PREUSSISCHE LANDESPFANDBRIEFANSTALT

Pfandbrief Preußische Landespfandbriefanstalt

5 % Pfandbrief, Lit. AA, Reihe 31, über 50 DM, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, Januar-Juli, 2 S., nicht entwertet
Wiesbaden, 15. März 1950, # 05693

Abb. Adler oben.

5 % Pfandbrief, Lit. A, Reihe 31, über 100 DM, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, Januar-Juli, 2 S., lochentwertet im Siegel
Wiesbaden, 15. März 1950, # 13420

Abb. Adler oben.

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Unternehmensgeschichte

Gründungsphase

Nach dem 1. Weltkrieg litt Deutschland unter großer Unsicherheit, geprägt von einer schweren Wirtschaftskrise. Die Inflation erreichte ungeahnte Dimensionen und der Wohnungsbau kam durch die aufgezehrten privaten Vermögen weitgehend zum Erliegen, was zu einem katastrophalen Wohnungsnotstand führte. Genau in diese Zeit fiel die Gründung der Deutschen Wohnstätten-Bank AG durch die preußische Wohnungsfürsorgegesellschaften, die Preußische Landespfandbriefanstalt sowie einer Reihe außerpreußischer Gesellschaften in Berlin. Die Wohnungsfürsorgegesellschaften sollten Wohnungen für Heimkehrer und Kriegsflüchtlinge schaffen, um die vorherrschende Wohnungsnot zu bekämpfen.
So wurde das Unternehmen am 22.07.1922 als staatliche „Preußische Landespfandbriefanstalt“ gegründet. Zweck waren Hypothekenbankgeschäfte, insbesondere die Beleihung von Kleinwohnungen und ähnlichen Objekten.
Das ehemalige Jagdschloss eines Kurfürsten in Berlin, Schützenstraße, war 1922 die erste Bleibe der jungen Pfandbriefanstalt. Dort bezog man die erste Etage. 1927 hatte die Anstalt mehr als 40 Mitarbeiter. So zog man um in die Mohrenstraße.

„Drittes Reich“

Das Jahr 1933 brachte eine gewisse Wende. Banken waren den Anhängern der NSDAP meist suspekt, so dass es schon mal zur Aufforderung zum „Bankensturm“ kam. So zog auch eines Tages ein SA-Sturm zum Zwecke der Gleichschaltung vor dem Haus auf.
Mit Aufrüstung und Wehrpflicht bekam die Landespfandbriefanstalt den Krieg zu spüren, bevor er überhaupt ausgebrochen war. Das Geld verlor an Wert, zahlreiche Schuldner zahlten ihre Hypotheken vorzeitig zurück. Der Krieg rückte heran, zahlreiche Mitarbeiter wurden eingezogen, fielen oder kamen verwundet zurück.
Die Bank war 1943 das größte öffentlich-rechtliche Grundkreditinstitut in Deutschland mit einem Umlauf an Anleihen von rund 384.000.000 RM.
Nach einem Bombentreffer auf das Berliner Bankgebäude Mohrenstr. 7-8 richtete die Bank Anfang 1945 einen Ausweichbetrieb in Freising bei München ein.

Nachkriegszeit

Im September 1949 übersiedelte man offiziell von Berlin nach Wiesbaden. Nach und nach fand sich eine Reihe alter Mitarbeiter ein, die Krieg, Flucht und Gefangenschaft überstanden hatten. Mancher, der alles verloren hatte bekam durch seine alte Firma wieder Boden unter die Füße, oft noch mehr – seelischen Halt.
Ab 1951 wurde die Bank „Deutsche Pfandbriefanstalt Körperschaft des öffentlichen Rechts“ genannt. Ab 1954 wurde die Bank eine bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts.


weiteres unter: Depfa-Bank

Rex-Haus Mohrenstraße
Das Rex-Haus in der Mohrenstraße

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