Württembergisches Portland-Cement-Werk zu Lauffen am Neckar

Aktie Württembergisches Portland-Cement-Werk

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, kompletter Kuponbogen Nr. 11-20 (inkl. Erneuerungsschein), perforiert „Muster“, ohne Kontrollunterschrift, Abheftlochung oben
Heibronn a. N., August 1959, # ohne Nummer

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, Kupons Nr. 14-20 (inkl. Erneuerungsschein), Blankette, ohne Kontrollunterschrift, stempelentwertet rückseitig
Heilbronn a. N., Januar 1961, # ohne Nummer

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Heilbronn a. N., September 1966, # ohne Nummer

dito Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 21-30 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Heilbronn a. N., September 1966, # ohne Nummer

dito Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, kompletter Kuponbogen Nr. 21-30 (inkl. Erneuerungsschein), lochentwertet

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Heilbronn a. N., Juli 1971, # 000167

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Heibronn a.N., Juli 1971, # ohne Nummer

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, Kuponreste Nr. 29-30 (inkl. Erneuerungsschein), Muster, aufgedruckt „wertlos“ rückseitig, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Heilbronn a. N., September 1972, # ohne Nummer

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, Blankette, ohne Kontrollunterschrift, nicht entwertet
Heibronn a.N., September 1972, # ohne Nummer

ZEAG Zementwerk Lauffen - Elektrizitätswerk Heilbronn Aktiengesellschaft

Aktie ZEAG Zementwerk Lauffen Elektrizitätswerk Heilbronn

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Heilbronn, März 1983, # 000813

Auflage: 9.200 St.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Heilbronn, März 1983, # 001119

Auflage: 13.000 St.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Heilbronn, März 1983, # 001617

Auflage: 14.800 St.

Aktie über 100 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Heilbronn, Juli 1985, # 052002

Auflage: 13.000 St.

Aktie über 1.000 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel
Heilbronn, Juli 1985, # 014912

Auflage: 3.700 St.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
Meine Dubletten finden Sie unter der
Startseite

Unternehmensgeschichte

Gründung und Zementwerk

Gegründet wurde das Unternehmen am 09.12.1888 auf Initiative des Berliner Zementforschers und Bauingenieurs Dr. Wilhelm Michaelis unter dem Namen „Württembergisches Portland Cement-Werk zu Lauffen a.N.“. Neben dem Rohstoffvorkommen spielte bei der Standortwahl die Wasserkraft des Neckars bei Lauffen eine entscheidende Rolle. Ursprünglicher Betriebszweck war die Fabrikation von Portlandzement in Lauffen am Neckar. Das Grundkapital betrug 1,5 Mio. Goldmark.

Energieerzeugung

Das neue Werk benötigte lediglich 40 % des im Wasserkraftwerk produzierten Stroms um Zement herzustellen. Daher reifte kurz nach der Gründung der Plan, die rund zehn km entfernte Stadt Heilbronn mit elektrischer Energie zu versorgen und dafür ein Elektrizitätswerk zu errichten. Auf eine Ausschreibung der Anlagentechnik erhielt das Unternehmen zunächst nur unbefriedigende Angebote, denn der aktuelle Stand der Technik, die Gleichstromtechnik, konnte Strom nicht bzw. nur mit großen Verlusten über längere Strecken übertragen.
Daher war 1891 die erste Übertragung von Drehstrom aus dem Wasserkraftwerk des Zementwerks nach Frankfurt durch Oskar von Miller ein herausragendes Ereignis. Als Folge dieser Pioniertat wurde ab 1892 Heilbronn als erste Stadt der Welt mit elektrischem Drehstrom versorgt.
Am 25.08.1891 machte der Strom auf eindrucksvolle Weise die Kräfte des Lauffener Neckars in Frankfurt wieder sichtbar, indem er den Wasserfall zum Sprudeln und 1.000 Glühbirnen zum Leuchten brachte.

Mitarbeiter
Mitarbeiter des Württembergischen Portland-Cement-Werks zu Lauffen am Neckar um 1920

Weitere Entwicklung

Seitdem installierte das Unternehmen weitere Kraftwerke und baute ihr Einzugsgebiet im Umkreis weiter aus. 1898 wurde in Heilbronn ein Dampfkraftwerk in Betrieb genommen. 1910 erwarb man die Konzession für Kirchheim am Neckar, 1912 für Lauffen am Neckar und Neckarwestheim. Neben der Stromerzeugung wurde auch die Zementproduktion ausgeweitet.
1922 wurde die Stadt Heilbronn Mehrheitseigner. 1929 wurde die Stromerzeugung aus dem Laufwasserkraftwerk Horkheim genutzt, 1941 wurde in Lauffen eine Neckarstaustufe mit neuem Wasserkraftwerk eröffnet.

Neuanfang

Im 2. Weltkrieg wurde die gesamte historische Innenstadt Heilbronns am 04.12.1944 zerstört. Das Württembergische Portland-Cement-Werk zu Lauffen am Neckar verzeichnete die Zerstörung des Dampfkraftwerks in der Badstraße und schwere Schäden an den Netzanlagen.
Wenige Tage nach der Zerstörung schloss man zunächst die Betriebe der Wasser- und Lebensmittelversorgung an die Stromversorgung an, um anschließend in rascher Folge die Versorgungsnetze in den noch besiedelten Teilen der Stadt wieder herzustellen. Den Strombedarf deckte das Elektrizitätswerk aus den intakt gebliebenen Wasserkraftwerken in Lauffen und Horkheim. Das Zement und Kalkwerk konnte schon kurz nach Kriegsende die Produktion in eingeschränktem Umfang wieder aufnehmen. Die in Schutt und Asche liegende Stadt Heilbronn war dringend auf die Versorgung mit Baustoffen und Elektrizität angewiesen.

Entwicklung von Zement und Elektrizität

Mit der zunehmenden „Elektrifizierung“ und dem Wirtschaftswachstum stieg auch der Strombedarf in Deutschland bis in die 1990er Jahre stetig an. 1956 ging das Neckarkraftwerk in Heilbronn in Betrieb. Doch die anfänglich genutzte Wasserkraft allein reichte nicht mehr aus um den gestiegenen Bedarf zu decken. Es mussten Großkraftwerke gebaut werden. Fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Gas, aber auch neue Technologien wie die Kernkraft fanden dabei Berücksichtigung.
Das Ziel des Unternehmens war es immer, den Strom für den Bedarf ihrer Kunden möglichst in der Region zu decken. 1968 ging so das Kernkraftwerk in Obrigheim in Betrieb. Der Zementverkauf erreichte 1972 mit einer halben Mio. Tonnen die Höchstmarke. Seitdem entwickelten sich die beiden Geschäftsbereiche Strom und Zement auseinander. Der Rückgang des Zementabsatzes galt nicht nur für das Zementwerk in Lauffen, sondern für die gesamte deutsche Zementindustrie.

Struktureller Nachfragerückgang

Der strukturelle Nachfragerückgang erforderte schmerzhafte Kapazitätsanpassungen in Lauffen. Um beiden Standbeinen auch im Namen Rechnung zu tragen und aufgrund gesetzlicher Forderungen (Zusatz „Aktiengesellschaft“ muss enthalten sein), gab sich das Württembergische Portland-Cement-Werk 1980 einen neuen Namen: „ZEAG Zementwerk Lauffen – Elektrizitätswerk Heilbronn AG“. 1986 erfolgte gemeinsam mit der EVS die Gründung der Gasversorgung Unterland GmbH.

Fenster schließen

Zur Startseite

Diese Seite drucken