LEFFERS AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Leffers AG

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Bielefeld, Juni 1977, # 001614

Abb. Firmensignet oben.

Aktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 22-40 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet im Siegel
Bielefeld, Juni 1977, # 001541

Abb. Firmensignet oben.

Namensaktie Leffers AG

Namensaktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht ausgestellt, nicht entwertet
Bielefeld, Februar 1970, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet oben.

Namensaktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 5-10 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, nicht ausgestellt, lochentwertet
Bielefeld, August 1974, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet oben.

Vorzugsktie Leffers AG

Vorzugsaktie über 50 DM, DIN A 4 hoch, Kuponreste Nr. 23-40 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet im Siegel
Bielefeld, April 1984, # 004585

Abb. Firmensignet oben.

SINN Aktiengesellschaft

Aktie Sinn AG

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 12-20 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet im Siegel
Köln, November 1984, # 202634

Abb. Firmensignet oben.
Auflage: 120.000 St.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 12-20 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet im Siegel
Köln, November 1984, # 103041

Abb. Firmensignet oben.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Köln, November 1984, # 008514

Abb. Firmensignet oben.
Auflage: 23.000 St.

Sinn Leffers Aktiengesellschaft

Aktie Sinn Leffers

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 5-20 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
Hagen, November 1997, # 200264

Abb. mit dem kleinen Schmetterling.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 5-20 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
Hagen, November 1997, # 100264

Abb. mit dem kleinen Schmetterling.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 5-20 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet im Siegel und stempelentwertet rückseitig
Hagen, November 1997, # 000264

Abb. mit dem kleinen Schmetterling.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Anfänge der Gebrüder Sinn

Die Geschichte des Unternehmens reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Angefangen hat die wechselvolle Geschichte der beiden Unternehmen Sinn und Leffers mit dem traditionellen Wanderhandel. Sogenannte „Kiepenkerle“ zogen damals mit ihrem Angebot in Körben („Kiepen“) auf dem Rücken von Ort zu Ort und boten ihre Waren an. So auch Johannes und Friedrich Sinn, die von Sauerland bis Ruhrgebiet und Rheinland unterwegs waren, um dort ihre Stücke und Kurzwaren zu verkaufen. Bald darauf unternahmen Johannes Sinn und seine Söhne erste Gehversuche im stationären Einzelhandel, als sie ihre Verkäufe auch in den Lagerstätten vornahmen.
1850 eröffneten sie in Köln eine kleine „Kurzwarenhandlung en detail Gebr. Sinn“, die auch „Strumpf- und Holzwaren“ führte.

Anfänge der Brüder Leffers

1894 starteten die Brüder Heinrich und Carl Leffers ihre kaufmännischen Aktivitäten durch die Gründung ihres Textilkaufhauses in Delmenhorst mit einem Kapital von 3.000 Mark. Ihre damals revolutionäre Geschäftsidee war feste Preisauszeichnungen anstelle des üblichen Preisaushandelns. Der Barverkauf sicherte die Liquidität des Unternehmens, eine Umtauschmöglichkeit brachte Vertrauen und die scharf kalkulierten Preise ließen Kunden Geschmack an diesem neuartigen Gebaren finden. Nach einigen anfänglichen Hindernissen setzte sich schließlich ihre Idee durch. Aus diesen Ansätzen entstand später die Leffers AG mit insgesamt zehn Modehäusern.

Sinn an der Hochstraße
Sinn an der Hochstraße in den 1920er Jahren

Westdeutsche Handelsgesellschaft

Die Gesellschaft wurde 1911 als „Westdeutsche Handelsgesellschaft AG“ gegründet um die seit 1900 bestehende GmbH zu übernehmen. Im Jahr 1900 beteiligten sich die Söhne von Johannes Sinn wesentlich an der Gründung des Einkaufs- und Dienstleistungsverbundes Westdeutsche Handelsgesellschaft (WHG) als Einkaufsvereinigung. Über die WHG waren die Firmen als größte Anschlussunternehmen fortan partnerschaftlich verbunden. Eingebracht wurden außerdem eine größere Anzahl Fabrikations-, Groß- und Einzelhandelsunternehmen der Textilbranche. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine im ganzen westdeutschen Raum tätige Kaufhauskette.

Fusion

Ab 1972 firmierte das Unternehmen als Westdeutsche Handelsgesellschaft Gebr. Sinn AG, ab 1984 dann als Sinn AG.
Am 01.01.1997 entstand durch die Fusion der Leffers AG mit der Sinn AG eine neue gemeinsame AG unter der Regie des neuen Eigentümers, der Schickedanz-Gruppe, zu der auch Quelle gehörte. Die SinnLeffers AG verfügte damals über 46 Häuser bei einem Umsatzvolumen von rd. 1,7 Mrd. DM und einer Verkaufsfläche von rd. 255.000qm. Der Sitz wurde von Köln nach Hagen verlegt.

Neues Jahrtausend

2001 erwarb der KarstadtQuelle-Konzern die Aktienmehrheit an der SinnLeffers AG. Aufgrund von Sortimentsüberschneidungen von bis zu 70% im nahezu gleichen Preis-Segment wie Karstadt verlor SinnLeffers sein klares Profil.
Mit dem Untergang der Mutter kam auch SinnLeffers in wirtschaftlich schwieriges Fahrwasser. 2005 verkaufte Karstadt schließlich SinnLeffers an die DIH Deutsche Industrie Holding. Mit dem ehemaligen Wella-Chef Peter Zühlsdorff als neuen Eigentümer erhielt das Unternehmen endlich wieder einen sehr unternehmerisch und langfristig orientierten Investor, der an das Unternehmen glaubte und den Mitarbeitern Hoffnung gab.
Im Geschäftsjahr 2006/2007 übernahmen die beiden Geschäftsführer Patrick Feller und Karsten Oberheide die Verantwortung für das angeschlagene Unternehmen. SinnLeffers hatte zu diesem Zeitpunkt 47 Filialen und 3.700 Mitarbeiter in ganz Deutschland. Die dringend notwendige Restrukturierung sollte aus dem unprofitablen und profillosen Textilhändler wieder ein erfolgreiches Modehaus mit Beratungskompetenz machen. Dies sollte über drei Stellschrauben erfolgen, die Positionierung der Marke in Richtung gehobener Mittelstand, die Bereinigung des Filialportfolios und die Kosten- und Prozessoptimierung des Unternehmens. Der Zeitplan sah vor innerhalb von drei bis fünf Jahren den Turnaround zu schaffen. Im Zuge der Restrukturierung veränderten die neuen Gesellschafter 2006 die Gesellschaftsform. Die bisherige Aktiengesellschaft wurde in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt.
Doch die Sanierung war aus eigener Kraft nicht zu schaffen. Das Kernproblem war die Bereinigung des Standortportfolios mit den zu hohen Mieten. Am 07.08.2008 meldete SinnLeffers beim Hagener Amtsgericht das Insolvenzplanverfahren in Eigenverantwortung an. Ziel war es, das Unternehmen wieder auf eine solide Basis zu stellen, damit es künftig nicht mehr nur ums Überleben kämpfen, sondern erfolgreich wirtschaften konnte. Die Gläubigerversammlung segnete das Sanierungskonzept ab. Für 23 Verlusthäuser wurden die Mietverträge gekündigt, für die verbleibenden 24 konnten bessere Konditionen ausgehandelt werden. Im Februar 2009 wurden die Filialen geschlossen und 1.500 Mitarbeiter entlassen, ebenso am Hagener Stammsitz. Seitdem war SinnLeffers mit 2.200 Mitarbeitern und 24 Filialen profitabel am deutschen Textileinzelhandel vertreten.
2013 erwarb die Familie Wöhrl zu 100% die Anteile von der DIH. Die beiden etablierten Marken Wöhrl und SinnLeffers blieben erhalten.


SinnLeffers

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