WANDERER-WERKE Aktiengesellschaft

Aktie Wanderer-Werke

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 46-50 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
München, Mai 1958, # 11300

Abb: das seit 1896 unveränderte Markenzeichen (das geflügelte „W“).
Auflage: 9.200 St.
dito mit violettem, liegenden Futstempel des Norddeutschen Kassenvereins, # 14028
(durch die Hamburger Flutkatastrophe im Februar 1962 bei welcher sogar Banktresore überflutet wurden, wurde die handschriftliche Eintragung unleserlich, daher wurde mit dem sogenannten „Flutstempel“ die Kontrollunterschrift erneuert)

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 46-50 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
München, Mai 1958, # 00526

Abb: das seit 1896 unveränderte Markenzeichen (das geflügelte „W“).
Auflage: 1.700 St.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 46-50 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
München, Dezember 1959, # 22146

Abb: das seit 1896 unveränderte Markenzeichen (das geflügelte „W“).
Auflage: 5.000 St.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 46-50 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
München, Dezember 1959, # 02152

Abb: das seit 1896 unveränderte Markenzeichen (das geflügelte „W“).
Auflage: 810 St.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, nicht entwertet
München, Januar 1961, # 02903

Abb: das seit 1896 unveränderte Markenzeichen (das geflügelte „W“).
Auflage: 990 St.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 46-50 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
München, Oktober 1965, # 29116

Abb: das seit 1896 unveränderte Markenzeichen (das geflügelte „W“).
Auflage: 7.000 St.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 46-50 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
München, Oktober 1965, # 03842

Abb: das seit 1896 unveränderte Markenzeichen (das geflügelte „W“).
Auflage: 1.800 St.

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 46-50 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
München, August 1986, # 100469

Abb: das seit 1896 unveränderte Markenzeichen (das geflügelte „W“).
Auflage: 40.000 St.

WANDERER-WERKE AKTIENGESELLSCHAFT

Vorzugsaktie Wanderer-Werke

Vorzugsaktie über 50 DM, DIN A 4 hoch, Kuponreste Nr. 7-20 (inkl. Erneuerungsschein), stempelentwertet rückseitig
München, Dezember 1986, # 208628

Abb: das seit 1896 unveränderte Markenzeichen (das geflügelte „W“).
Auflage: 28.000 St.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Der Aufstieg

In Chemnitz eröffneten zwei junge Leute 1885 in der Poststraße ein Velozipedhandelsgeschäft. Es waren Winklhofer und Jaenicke. Nach ihnen hieß auch die Firma. Sie wurde am 26.02. beim Königlichen Amtsgericht ins Handelsregister eingetragen. Das Unternehmen baute seine ersten Hochräder selbst. Das allererste erwarb eine Dame, eine englische Artistin, denn andere trauten sich in Sachsen noch nicht auf das Hochrad zu schwingen. Zum Jahresende meldete die junge Firma jedoch bereits den Verkauf des hundertsten Velozipeds und einen Namen für ihr Erzeugnis: „Wanderer“.


Wandererrad

1887 firmierten die beiden jungen Fabrikanten neu als „Chemnitzer Veloziped-Fabrik Winklhofer und Jaenicke“. 90 Tage später brannte ihre Fabrik ab, doch schon am nächsten Tag hatten sie neue Räume gefunden.
1888 mussten Winklhofer und Jaenicke zum zweiten Mal beweisen wie groß ihr Wille zum Unternehmer ist. Hochräder wurden unmodern, alle Welt wollte Niederräder. Man stellte also die Produktion um auf ein neu entwickeltes Rad, das nun auch Damen benutzen konnten.
1890 wurden neben Fahrrädern auch Werkzeugmaschinen hergestellt um von dem schwankenden Velo-Geschäft loszukommen. Den Firmennamen passte man später auch an und firmierte unter „Maschinen- und Fahrräderfabrik Winklhofer und Jaenicke“.
1902 setzte sich der 42-jährige Winklhofer zur Ruhe. Jetzt wurden schon Motorräder produziert. Das erste hatte 1,5 PS. 1903 wurde die Schreibmaschine hergestellt. Sie schrieb sichtbar und hatte Typenhebel. Durch 60 Patente war sie geschützt.
Sein erstes Automobil wurde ebenfalls von Wanderer entwickelt, besonders aber wurden die Schreibmaschinen verkauft. Um zu dokumentieren, dass sie mehr Maschinen und Fahrräder fabrizierten, firmierte man wieder einmal um, diesmal in „Wanderer-Werke, vormals Winklhofer und Jaenicke AG“. Es folgten weitere Erfindungen: Katzenaugen (Rückstrahler), die erste Additions- und Substraktionsmaschine, eine Langgewindefräsmaschine und ein Kleinauto, später Wanderer-Puppchen genannt.
Im 1. Weltkrieg bewährten sich Wanderer Fahr- und Motorräder. Da die Bevölkerung hungerte, wurden Kartoffeln u.a. auf den Betriebsgeländen angebaut.


Schönau bei Chemnitz
Schönau bei Chemnitz (ca. 1929)

Die Weltwirtschaftskrise schlug durch bis Chemnitz. Nur noch leichte Motorräder waren gefragt, später musste der Bau von Motorrädern ganz aufgegeben werden. Der Werkzeugmaschinenbau florierte, dem Autogeschäft ging es noch leidlich, Fahrräder und Schreibmaschinen hielten den Betrieb über Wasser.
1932 ging der Automobilbauer zur Auto-Union, zusammen mit den anderen sächsischen Firmen Audi, Horch und DKW.
Im 3. Reich steigerte Wanderer den Fahrradumsatz erheblich, ebenso den Umsatz von Fräsmaschinen. Die Beschäftigtenzahl stieg deutlich. 1938 strich die Firma die beiden Namen der Gründer und hieß nur noch „Wanderer-Werke AG“.

Die zweite Etappe

Nach dem Krieg wurden die Wanderer-Werke demontiert und entschädigungslos enteignet. In München versuchte man das Unternehmen erneut auf die Beine zu bringen. Ein Grundstück wurde hier gekauft, Fahrräder und Fräsmaschinen hergestellt. In Köln beteiligte man sich zunächst mit 50 % an der Exakta-Büromaschinen GmbH, die später ganz übernommen wurde. Nachdem das Fahrradgeschäft nachließ, versuchte man es mit Mopeds, was zeitweise besser lief.
In den 80er Jahren lief das Geschäft schwierig bei Wanderer. Man versuchte weg zu kommen von Fräs- und Werkzeugmaschinen, hin zu Problemlösungen, maßgeschneidert für jeden Kunden. Im Vertrieb wurde der Export weiter aktiviert, außerdem wurde überlegt, nach Übersee zu verkaufen. Wanderer verkürzte die Lieferzeiten, optimierte Technik und Qualität und bot möglichst günstige Preise.

Eine neue Zukunft

Zum 01.10.1981 wurden die Weichen für eine neue Zukunft gestellt. Die gesamten Maschinenbau-Aktivitäten wurden auf eine neue GmbH übertragen und das Stammkapital gleichzeitig auf über 8 Mio. DM erhöht. Die wesentlichen Vermögensgegenstände im Bereich des Anlagevermögens, nämlich Grundstücke und Gebäude, verblieben im Besitz der AG. Die GmbH wurde an die UTI Industries Holding verkauft und Wanderer widmete sich von nun an dem Immobiliengeschäft.
Später hielten die Wanderer-Werke Beteiligungen in drei Sparten: Mailroom Management, Kraftfahrzeugteile und Verpackungsmaterialien.


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