PHILIPP HOLZMANN AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Philipp Holzmann

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-10 (inkl. Erneuerungsschein), Blankette, ohne Kontrollunterschrift, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, Juli 1953, # ohne Nummer

Abb. Firmenemblem links und rechts.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, Juli 1953, # 004637

Abb. Firmenemblem links und rechts.
Auflage: 6.500 St.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 14-20 (inkl. Erneuerungsschein), Blankette, ohne Kontrollunterschrift, stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, August 1962, # ohne Nummer

Abb. Firmenemblem links und rechts.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, Juli 1964, # 050635

Abb. Firmenemblem links und rechts.
Auflage: 7.400 St.
Faks. H.-J. Abs als Aufsichtsratsvorsitzender.
dito Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, Kupons Nr. 17-20 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet, # ohne Nummer

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
Frankfurt am Main, August 1969, # 205336

Abb. Firmenemblem links und rechts.
Auflage: 10.000 St.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 41-60 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Frankfurt am Main, August 1981, # ohne Nummer

Abb. Firmenemblem links und rechts.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 41-60 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Frankfurt am Main, August 1981, # ohne Nummer

Abb. Firmenemblem links und rechts.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Gründung

Die Gründung erfolgte 1849 als Baugeschäft mit angegliederter Holzschneiderei durch Joh. Philipp Holzmann (1805-1870) in Sprendlingen bei Frankfurt. Kapitalgeber war die Internationale Bau- und Eisenbahnbaugesellschaft. 1864 übernahmen die Söhne Philipp und Wilhelm das Geschäft, 1872 wurde die Firma zur KG, ab 1917 zur AG.

Johann Philipp Holzmann

Das erste große Bauprojekt war der 1854 fertiggestellte Schwarzkopftunnel der Main-Spessart-Bahn. 1856 folgte der Umzug nach Frankfurt, wo 1863 eine Baufabrik entstand. Fortan war die Baugeschichte Frankfurts auch eng mit Holzmann verbunden.

Projekte

Das zeitweise größte deutsche Bauunternehmen war anfangs überwiegend im Eisenbahnbau tätig, erweiterte sein Arbeitsgebiet aber bald in alle Bereiche des Hoch- und Tiefbaus. 1873 beteiligte sich Holzmann am Bau des Frankfurter Opernhauses, 1877 folgte die Wettsteinbrücke über den Rhein in Basel als erstes Auslandsprojekt, 1882 der Hauptbahnhof Amsterdam, 1883 das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs Frankfurt, 1889 Arbeiten für den Nord-Ostsee-Kanal und 1892 der Justizpalast München. Ebenfalls 1899 beteiligte sich das Unternehmen als Gesellschafter an der Studiengesellschaft für Elektrische Schnellbahnen (St.E.S.) in Berlin. Internationale Aufmerksamkeit erlangte Holzmann durch die 1902 begonnene und von der Deutschen Bank finanzierte Bagdadbahn.
1906 begann das Holzmann-Engagement in Südamerika mit Beteiligungsgesellschaften in Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Peru und Uruquay. 1907 war Holzmann am Elbtunnel in Hamburg beteiligt, 1910 an der Edertalsperre. 1917 folgte die Umwandlung in eine AG. Auch im Wohnungsbau war das Unternehmen mit den Siedlungen Hellerhof und Riederwald in Frankfurt tätig. Ein weiteres Großprojekt war 1925 der Hindenburgdamm.

„Drittes Reich“

Vom Baubedarf im Nationalsozialismus profitierte auch die Philipp Holzmann AG als einer der größten deutscher Bauunternehmer. Dabei wurden auch Zwangsarbeiter eingesetzt:
  • Adolf Hitler beauftragte Albert Speer unmittelbar nach dem Sieg über Polen, im Oktober 1939, mit dem Ausbau einer Residenz in der Posener „Kaiserpfalz“. Er ließ dort Schlaf-, Arbeits- und Wohnzimmer einrichten. In vier Jahren wurden 27 Mio. RM verbaut, vor allem von Arbeitern aus Konzentrationslagern. Die ausführende Baufirma war Holzmann. Allerdings hat Hitler die Räume in Posen nie bezogen.
  • Zu einem der größten Tiefbunker Berlins zählte im 2. Weltkrieg die Schutzanlage unter dem Alexanderplatz. Sie wurde von 1941–43 im Auftrag der Deutschen Reichsbahn von Philipp Holzmann erbaut.
  • Ab November 1942 wurden 34 „Ostarbeiter“, bei denen es sich wohl vorrangig um Russen handelte, bei der Firma Philipp Holzmann AG zu Wiederaufbauarbeiten an den kriegsbeschädigten Gebäuden der Berliner Charité eingesetzt.
  • Nachkriegszeit

    Nach dem 2. Weltkrieg beteiligte sich die Philipp Holzmann AG an der Gründung der Frankfurter Trümmerverwertungsgesellschaft, die aus Bauschutt neues Baumaterial herstellte. Holzmann war u.a. in Frankfurt am Wiederaufbau des Goethe-Hauses, des Rathauses und der Paulskirche beteiligt. Im Verkehrsbereich baute Holzmann auf dem Rhein-Main-Flughafen und auch bei der Frankfurter U-Bahn mit. 1948-1950 kam es auch wieder zum verstärktem Beginn der Auslandstätigkeit.

    Weiterentwicklung und Ende

    1979 wurde das Engagement in den USA ausgebaut. In den 80er Jahren erfolgten zahlreiche Großaquisitionen zur weiteren Diversifikation. 1990 nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden Niederlassungen an den alten Standorten errichtet.
    1999 wurden schwere wirtschaftliche Schwierigkeiten publik. Das weltweit tätige Traditionsunternehmen hatte in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts durch Missmanagement, das nach Ansicht von Fachleuten die Grenze zum Kriminellen bereits überschritt, in Kombination mit den schwierigen Rahmenbedingungen für die deutsche Bauwirtschaft, einen Verlust von 2,4 Mrd. DM angehäuft. Als Hauptschuldiger wurde Vorstand Lothar Mayer ausgemacht. Ein medienwirksam verkündeter Rettungsversuch vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder scheiterte, so dass die Philipp Holzmann AG am 21.03.2002 endgültig Insolvenz anmelden musste. Dies hinderte den Konzern bzw. dessen juristische Vertetung jedoch nicht daran auch noch nach der Insolvenz kostenaufwenige und zum Teil von der Allgemeinheit als unsinnig verurteilte Gerichtsstreitigkeiten durchzuführen, wie beispielsweise die Abmahnung des Weldener Bauunternehmers Gerhard Holzmann und dessen Firma Holzmann-Bauberatung Planung-Beratung-Handel e.K. bzw. der Domain „holzmann-Bauberatung.de“. Trotz Auflösung des Konzerns und Veräusserung aller Firmenteile, inklusive der Marke „Philipp Holzmann“, wurde der damalige Jungunternehmer auf Grundlage des Markenschutzgesetzes abgemahnt und nach 3-jähriger Auseinandersetzung vom Bundesgerichtshof verurteilt.


    Bei der Demo gegen die Schließung des Konzerns
    Bei der Demo gegen die Schließung des Konzerns

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