dem die Massenproduktion von Eisenbahnschienen möglich wurde. 1859 bestellte das preußische Militär 300 Geschützrohre, ein neuer Geschäftsbereich entstand.

Soziale Errungenschaften

1836 wurde eine freiwillige Hilfskasse für Sterbefälle und Kranke eingeführt. 1855 führte Krupp eine Pensionskasse ein und baute später Wohnräume für unverheiratete Arbeiter. Er war der Prototyp des patriarchalisch denkenden Unternehmers, der erkannte, dass der Kapitalismus nur funktionieren konnte, wenn auch für die Arbeiter genug gesorgt wurde. 1870 hatte Krupp ein eigenes Krankenhaus. 1872 erließ Alfred Krupp das „Generalregulativ“. Hierin wurde die innerbetriebliche Hierarchie genau geregelt und Sozialeinrichtungen definiert. Die wachsenden sozialen Spannungen durch die Nachteile der Industrialisierung konnten so etwas gemildert werden.

Zukäufe

Der Rohstoffbedarf wuchs. Um von fremden Lieferanten unabhängig zu werden, erwarb Krupp 1864 die „Sayner Hütte“ bei Koblenz. Der Kohlebedarf wurde durch die Essener Zeche „Graf Beust“ gedeckt. In Spanien beteiligte sich Krupp an der Mine „Orconera Iron Ore Co.“ und erhielt damit phosphorarmes Eisenerz für sein Bessemer-Verfahren. Zum Transport der spanischen Erze gründete Krupp 1873 in Rotterdam eine eigene Reederei.

Neuorganisation

1896 organisierte Friedrich Alfred Krupp das väterliche Unternehmen in einen horizontalen Konzern um. Zusätzlich zum Stahlwerk „Annen⁄Witten“, das er 1886 kaufte, wurde das „Gusonwerk“ 1893 in Magdeburg gekauft. Das Hüttenwerk in Rheinhausen wurde gebaut. Die Stahlproduktion erfolgte nach dem Thomas-Verfahren. Die hierfür erforderlichen phosphorreichen Erze erhielt er durch den Kauf von Erzgruben in Lothringen und an der Lahn.
1903 wurde Bertha Krupp (1886-1957) Alleinerbin des Unternehmens. Die Firma wurde außerdem im gleichen Jahr AG. Alle Aktien, bis auf gesetzlich vorgeschriebene vier Stück, verblieben bei Bertha. Bertha war noch minderjährig, deshalb übernahm ihre Mutter Margarethe die Geschäfte. 1906 heiratete Bertha Krupp den Diplomaten Gustav von Bohlen und Halbach. Durch einen königlichen Erlass durfte der Name „Krupp“ vorangestellt werden, also „Krupp von Bohlen und Halbach“. Gustav wurde von 1909-1943 Vorsitzender des Unternehmens.

1. Weltkrieg und die Zeit danach

Im 1. Weltkrieg produzierte Krupp kräftig für das Militär. Bekannt wurde vor allem die „Dicke Berta“, ein 42 cm Mörser oder das Geschütz „Paris“ mit einer Reichweite von 130 km.
Werbung 1924
Werbung 1924
1919 wurde die Kriegsproduktion auf zivile Güter umgestellt, z.B. auf den Lokomotiv- und LKW-Bau. Inflation, Demontage und Ruhrbesetzung führten aber zu einer existenzbedrohenden Unternehmenskrise. 1924 schlug die Unternehmensleitung vor die Krupp-Werke stillzulegen oder in die „Vereinigte Stahlwerke AG“ einzugliedern. Beides lehnte Gustav Krupp ab. Mit der Zeit ging es wieder besser, besonders durch die Konzentration auf die Edelstahlerzeugung.
1926 wurde das Hartmetall Widia eingeführt. Ab jetzt galt der Slogan „so hart wie Kruppstahl“ aber nicht nur für Metall, sondern auch für Menschen, die Leiden ertragen konnten ohne zu murren. Eine unselige Zeit kündigte sich an.

„Drittes Reich“

Das Dritte Reich wollte unabhängig vom Ausland werden. Deshalb wurde Krupp eng in die Wirtschaftspolitik eingebunden. Zur Verhüttung deutscher, aber eisenarmer Erze wurde das Krupp-Rennverfahren entwickelt. Das 1942 fertiggestellte 80 cm Geschütz „Dora“ war das größte jemals gebaute Geschütz. Nur zwei Exemplare wurden gebaut, dann machte sie der Luftkrieg überflüssig. 1938 wurde der schwere Kreuzer „Prinz Eugen“ auf der Germaniawerft fertiggestellt, außerdem ein großer Teil der deutschen U-Boote.

Nachkriegszeit

1945 demontierten die Allierten die Hüttenwerke bzw. enteigneten diese und schafften deren nicht zerbombten Teile in Ihre Länder. Gegründet wurde das Unternehmen dann wieder 1953 im Zuge der alliierten Entflechtungsmaßnahmen als „Hütten- und Bergwerke Rheinhausen AG“. 1959 wurden fusionsweise die Steinkohlenbergwerk Hannover-Hannibal AG, die Bergbau-AG Constantin, die Große AG, die Bergwerke Essen-Rossenray AG und die Hüttenwerk Rheinhausen AG übernommen. 1965 kam es zur Umfirmierung in Friedr. Krupp Hüttenwerke AG und im gleichen Jahr zur Verschmelzung mit der Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation AG.

Jüngere Geschichte

1967 starb Alfred Krupp, sein Sohn Arndt verzichtete auf das Erbe, stattdessen wurde die Krupp-Stiftung Alleinerbin.
Im selben Jahr wurden die Steinkohlenbergwerke in die Friedr. Krupp Bergwerke AG (1969 in die Rurkohle AG eingebracht) ausgegliedert. 1976 passierte etwas Aufsehenderregendes, der Staat Iran beteiligte sich mit 25,04 % an Krupp.
1980 kam es zur Umfirmierung in Krupp Stahl AG. Um die Stilllegung der traditionsreichen Hütte Rheinhausen gab es in den 90er Jahren erbitterte, bis an Straßenkämpfe grenzende Auseinandersetzungen.
Am 08.12.1992 gehörte Hoesch zu Krupp. Krupp firmierte nun unter „Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp“. Es wurde eine herrliche Aktie herausgegeben.
Am 17.03.1999 fusionierten Krupp und Thyssen und formten die „Thyssen Krupp AG“.



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