KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Kunert

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 10-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Immenstadt, Juni 1988, # 008444

Abb. Firmensignet.
Auflage: 40.000 St.

Aktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 12-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Immenstadt, Juni 1988, # 001235

Abb. Firmensignet.

Aktie über 5.000 DM (100x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, perforiert „Muster“, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Immenstadt, Juni 1988, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet.

Vorzugsaktie Kunert

Vorzugsaktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 hoch, Kuponreste Nr. 15-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Immenstadt, Oktober 1989, # 001696

Abb. Firmensignet.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Anfänge

Die Wurzeln der Gesellschaft gehen auf einen 1907 von Marian Kunert in Warnsdorf (Böhmen) gegründeten Strickbetrieb zurück, den sie gründete um auf ihrer zwei Jahre zuvor erworbenen Handstrickmaschine gewerbsmäßig Strümpfe und andere Strickwaren zu produzieren.

Entwicklung

Anfang der 20er Jahre stiegen nach und nach erst ihr Mann Julius Kunert sen. und später die Söhne Heinrich und Julius jun. in die Strickerei ein und erweiterten sie. Vor allem die Söhne brachten neuen Schwung in die Geschäfte.
Die Erfindung der Cotton-Maschine hatte es möglich gemacht, Strümpfe mit Passform herzustellen, die der Form des Beines nachgearbeitet sind. Kurz entschlossen kauften die Kunerts einige Cotton-Maschinen und gründeten im Juni 1924 die Wirkwarenfabrik J. Kunert & Söhne. Im Oktober wurde mit 18 Arbeiterinnen die Arbeit aufgenommen, die Tagesproduktion betrug zunächst rund 300 Paar. Als erster Hersteller druckte Kunert ab 1924 den Firmennamen auf die Packungen, so dass zufriedene Kundinnen beim nächsten Kauf gezielt einen Kunert-Strumpf verlangen konnten. Die Marke Kunert wurde so zum Synonym für Beinmode.

Beinmode

Export und Luxussegment

Der gelernte Kaufmann Julius Kunert jun. erkannte überdies das europäische Potenzial und setzte auf den Export. Das Konzept ging auf: Elite, der erste Strumpf aus Bembergseide (ein Material für das Marlene Dietrich verführerisch warb), wurde in den 30er Jahren zum meistgekauften Strumpf in Europa und das Unternehmen Kunert avancierte zu Europas größtem Strumpfhersteller mit 5.000 Beschäftigten.
Nachdem man den feinen Strumpf popularisiert hatte, wandte man sich auch dem Luxus-Segment mit Erfolg zu. So brachte Kunert 1937 einen Prachtstrumpf aus edelster Naturseide auf den Markt. Weil seine Qualität einer Majestät würdig schien, wurde er nach einer benannt: Er hieß Juliana, wie die gerade frisch vermählte Kronprinzessin und spätere Königin der Niederlande, deren Bild auch die Packung zierte. Bereits 1938 war Kunert der größte Strumpfproduzent Europas.

Neuanfang

1945 schien alles vorbei zu sein. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde die Familie Kunert enteignet und die Flucht in den Westen gelang nur unter abenteuerlichen Bedingungen. Julius Kunert jun. zog es zunächst nach München. Er wollte die einstige Weltfirma Kunert neu aufbauen. Gemeinsam mit einigen ehemaligen Mitarbeitern wagte er sich 1947 an diese unmöglich scheinende Aufgabe. Als Standort wurde auf Vorschlag von Ludwig Erhard, dem späteren Wirtschaftminister, das malerische Immenstadt am Allgäuer Alpsee gewählt. Julius Kunert sen. und Frau Eger gründeten die Kunter Strumpf und Trikotagenfabrik GmbH. Zunächst stellte man das her, wofür man Maschinen und Material hatte, Damenwäsche zum Beispiel oder auch so genannte Schnittstrümpfe. Nach der Währungsreform 1948 konnte man endlich wieder Cotton-Maschinen beschaffen und mit der Produktion von modischen Strümpfen beginnen.
Um 1950 kam dann Mariana auf den Markt, der erste wieder unter dem Markennamen Kunert beworbene Strumpf. Es war das richtige Produkt zur richtigen Zeit, denn um die Nylons hatte sich im Nachkriegsdeutschland ein regelrechter Kult entwickelt.

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Wirtschaftswunder

So erlebte Kunert in den folgenden Jahren sein eigenes Wirtschaftswunder. 1959 produzierten rund 1.300 Mitarbeiter an die 240.000 Paar Strümpfe in der Woche. Mit immer neuen Materialen, Formen und Farben begeisterte man die modebewusste Kundschaft, bald nicht nur in Deutschland, sondern wieder europaweit.

Neuere Zeit

1971 ernannte Julius Kunert seinen Neffen Rainer Michel zu seinem Stellvertreter, der fortan das operative Geschäft leitete, während Julius Kunert selbst sich um strategische Fragen kümmerte. Auch nach dem Börsengang 1988 blieb Julius Kunert seinem Unternehmen bis zu seinem Tode eng verbunden. Am 07.02.1993 verstarb Julius Kunert.

Neues Jahrtausend

2010 kam es zur Markteinführung der neuen laufmaschenfreien Kunert Chinchillan.

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