Württembergische Cattunmanufactur Aktiengesellschaft

Aktie Württembergische Cattunmanufactur

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Heidenheim/Brenz, März 1980, # 000504

Abb. Firmensignet.

WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-Aktiengesellschaft

Aktie WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG

Aktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 1-20 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, lochentwertet
Heidenheim/Brenz, Mai 1992, # ohne Nummer

Abb. Firmensignet oben.

Aktie über 5 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Heidenheim/Brenz, September 1994, # 020260

Abb. Firmensignet oben.

Aktie über 50 DM (10x5), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Heidenheim/Brenz, September 1994, # 201486

Abb. Firmensignet oben.
dito Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, Abheftlochung oben, # 000000

Aktie über 500 DM (100x5), DIN A 4 quer, Kupons Nr. 19-20 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, Abheftlochung oben
Heidenheim/Brenz, September 1994, # 000000

Abb. Firmensignet oben.

Aktie WCM

Aktie über 1 Stück, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 4-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Hamburg, August 1999, # 000049347

Abb. großes Eurozeichen im Unterdruck.
dito lochentwertet im Siegel, ohne Kupons, # 000006622

Aktie über 10 Stück, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 4-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Hamburg, August 1999, # 900009735

Abb. großes Eurozeichen im Unterdruck.
Auflage: 10.000 St.

Aktie über 100 Stück, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 4-20 (inkl. Erneuerungsschein), nicht entwertet
Hamburg, August 1999, # 900509906

Abb. großes Eurozeichen im Unterdruck.
Auflage: 10.000 St.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
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Unternehmensgeschichte

Gründung und anfängliche Entwicklung

Die Gründung der ersten „Zitzfabrik“ in Heidenheim an der Brenz durch den Zitzfabrikanten J.H. Schüle, den Patriarchen der deutschen Druckindustrie, erfolgte 1766. Johann Gottlieb Meebold stieß kurz darauf zu dem jungen Unternehmen. So wurde seit 1774 eine „Baumwoll- und Indienne-Manufactur“ durch die Firma Meebold, Hartenstein & Comp. betrieben.


Zitz bezeichnet bunt bedruckten Kattun (glattes, leinwandartig gewebtes, ziemlich dichtes Baumwollzeug).


1817 sahen sich die damaligen Inhaber Christian Friedrich Meeebold und Ludwig Hartmann nach Aufhebung der Kontinentalsperre zur vorübergehenden Unterbrechung der Fabrikation gezwungen. Daraufhin schied L. Hartmann aus und unter der neuen Firma „Gottlieb und Friedrich Meebold Indienne-Fabrik“ wurde die Fabrikation bedruckter Baumwollwaren wieder aufgenommen. 1835 wurde die Druckerei mit den modernsten Maschinen neu ausgestattet, 1841 eine Dampfmaschine, die erste in Württemberg, aufgestellt.
Am 01.11.1856 erfolgte nach starker Expansion vom damaligen Inhaber Robert Meebold die Umwandlung des Unternehmens in die Rechtsform einer AG, als eine der ersten fünf Aktiengesellschaften Württembergs. 1922 brannte das Werk zum großen Teil ab und wurde anschließend wieder aufgebaut. Fabriziert wurden bedruckte und gefärbte Baumwoll-, Woll-, Kunstseide-, Zellwolle und Seidenstoffe.

WCM um 1950
um 1950

Weitere Entwicklung

Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war WCM eine Tochter der I.G. Farben, die stark mit dem nationalsozialistischen Regime verwoben war. Zur Arrondierung des Grundbesitzes wurde 1929 die Weberei L. Neunhoeffer & Söhne in Heidenheim erworben. 1943 beteiligte man sich als Großaktionär an der Mechanischen Baumwoll-Spinnerei und Weberei in Bayreuth. 1966 wurde die Produktion eingestellt wegen starkem internationalen Wettbewerb.

Beteiligungs- und Grundbesitz-AG

Nach dem Ende der Textil-Ära befasste sich WCM hauptsächlich mit der Vermietung und Pflege des umfangreichen eigenen Grundbesitzes in Heidenheim an der Brenz. Nach mehreren Kapitalerhöhungen Ende der 1980er Jahre und Anfang der 1990er wurde 1991 der Unternehmensgegenstand und die Firmierung von Württembergische Cattunmanufactur AG in WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-Aktiengesellschaft geändert, nachdem der Hamburger Großinvestor Karl Ehlerding die AG übernommen hatte. Dabei stand „WCM“ immer noch für „Württembergische Cattun-Manufaktur“. Der Geschäftszweck war aber der Erwerb und die Verwaltung von in- und ausländischen Beteiligungen und Finanzanlagen sowie die Betätigung im Grundstücksbereich. So folgten Beteiligungen an Konzernen wie Württembergische Versicherung AG, Spar Handelsgesellschaft, RSE Grundbesitz und Beteiligungs-AG und Klöckner-Werke. Auch baute das Unternehmen nach und nach einen großen Bestand an Wohnimmobilien auf.
Nach zwei Jahren mit starken Verlusten an der Börse leitete die WCM im Jahr 2003 eine Konsolidierungsphase ein. 2004 erfolgte die Neuausrichtung der Gesellschaft. WCM hatte sich aus dem Wohnimmobiliengeschäft zurückgezogen und dieses Geschäftsfeld im Dezember 2004 an den britischen Finanzinvestor Blackstone verkauft.
Die finanziellen Engpässe, hervorgerufen durch Fehlspekulationen beim Erwerb von Anteilen der Commerzbank und durch Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt, wollte der Vorstand bis zum Sommer 2006 durch eine Verschmelzung mit der gesunden Tochter, den Klöcknerwerken, beheben. Dieser Plan musste wegen offener Fragen um die Bewertung aufgegeben werden. Anfang Oktober 2006 kündigte daraufhin der Hauptgläubiger Kredite über 200 Mio. Euro, um die verpfändeten Anteile an den Klöcknerwerken und den Maternuskliniken zu verwerten. Am 08.11.2006 musste das Unternehmen nach gescheiterten Verhandlungen über den gekündigten Kredit einen Insolvenzantrag stellen. Der Wert der Aktie betrug zu diesem Zeitpunkt nur noch 7 Cent.
Am 08.03.2007 kaufte die Salzgitter AG die Aktienpakete der Klöckner-Werke und der RSE AG aus der WCM-Insolvenzmasse. Im Insolvenzverfahren der WCM am Amtsgericht Frankfurt 2009 haben die Gläubiger und der Vorstand der WCM im Erörterungs- und Abstimmungstermin dem vom Insolvenzverwalter vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt. Damit war die Grundlage für einen Fortbestand der WCM geschaffen worden. Das Insolvenzverfahren wurde aufgehoben und das Geschäft neu ausgerichtet. Die WCM AG kehrte an die Börse zurück und wurde am 21.12.2015 in den SDAX aufgenommen.

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