IM AUFTRAGE DES RATES DER STADT

Schuldverschreibung Stadt Wuppertal
Die Ausgabe diente der Finanzierung des sozialen Wohnungsbaus.

5 ½ % Schuldverschreibung, Serie 2, über 100 DM, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, April/Oktober, 2 S., lochentwertet im Siegel
Wuppertal, Juni 1954, # 000130

Abb. Wappen der Stadt Wuppertal oben.
Auflage: 900 St.
dito Serie 3, Zinsscheine Nr. 25-26, # 000210
dito Serie 5, Zinsscheine Nr. 13-26, # 000380

5 ½ % Schuldverschreibung, Serie 2, über 500 DM, DIN A 4 hoch, Zinsscheine Nr. 17-26, April/Oktober, 2 S., lochentwertet im Siegel
Wuppertal, Juni 1954, # 000970

Abb. Wappen der Stadt Wuppertal oben.
Auflage: 600 St.
dito Serie 4, Zinsscheine Nr. 15-26, lochentwertet, # 001094
dito Serie 10, Zinsscheine Nr. 9-26, lochentwertet, # 001449

5 ½ % Schuldverschreibung, Serie 1, über 1.000 DM, DIN A 4 hoch, Zinsscheine Nr. 23-26, April/Oktober, 2 S., Abheftlochung links und lochentwertet im Siegel
Wuppertal, Juni 1954, # 001583

Abb. Wappen der Stadt Wuppertal oben.
Auflage: 1.500 St.
dito Serie 2, Zinsscheine Nr. 17-26, # 001664
dito Serie 6, Zinsscheine Nr. 21-26, # 002261
dito Serie 9, ohne Zinsscheine, lochentwertet im Siegel, # 002754
dito Blankette, ohne Kontrollunterschrift, ohne Seriennummer, kompletter Zinsscheinbogen Nr. 2-15, nicht entwertet, # ohne Nummer

5 ½ % Schuldverschreibung, Serie 2, über 5.000 DM, DIN A 4 hoch, Zinsscheine Nr. 17-26, April/Oktober, 2 S., Abheftlochung links und lochentwertet im Siegel
Wuppertal, Juni 1954, # 003135

Abb. Wappen der Stadt Wuppertal oben.
Auflage: 1.000 St.
dito Serie 3, Zinsscheine Nr. 25-26, # 003211
dito Serie 5, Zinsscheine Nr. 13-26, lochentwertet, # 003421

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Frühgeschichte und Mittelalter

Erste Spuren von menschlichen Siedlungen und Aufenthalten im Tal der Wupper gehen auf das Jahr 1000 v. Chr. zurück. Eine etwa sechs Quadratmeter große bronzezeitliche Fundstelle mit Bruchstücken von Keramik wurde 2003 bei Erdarbeiten in Elberfeld entdeckt.
Ab dem 7. Jahrhundert erfolgte die relativ späte und spärliche Besiedelung des Wupperraums durch germanische Volksstämme. Einzelne Höfe wurden aufgrund von Ortsnamenforschung auf eine Besiedlung im 8. bis 9. Jahrhundert datiert. Die Region war lange Zeit Grenzgebiet zwischen dem Herrschaftsraum der Franken und Sachsen, was größere Siedlungsstrukturen verhinderte.
Urkunden belegen die ursprünglichen Vorgängersiedlungen der heutigen Stadt Wuppertal größtenteils etwa um die erste Jahrtausendwende. Sie wurden wie folgt gesichert urkundlich erwähnt: Cronenberg 1050, Barmen 1070, Elberfeld 1161, Schöller 1182, Ronsdorf 1246, Beyenburg 1298, Langerfeld 1304, Dönberg 1355 und Vohwinkel 1356.
Nach der Gründung des Deutschen Reichs im 10. Jahrhundert setzte die große Rodungszeit im Wuppergebiet ein, die bis ins 16. Jahrhundert dauerte. Damit verbunden waren viele neue Siedlungen und ein Ausbau von Herrenhöfen zu Burgen.

Wappen
Stadtwappen Wuppertal

Epoche der Frühindustrialisierung

Die frühe Industrialisierung basierte auf den vier in der Gegend vorkommenden Industriefaktoren Eisenerz, Kohle, Holz und Wasser. Wasserkraft wurde, nach Erwerb der Nutzungsrechte, als Antrieb für Textilmühlen, Blasebälge für Rennöfen und Schmiedefeuer, Hammerwerke, Klöppelmaschinen, Webstühle oder sonstige Maschinen benutzt.
Das größte Standbein im Tal der Wupper war die Textilindustrie, hier reihten sich Webereien und Fertigungshallen aneinander. Im Zentrum von Elberfeld bestand über viele Jahrzehnte eine dauerhafte Welttextilmesse, auf der lokal produzierte Stoffe aller Art präsentiert und verhandelt wurden. In dieser Zeit war Wuppertal einer der bedeutendsten Textilstandorte der Welt. In den Seitentälern und auf den Höhen gab es hunderte Handwerksbetriebe aller Art, die neben der Bandwirkerei sich vor allem mit der Werkzeugfertigung und Herstellung ihrer Vorprodukte beschäftigten.
Der ab Beginn des 19. Jahrhunderts durchweg mechanisierten Textilindustrie folgten unterstützende Gewerbezweige wie die chemische Industrie, die zunächst sich der Entwicklung von Textilfarbstoffen widmete, der Maschinenbau und die Elektrotechnik. Die Werkzeugindustrie, deren Tradition bis in das Spätmittelalter zurückgeht, etablierte sich besonders im späteren Stadtteil Cronenberg. Daneben entwickelte sich Elberfeld zu einem umschlagsstarken Handelszentrum, das vor allem lokale Produkte weltweit vermarktete. Das Unternehmen Bayer wurde 1863 im Barmen gegründet. Als „Barmer Teppichfabrik Vorwerk & Co“ begann in Barmen die Geschichte des Unternehmens Vorwerk.
Dem Wachsen der Wirtschaft folgte ein erheblicher Anstieg der Bevölkerung. Zwischen 1830 und 1885 vervierfachte sich die Einwohnerschaft und Barmen und Elberfeld wuchsen jeweils zu Großstädten.
Um die Jahrhundertwende 1900 bescherten Kleineisenhandwerk und Textilindustrie mit florierender Produktion und beachtlichem Handel den Städten noch einmal einen kräftigen Wachstumsschub.

Zusammenwachsen

1861 schieden Elberfeld und Barmen aus dem Landkreis Elberfeld aus und wurden kreisfreie Städte. Der verbleibende Rest des Landkreises Elberfeld wurde in Landkreis Mettmann und ab 1929 in Landkreis Düsseldorf-Mettmann umbenannt.
Ab 1885 wurden im Stadtkreis Barmen noch sieben Wohnplätze unterschieden: Stadt Barmen, Hatzfeld, Lichtenplatz, Westen, Heckinghausen, Heidt, Carnap. 1922 erfolgte die Eingliederung der Gemeinden Langerfeld und Nächstebreck. In Elberfeld unterschied man 1885 insgesamt 20 Wohnplätze.
1920 ging der Widerstand gegen den Kapp-Putsch von Elberfeld aus, wo sich Vertreter von KPD, USPD und SPD trafen, in einem gemeinsamen Aufruf zum Widerstand gegen die Putschisten durch Streik und Erringung der politischen Macht aufriefen und so den Ruhraufstand in Gang brachten.
Die Vereinigung von Barmen und Elberfeld mit Cronenberg, Ronsdorf und Vohwinkel erfolgte 1929. Den Namen Wuppertal erhielt die Stadt allerdings erst 1930, da sich in der Zwischenzeit mehrere Vorschläge ergaben und lange Zeit diskutiert wurden. „Wuppertal“ erhielt hierbei den Zuschlag vor Bezeichnungen wie Barmen-Elberfeld, Elberfeld-Barmen, Barmen-Elberfeld-Vohwinkel, Barmenelb, Elbbarmen, Wupperstadt, Wupperberg, Wupperhausen, Bergmark, Bergstadt, Talberg, Großwupp, Wupperalis, Bergland, Hungerstadt, Barmerfeld oder Baelvort

Nationalsozialismus, Widerstand und Zweiter Weltkrieg

Wuppertal war in der Zeit des Nationalsozialismus einerseits schon früh ein westdeutsches Zentrum der aufstrebenden NSDAP, andererseits aber auch eine wichtige Stadt des politischen, gewerkschaftlichen und kirchlichen Widerstands.
1925/26 arbeitete und wohnte der spätere Propagandaminister Goebbels als Parteifunktionär in Elberfeld. Bis zum Sommer 1933 wurden 18 Einwohner der Stadt von Mordkommandos der SA getötet. Der Stadtverordnete und besonders brutale SA-Führer Willi Veller wurde 1930 zum Reichstagsabgeordneten gewählt und im Juli 1933 zum kommissarischen Polizeipräsidenten der Stadt ernannt.
Bereits am 01.04.1933 wurden in einer von Schulen durchgeführten Aktion neben vielen anderen Büchern auch Werke der jüdischen Schriftstellerin und geborenen Wuppertalerin Else Lasker-Schüler öffentlich verbrannt, worauf eine Welle von weiteren Bücherverbrennungen in mehr als 50 deutschen Städten folgte.
Am 11.04.1933 protestierte der Schriftsteller Armin T. Wegner, dessen Werke ebenfalls verbrannt wurden, in einem offenen Brief an Adolf Hitler gegen die Judenverfolgungen. Wegner wurde von der Gestapo verhaftet, gefoltert und für mehrere Monate in Gefängnissen und Konzentrationslagern inhaftiert. Danach emigrierte er nach Italien.
Im 2. Weltkrieg wurde die Innenstadt durch schwere Angriffe der Alliierten großteils zerstört. Die historische Bausubstanz in den urbanen Hauptzentren wurde bis auf wenige Ausnahmen vernichtet. Zum Opfer fielen viele kulturhistorisch bedeutende Gebäude.
Am 16.04.1945 eroberte die 78th Infantry Division der US Army die Stadt. Im Zuge der Einteilung Deutschlands in Besatzungszonen kam Wuppertal zur Britischen Besatzungszone.

Nachkriegsgeschichte

Die Stadt konnte insgesamt einen guten Neuanfang machen. Die Textilindustrie war bis weit in die 1970er Jahre wesentlicher wirtschaftlicher Faktor der Stad. Der Niedergang der Textilindustrie begann bereits nach dem 1. Weltkrieg, ein kleiner Aufschwung erfolgte im 2. Weltkrieg aufgrund der Produktion von Uniformen. Durch die Globalisierung des Textilmarktes verlor die Industrie endgültig an Bedeutung
Der Strukturwandel machte Wuppertal als Industriestadt ähnlich wie den Ruhrgebietsstädten schwer zu schaffen. Während das Ruhrgebiet seit den 1980er Jahren öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt bekam, wurde das Bergische Städtedreieck mit den Städten Wuppertal, Solingen und Remscheid seitens des Landes lange Zeit nicht als förderungsbedürftig gesehen. Erst seit Beginn des 21. Jahrhunderts fand ein Umdenken statt und Wuppertal wurde nun stärker gefördert.


Wuppertaler Schwebebahn
Wuppertaler Schwebebahn im Stadtteil Barmen

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