Nixdorf Computer Aktiengesellschaft

Aktie Nixdorf Computer AG

Aktie über 500 DM (10x50), DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), stempelentwertet rückseitig
Paderborn, Januar 1987, # 0000140

Abb. mit Weltkarte.
Auflage: nur 20 St. entgingen der Vernichtung.

Vorzugsaktie Nixdorf Computer AG

Vorzugsaktie über 50 DM, DIN A 4 hoch, Kuponreste Nr. 8-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Paderborn, Mai 1984, # 0013693

Abb. mit Weltkarte.
dito aufgedruckt „Muster“, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), ansonsten nicht entwertet, # ohne Nummer

Vorzugsaktie über 2.500 DM (50x50), DIN A 4 hoch, Kupons Nr. 7-20 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Paderborn, Oktober 1986, # ohne Nummer

Abb. mit Weltkarte.

Gewinnbrief Nixdorf Computer AG

Nixdorf-Gewinnbrief, über 100 DM, DIN A 4 hoch, kompletter Zinsscheinbogen Nr. 1-10 (inkl. Erneuerungsschein), nicht ausgestellt, Teilblankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Paderborn, 1. Juli 1972, # 004211

Abb. Firmensignet oben.

Nixdorf-Gewinnbrief, über 200 DM, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, nicht ausgestellt, perforiert „Muster“, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Paderborn, 1. Juli 1972, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet oben.

Auf einen Gewinnbrief wurde der Dividendenbetrag gezahlt, der auf eine Nixdorf-Aktie ausgeschüttet wurde. Er war nur für Mitarbeiter erhältlich.

Optionsschein Nixdorf Computer AG

Inhaber-Optionsschein, ausgegeben mit einer Teilschuldverschreibung einer 6 ¼ % DM-Optionsanleihe für je 1 Stamm- und Vorzugsaktie im Nennbetrag von je 50 DM, DIN A 4 hoch, Kupons A-F unten anhängend, 87/94, nicht entwertet
Paderborn, Januar 1987, # 037945

Abb. Firmensignet oben.
Auflage: 100.000 St.

Inhaber-Optionsschein, ausgegeben mit einer Teilschuldverschreibung einer 6 ¼ % DM-Optionsanleihe für je 4 Stamm- und Vorzugsaktien im Nennbetrag von je 50 DM, DIN A 4 hoch, Kupons A-F unten anhängend, 87/94, nicht entwertet
Paderborn, Januar 1987, # 122614

Abb. Firmensignet oben.
Auflage: 100.000 St.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
Meine Dubletten finden Sie unter der
Startseite

Unternehmensgeschichte

Labor für Impulstechnik

Als Werkstudent beim amerikanischen Büromaschinenhersteller Remington Rand Corp. tätig, arbeitete Nixdorf an der Entwicklung einfacher Zählgeräte mit. Die Weiterentwicklung des Rechnerprojektes wurde jedoch nach einigen Monaten von der Unternehmensleitung gestoppt, woraufhin Nixdorf, der das Marktpotential erkannte, sein Konzept eines Elektronenrechners auf Rundfunkröhrenbasis mehreren Großunternehmen vorstellte. Bei RWE stieß Nixdorf auf Interesse und Vertrauen, sodass er mit einem Entwicklungsauftrag in Höhe von 30.000 DM ausgestattet wurde und am 01.07.1952 das Labor für Impulstechnik gründete. Noch 1952 konnte der erste Elektronenrechner auf Rundfunkröhrenbasis für die Buchhaltung der RWE ausgeliefert und im folgenden Jahr die Weiterentwicklung betrieben werden. Die Innovations- und Expansionsphase des jungen Unternehmens verlief in großen Schritten, sodass das Labor sich vom Produzenten von Rechenmaschinen für die RWE AG in den 1950er Jahren schnell zum Zulieferer elektronischer Rechenwerke für bedeutende Büromaschinenhersteller entwickelte. So war das Unternehmen 1954 gezwungen neue Räumlichkeiten anzumieten. Stetig wurden neue Elektronenrechner entwickelt, wie der elektronisch multiplizierende Buchungsautomat Multitronic 6000 oder der 1963 vorgestellte Wanderer Conti.

Heinz Nixdorf
Heinz Nixdorf, Unternehmensgründer

Die rasche Expansion des Unternehmens brachte es mit sich, dass bereits 1957 erste Räume in Nixdorfs Geburtsstadt Paderborn angemietet wurden. Ein Jahr später zog Nixdorf mit dem gesamten Unternehmen von Essen nach Paderborn. 1967 sah Nixdorf die Möglichkeit, nicht mehr nur als Zulieferer zu fungieren, sondern den Vertrieb der Produkte selbst in die Hand zu nehmen. Ins Bewusstsein der Öffentlichkeit geriet das Unternehmen 1968 mit dem Kauf und der Übernahme des größten Kunden, den Wanderer-Werken in Köln.

Gründung und Entwicklung der Nixdorf Computer AG

Mit dem Erwerb der Wanderer-Aktien besaß Nixdorf nicht mehr nur leistungsfähige Entwicklungs- und Produktionsabteilungen, sondern man verfügte zugleich auch über eine eigene Vertriebsstruktur. Mit der Aktienübernahme bei Wanderer durch Nixdorf im April 1968 erfolgte zum 1. Oktober desselben Jahres der Zusammenschluss zwischen den ehemaligen Wanderer-Werken und dem Labor für Impulstechnik zur Nixdorf Computer AG (NCAG) mit Sitz in Paderborn. Der sich schnell einstellende Erfolg der NCAG basierte auf der Erschließung eines neuen Computermarktes, der dezentralen elektronischen Datenverarbeitung. Massenhersteller wie IBM setzten weiterhin auf Großrechner und zentralisierte Datenverarbeitung, wobei Großrechner für kleine und mittlere Unternehmen zu teuer waren. Nixdorf stieß in diese Marktnische.
In der Folgezeit konnten auch Großunternehmen als Kunden gewonnen werden. In den 1970er Jahren stieg die NCAG zum Marktführer in der Mittleren Datentechnik in Deutschland auf und entwickelte sich zum viertgrößten Computerhersteller in Europa. 1972 war der westfälische Computerhersteller in 22 Ländern weltweit vertreten.
Ab 1975 brachte die NCAG eine neue Generation der Datenerfassungs- und Datenverarbeitungssysteme heraus, die 88xx-Reihe. Mit der Einführung dieses Systems fand die Erfolgsgeschichte der NCAG eine Fortsetzung und 1978 überstieg der Gesamtumsatz erstmals die Milliarden-Mark-Grenze. Weltweit beschäftigte die NCAG zu dem Zeitpunkt über 10.000 Mitarbeiter.
Um die Lehrlinge der NCAG adäquat am Computer auszubilden, richtete Nixdorf 1969 eine werkseigene Berufsschule ein, aus dessen Trägerverein 1972 das Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe hervorging. Des Weiteren war nach einer Direktive von Nixdorf Sportunterricht für die Auszubildenden Pflicht. Um der Belegschaft Möglichkeiten zum Sporttreiben zu geben, errichtete Nixdorf 1984 den Ahorn-Sportpark auf dem Betriebsgelände der NCAG. Der Sportpark stand auch der Paderborner Bürgerschaft zur Verfügung.
Das rasante Wachstum erforderte die Akquirierung neuer Geldmittel. 1978 lehnte Nixdorf ein Angebot der VW AG ab, die sich mehrheitlich an der NCAG beteiligen wollte. Die Zusage erhielt dagegen die Deutsche Bank, die für eine Beteiligung in Höhe von 25% 200 Mio. DM zahlte. Weitere rund 300 Mio. DM, konnte 1984 mit dem Gang an die Düsseldorfer Börse gewonnen werden und ein Jahr später erbrachte die Emission von Bezugsrechten weitere 700 Mio. DM. Im In- und im Ausland wurden Mitte der 1980er Jahre die Produktionskapazitäten ständig erweitert.

Paderborner Produktionsstätte von Nixdorf
Paderborner Produktionsstätte der Nixdorf Computer AG, 1987

Entwicklung der Nixdorf Computer AG nach dem Tod des Unternehmensgründers

1985 stieg der Umsatz auf fast 4 Milliarden DM, der Gewinn belief sich auf 172 Mio. DM. Beschäftigt waren zu diesem Zeitpunkt 23.300 Mitarbeiter in 44 Ländern. Das Folgejahr wurde durch den Tod des Unternehmensgründers überschattet. Am 17.03.1986 erlag Nixdorf den Folgen eines Herzinfarktes auf der Computermesse CeBIT. Die Nachfolge von Nixdorf trat im April 1986 Klaus Luft an.
Bei der Gründung des DAX 1988 gehörte die Nixdorf Computer AG zu den dort gelisteten Unternehmen. Jedoch konnte sie dem grundlegenden Wandel in der Computer- und Elektronikbranche nicht folgen. Wichtige Markttrends wie der Siegeszug der PC wurden verpasst und ein rascher Preisverfall kennzeichnete den mittlerweile hart umkämpften Massenmarkt der Mittleren Datentechnik. Darüber hinaus geriet das Unternehmen durch den plötzlichen Tod Nixdorfs in eine Nachfolgekrise. Seitens des Managements wurde massiv investiert, obwohl auf der Einnahmeseite keine entsprechenden Mittel vorhanden waren. Ende des Jahres 1989 musste der Vorstandsvorsitzende Klaus Luft nach dreieinhalb Jahren seine Position auf Druck des Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung räumen und wurde durch Horst Nasko ersetzt. Die Eigentümer sahen sich aufgrund der riesigen Verluste im operativen Geschäft gezwungen, das Unternehmen zu veräußern.

Übernahme durch Siemens

Am 01.10.1990 übernahm Siemens die Mehrheit der Nixdorf-Stammaktien und führte zunächst die Nixdorf Computer AG zur Siemens Nixdorf Informationssysteme AG (SNI) zusammen. 1992 erreichte Siemens den 100% Anteilsbesitz an der SNI nach Squeeze-out und gliederte diese in die Siemens AG ein. Nach einer schmerzhaften Gesundschrumpfung mit dem Verlust mehrerer Tausend Arbeitsplätze in Paderborn konnte sich SNI etwa ab Mitte des Jahrzehnts als größter europäischer Computerkonzern etablieren. Am 01.10.1998 wurde die SNI als AG aufgelöst und vollständig in die Siemens AG integriert.

Gründung neuer Gesellschaften

Am 01.10.1999 wurden die handels- und bankenspezifischen Aktivitäten der SNI aus dem Siemens-Konzern herausgelöst und von den Kapitalbeteiligungsgesellschaften Kohlberg Kravis Roberts und Goldman Sachs Capital Partners übernommen. Dabei wurde der Name in Wincor Nixdorf International GmbH geändert. Seit Mitte 2004 war das Unternehmen an der Frankfurter Börse notiert und trug den Namen Wincor Nixdorf AG.
Siemens verkaufte zum 01.04.2009 seine Unternehmensanteile an Fujitsu.

Zur Startseite