Merck Kommanditgesellschaft auf Aktien

Muster-Aktie Merck

Aktie über 5 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Muster, aufgedruckt „ungültig“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, mit Trockensiegel, ansonsten nicht entwertet
Darmstadt, November 1995, # 0000000

Abb. der Merck-Pyramide.
dito aufgedruckt „Muster“, Kartonpapier ohne Trockensiegel (diese Musteraktien wurden von Merck ausgegeben)

Aktie über 50 DM (10x5), DIN A 4 quer, ohne Kupons, Muster, aufgedruckt „ungültig“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, mit Trockensiegel, ansonsten nicht entwertet
Darmstadt, November 1995, # 0000000

Abb. der Merck-Pyramide.
dito Muster, Kartonpapier ohne Trockensiegel (diese Musteraktien wurden von Merck ausgegeben)

Aktie über 500 DM (100x5), DIN A 4 quer, ohne Kupons, Muster, aufgedruckt „ungültig“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, mit Trockensiegel, ansonsten nicht entwertet
Darmstadt, November 1995, # 0000000

Abb. der Merck-Pyramide.
dito Muster, Kartonpapier ohne Trockensiegel (diese Musteraktien wurden von Merck ausgegeben)

Aktie über 2.500 DM (500x5), DIN A 4 quer, ohne Kupons, Muster, aufgedruckt „ungültig“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, mit Trockensiegel, ansonsten nicht entwertet
Darmstadt, November 1995, # 0000000

Abb. der Merck-Pyramide.
dito Muster, Kartonpapier ohne Trockensiegel (diese Musteraktien wurden von Merck ausgegeben)

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
Meine Dubletten finden Sie unter der
Startseite

Unternehmensgeschichte

Der Beginn

1668 herrschte in Darmstadt große Not. Die Stadt litt immer noch unter dem Ende des 30jährigen Krieges, durchziehende Truppen plünderten, die Pest hatte in der Stadt gewütet. Der Apotheker Friedrich Jakob Merck erwarb in diesem Jahr die 14 Jahre zuvor gegründete zweite Stadtapotheke, die spätere Engel-Apotheke und legte damit den Grundstein des Unternehmens. Nach seinem Tod übernahm sein Neffe Georg Friedrich Merck die Geschäfte. Von da an wurde die Apotheke immer vom Vater auf den Sohn weitervererbt, im Jahr 1816 wurde sie von Georg Friedrich Mercks Ururenkel Heinrich Emanuel Merck übernommen.
Apotheker waren damals Arzneimittel herstellende Handwerker, denen im Wesentlichen pflanzliche Inhaltsstoffe zur Verfügung standen. Immer hatten die Mercks mit Pharmazie, den Naturwissenschaften und der Medizin zu tun.


Merck: Engelapotheke
Die Mercksche Engelapotheke in Darmstadt gegen Ende des 18. Jahrhunderts

Heinrich Emanuel Merck, der Unternehmer

Mit dem Einzug der modernen Naturwissenschaften wurden jedoch auch zunehmend chemische Substanzen eingesetzt. Dieses hatte zum einen den Vorteil, dass die Wirkstoffe zu länger lagerfähigen Arzneiformen verarbeitet werden konnten und zum anderen die Möglichkeit eröffnet wurde, Arzneimittel synthetisch und in großen Mengen herzustellen. In der Folge nahm die Herstellung von Arzneimitteln in den Apotheken selbst ab und die Aufgaben wandelten sich zum sachgerechten Verkauf sowie der Patientenberatung.
Heinrich Emanuel Merck betrieb umfangreiche Forschungen über Opiumalkaloide und andere Substanzen. Er wurde auch der Wegbereiter einer industriellen Alkaloidherstellung. Dabei war er beständig bestrebt, die gesamte Palette der Alkaloide anzubieten, vor allem aber die Produktion von Morphin. Bereits 1832 wurden insgesamt 150 Pfund Opium zu Morphin verarbeitet. Danach stiegen die Produktionszahlen ständig weiter an. Käufer seiner Erzeugnisse waren Apotheker, andere Fabrikanten und Grossisten.
Kontakte bestanden zu Justus Liebig, der seinen Sohn als Lehrling in die Engel-Apotheke schickte. Dies zeigt sicherlich auch den guten Ruf der Apotheke.

Erste Arzneispezialitäten und Chancen der Internationalisierung

Gekennzeichnet war die folgende Zeit durch die Industriealisierung, die auch in Darmstadt Einzug hielt. Aus dem Laboratorium Emanuel Mercks wurde unter seinen Söhnen endgültig die „Chemische Fabrik“, deren Produktanzahl ständig wuchs. So gründete er 1850 zusammen mit seinen zwei ältesten Söhnen Carl und Georg die Geschäftssozietät E. Merck. Die Rechtsform der Personengesellschaft wurde im Verlauf der nächsten 100 Jahre beibehalten.
Je mehr hochwirksame, in schwierigen Verfahren isolierte oder synthetisierte Substanzen hergestellt wurden, um so weniger waren die einzelnen Apotheken imstande diese selbst zu produzieren. In steigendem Maße übernahmen chemische Fabriken diese Aufgaben. 1904 wurden bereits 50 Spezialitäten in der Merckschen Preisliste aufgeführt. Darunter waren Impfstoffe, Sera und Diagnostika. Eine eigene bakteriologische Abteilung wurde bei Merck eingerichtet, überhaupt kam es zu laufenden Fabrikerweiterungen, da die Nachfrage stieg. Zusätzlich wurde der Vertrieb im Ausland gestärkt. So gab es viele Vertretungen in Paris, Brüssel, Wien, Budapest etc.

Starkes Wachstum

Das permanente Wachstum hatte auf dem Fabrikgelände zur Jahrhundertwende immer beengtere Verhältnisse zur Folge. Daher baute man eine neue Fabrik in der Frankfurter Straße, die 1903 fertiggestellt wurde. Von nun an wuchs das Unternehmen besonders stark. Noch vor dem 1. Weltkrieg stieg die Belegschaft von 1.200 auf 2.100 Mitarbeiter. Die Fabrik war schon wieder zu klein. So entstanden ein Pharmabetrieb, eine neue Verwaltung und zahlreiche Filialen im Ausland.

Weltkrieg, Inflation und Wirtschaftskrise

Die Phase des kontinuierlichen Wachstums wurde durch den Kriegsausbruch im August 1914 beendet. Merck stellte gleich zu Beginn mehr als 100 Sanitätswagen mit Lazarettausrüstung. Dann trat jedoch Mangel an Arbeit ein, obwohl die halbe Belegschaft zum Militärdienst einrücken musste. Das Exportgeschäft stagnierte, lediglich das Inlandsgeschäft mit den Heereslieferungen wuchs.
Das Kriegsende am 11.11.1918 brachte nicht die erhoffte Besserung. Rohstoffe und Energie waren knapp, zudem waren die Auslandsfilialen verloren gegangen. Erst allmählich setzte das Nachkriegsgeschäft ein. Das Krisenjahr 1923 brachte auch für Merck immense Probleme. Z.B. nahm bei Merck, wie ein Beteiligter berichtete, die Unmenge an Papiergeld, das für einen Zahltag benötigt wurde, etwa 5-6 Kubikmeter Rauminhalt in Anspruch.
Die Weltwirtschaftskrise überstand man bei Merck, trotz sinkender Umsätze, da Pflanzenschutzmittel und Vitamine die Produktpalette erweiterten. Größere Entlassungen waren daher kein Thema.

Das „Dritte Reich“

Zur Wirtschaftskrise gesellte sich in Deutschland die Krise des politischen Systems. Adolf Hitler wurde Reichskanzler und Merck konnte sich von da an dem politischen Druck nicht entziehen. Während des 2. Weltkriegs musste sich auch die Produktion den Erfordernissen des Krieges unterordnen. Mitarbeiter wurden knapp, deshalb wurden Ausländer und Kriegsgefangene eingesetzt. Am 12.12.1944 wurde bei einem Luftangriff ein Großteil der Werksanlagen vernichtet. Trotzdem produzierte man weiter. Am 25.03.1945 besetzten amerikanische Truppen das Werk.

Wiederaufbau und Wirtschaftswunder

Nach ein paar Tagen konnten die ersten Werksangehörigen mit den Aufräumarbeiten beginnen. Bald bekam man auch die Produktionserlaubnis und war in der Lage, den dringendsten Bedarf der Krankenhäuser und Apotheken zu decken. 1948 ging es bei Merck aufwärts, Marshallplan und Währungsreform führten zu einer Sanierung des Wirtschaftslebens. Ab 1949 begann ein dauerhafter Aufschwung, der der im Mai 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland das bis in die Mitte der 60er Jahre anhaltende „Wirtschaftswunder“ brachte. Auch Merck erzielte in diesen Jahren hohe Zuwachsraten im Umsatz, die Belegschaft nahm zu, das Exportgeschäft brummte und die Produktionskapazitäten wurden laufend erweitert. Grundlage des Wachstums waren eigene Forschungsaktivitäten in den Bereichen Pharma und Chemie.

Organisatorische Struktur

Auch die organisatorische Struktur bei Merck war Wandlungen unterworfen. Aus der Offenen Handelsgesellschaft wurde 1953 eine „E. Merck Aktiengesellschaft“. Merck blieb jedoch weiterhin ein Familienunternehmen, die Aktien wurden nicht an der Börse gehandelt. Im Jahr 1964 wurde der Gesellschafterrat geschaffen. Er sollte verschiedene Teile des Unternehmens gemeinsam steuern.
Ende der 80er Jahre war Merck ein Familienunternehmen, das als Merck-Gruppe das Stammhaus E. Merck in Darmstadt und eine Publikumsgesellschaft in der Schweiz - die Merck AG in Zug - umfasste. 1991 kam die mehrheitliche Beteiligung an der französischen Lipha-Gruppe hinzu.
Ein sehr wichtiger Abschnitt des Merckschen Veränderungsprozesses war der Börsengang in den 90er Jahren. Von 1995 bis 1998 handelte es sich bei den Merck-Aktien um 5 DM-Nennwertaktien. Im Jahr 1998 wurde ohne Umtausch auf nennwertlose Stückaktien umgestellt. Es existieren daher keine entwerteten Aktienurkunden.
Später wurde die Merck KGaA ein international ausgerichtetes Unternehmen mit den Bereichen Pharma, Labordistribution, Laborprodukte und Spezialchemie. In Deutschland wurde die Firma besonders als Medikamentenhersteller bekannt.


Merck: Werk Gernsheim
Werk Gernsheim

Fenster schließen

Zur Startseite

Diese Seite drucken