TEWIDATA AKTIENGESELLSCHAFT für technisch-wissenschaftliche Datenverarbeitung

Aktie Tewidata AG

Namensaktie über 20.000 DM (400x50), DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), ausgestellt auf „Herr Peter Dölling, Grafrath-Wildenroth“, Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
München, Juli 1983, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet.

Aktie Tewidata AG

Vorzugsaktie über 50 DM, DIN A 4 hoch, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
München, Juli 1983, # 000700

Abb. Firmensignet.
Auflage: 5.000 St.
dito Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet, # ohne Nummer

Vorzugsaktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 hoch, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
München, Juli 1983, # 020381 bis 020400

Abb. Firmensignet.
dito Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet, # ohne Nummer

Vorzugsaktie über 50 DM, DIN A 4 hoch, kompletter Kuponbogen Nr. 2-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
München, September 1984, # 063802

Abb. Firmensignet.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
Meine Dubletten finden Sie unter der
Startseite

Unternehmensgeschichte

Gründung

Gegründet wurde das Unternehmen 1972 von Peter Dölling und einem weiteren Gesellschafter als Gesellschaft bürgerlichen Rechts in München. Am 23.11.1973 wurde es in eine GmbH umgewandelt. Das Unternehmen war Lieferant von schlüsselfertigen Systemen und kundenspezifisch ausgelegten EDV-Anlagen. 1974 wurde die Eine-Million-DM-Umsatzgrenze erreicht.

Entwicklung

1978 wurden die Handelsaktivitäten aufgenommen. Die Umsatzerlöse erreichten 4,4 Mio. DM. 1979 erreichten die Umsatzerlöse 9,5 Mio. DM, 1981 erreichten sie 19,9 Mio. DM, 1982 erreichten sie 25,3 Mio. DM und 1983 kam man auf 40,8 Mio. DM. Geschäftsstellen wurden in zahlreichen deutschen Städten eröffnet. 1981 beteiligte sich die Abitel GmbH für Anlagen und Beteiligungen am Unternehmen. 1982 wurden die Service-Aktivitäten der deutschen Plessey Peripheral Systems GmbH und der Alleinvertrieb für die PPS-Plessey Peripheral Systems aus Kalifornien übernommen.

Aktiengesellschaft

Im Juli 1983 wurde das Unternehmen in eine AG umgewandelt. Die Firmenbezeichnung lautete „TEWIDATA Aktiengesellschaft für technisch wissenschaftliche Datenverarbeitung“. Die Vorzugsaktien wurden zum Börsengang ausgegeben, die Stämme blieben in Gründerhand.
Die Aktien wurden von der PM Portfolio Management GmbH seinerzeit (zu) teuer zu 202 DM an die Börse geführt. Eine glückliche Hand schien dem Emissionshaus in Schwabing nicht gerade beschieden. Tewidata war bereits das sechste von PM zur AG gemachte Unternehmen, das nach kurzer Zeit wieder vom Kurszettel verschwand. Die Ernüchterung für die frisch gebackenen Kleinaktionäre folgte schnell. Die Probleme begannen bereits kurz nach dem Börsengang. Der einstige Finanzvorstand Günter Hesse musste gehen, weil angeblich unter seiner Verantwortung ein Gewinn ausgewiesen wurde, der in Wirklichkeit ein Verlust war. Seitdem gehörten rote Zahlen zum Alltag von Tewidata. Schon 1984 hatte sich der Kurs fast halbiert, aus einem angekündigten Gewinn von 1,5 Mio. wurden 3,5 Mio. DM Verlust.

Das Ende

Davon konnte man sich nicht mehr erholen, nach einjährigem Lavieren am Abgrund ging Tewidata endgültig der Atem aus und man musste bereits 1985 kurz vor einem Messe-Debüt in Hannover in die Insolvenz. Damit fand die Reihe der Hiobsbotschaften über das Systemhaus ihr vorläufiges Ende. Für das „Aus“ entschied sich die Tewidata am Donnerstag vor Ostern. Die Gesellschaft wurde abgewickelt. Den Aktionären blieb nichts als die alten Aktien.


Computer

Fenster schließen

Zur Startseite

Diese Seite drucken