ZANDERS FEINPAPIERE AKTIENGESELLSCHAFT

Aktie Zanders Feinpapiere

Aktie über 50 DM, DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet vorderseitig
Bergisch Gladbach, Januar 1984, # 0010948

Abb. drei Firmensignets verschiedener Werke unten.
Auflage: 50.000 St.

Aktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 quer, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet vorderseitig
Bergisch Gladbach, Januar 1984, # 1049105

Abb. drei Firmensignets verschiedener Werke unten.
Auflage: Auflage: 57.500 St.

Aktie Zanders Feinpapiere

Vorzugsaktie über 50 DM, DIN A 4 hoch, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet vorderseitig
Bergisch Gladbach, September 1986, # 1507335

Abb. drei Firmensignets verschiedener Werke unten.
Auflage: 15.000 St.

Vorzugsaktie über 1.000 DM (20x50), DIN A 4 hoch, ohne Kupons, lochentwertet im Siegel und stempelentwertet vorderseitig
Bergisch Gladbach, September 1986, # 2000832

Abb. drei Firmensignets verschiedener Werke unten.
Auflage: 19.250 St.

ZANDERS Feinpapiere Aktiengesellschaft

Optionsschein Zanders Feinpapiere

Inhaber-Optionsschein ausgegeben mit einer Teilschuldverschreibung einer 6 ½ % DM-Optionsanleihe für 1 Vorzugsaktie im Nennbetrag von 50 DM, DIN A 4 hoch, Kupons A-F unten anhängend, nicht entwertet
Bergisch Gladbach, November 1988, # 001265

Abb. drei Firmensignets verschiedener Werke unten.
Auflage: 40.000 St.

Inhaber-Optionsschein ausgegeben mit einer Teilschuldverschreibung einer 6 ½ % DM-Optionsanleihe für 3 Vorzugsaktien im Nennbetrag von je 50 DM, DIN A 4 hoch, Kupons A-F unten anhängend, nicht entwertet
Bergisch Gladbach, November 1988, # 044203

Abb. drei Firmensignets verschiedener Werke unten.
Auflage: 40.000 St.

Inhaber-Optionsschein ausgegeben mit einer Teilschuldverschreibung einer 6 ½ % DM-Optionsanleihe für 40 Vorzugsaktien im Nennbetrag von je 50 DM, DIN A 4 hoch, Kupons A-F unten anhängend, nicht entwertet
Bergisch Gladbach, November 1988, # 083156

Abb. drei Firmensignets verschiedener Werke unten.
Auflage: 6.000 St.

ZANDERS INTERNATIONAL FINANCE B.V.

Teilschuldverschreibung Zanders International

6 ½ % Inhaber-Teilschuldverschreibung, über 10.000 DM, DIN A 4 hoch, ohne Zinsscheine, 1. Dezember, aufgedruckt „Specimen“, ohne Kontrollunterschrift, 2 S., ansonsten nicht entwertet
Amsterdam, November 1988, # 000000

Abb. drei Firmensignets verschiedener Werke unten.

Die Wertpapiere stammen aus meiner Sammlung und sind unverkäuflich.
In dieser Auflistung fehlende Papiere besitze ich noch nicht, gerne erwarte ich Ihre Angebote.
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Unternehmensgeschichte

Papierherstellung

Das ägyptische Papyrus, von dem das Papier seinen Namen hat, ist ein schilfartiges, mehrere Meter hohes Sumpfgewächs. Das Innere des Stengels wurde in dünne Streifen geschnitten und auf einer feuchten Unterlage kreuzweise übereinander gelegt und gehämmert. Den Klebstoff für das Blattgefüge lieferte das Mark des Stengels. Die Schreibseite der Bogen wurde dann mit einfachem Werkzeug geglättet und vor dem Trocknen mit Weizenmehl-Kleister beschichtet.

Spätere Papierproduktion

Rohstoff für die Papierproduktion waren bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem Hadern (Lumpen, überwiegend aus Leinenstoffen). Sie wurden von Frauen und Kindern in der Lumpenkammer vorbereitet, d.h. Knöpfe und Schnallen abgetrennt, nach Farben und Feinheit sortiert, manchmal gewaschen und in kleine Stücke zerschnitten. Diese Arbeit war zwar leicht, aber unangenehm, denn Staub und Schmutz verursachten oft Infektionen und Erkrankungen der Atemwege. Die Hadern ließ man dann faulen und zerkleinerte sie anschließend in Stampfwerken, später im „Holländer“, einer Wanne, in der ein von Wasserkraft angetriebener Zylinder mit Messern den Faserbrei für das Papierschöpfen aufbereitete. An der Bütte schöpfte dann ein Mann mit dem Sieb Papierbögen, ein Gautscher drückte sie ab auf Filzbögen. 181 Bögen gaben ein Pauscht, das gepresst wurde. Dann wurden die Bögen von einem Leger, oft einem Lehrling, von den Filzen getrennt und zum Trocknen aufgehängt. Obwohl die drei Männer sich in ihrer Tätigkeit oft abwechselten, waren Bandscheibenschäden durch gebücktes Arbeiten nicht selten. Nach dem Trocknen wurde das Papier, das zum Schreiben verwendet werden sollte, geleimt. Dies erforderte viel Erfahrung und wurde von Meistern oder geschickten Gesellen ausgeführt. Es folgte das Glätten, Sortieren und Packen, was wiederum von Frauen ausgeführt wurde.
Der wachsende Papierbedarf führte zu größerem Faserstoffbedarf und veränderten Methoden für die Faserproduktion. Vorbild für die Entwicklung der modernen Papierherstellung war das aus Holzfasern hergestellte Papiernest der Wespen. Der sächsische Weber Friedrich Gottlob Keller stellt 1841 ein Verfahren zur Gewinnung von Holz durch Abschleifen von Holzprügeln auf einem rotierenden Schleifstein unter Wasserzugabe vor. Dann wurden Verfahren entwickelt, die es erlaubten, aus Holz Zellstoff zu gewinnen (Sulfit- und Sulfatzellstoff).

Entstehung des Unternehmens

Köln war im 15. Jahrhundert und auch später eine bedeutende Buchdruckerstadt. Bergisch Gladbach entwickelte sich zum leistungsstarken Standort für die Papierproduktion. Der aus den Niederlanden eingewanderte Kölner Kaufmann Philipp von Fürth und seine Frau Sophie von Hambach kauften am 02.06.1582 für „einen sicheren Kaufpfennig“ das Nabbenseifer Gut an der Strunde mit der zugehörigen Pleißmühle. Am 29.08.1582 erhielt Philipp von Fürth vom Herzog von Berg die Konzession, die Mühle zur Papiermühle umzubauen und zu betreiben. Sie hieß später Quirlsmühle, ab 1741 Schnabelsmühle, als Heinrich Schnabel nach der Heirat mit Johanna Gertraud Fues, einer Tochter des damaligen Eigentümers, die Mühle übernahm.
Am 05.05.1586 kaufte Philipp von Fürth die benachbarte „Zwievels Schleifmüll“ an der Strunde, die Heinrich von Zweiffel bis 1555 gehört hatte, von der Kölner Bürgerin Anna von Esser und baute sie ebenfalls zur Papiermühle um. Er geriet in finanzielle Schwierigkeiten, und sein Geschäftspartner Steffen Jacobs übernahm die beiden Papiermühlen. 1595 war der Umbau der Zweiffelschen Mühle abgeschlossen, 1602 wurde ihr die Konzession erteilt. 1649 wurde sie mit der Heirat von Johanna Jacobs, einer Urenkeltochter von Steffen Jacobs, mit Heinrich von Gohr, einem reformierten Kaufmann, zur Gohrsmühle. 1808 übernahm Franz Heinrich Fauth, ein Enkel von Heinrich Schnabel, Bürgermeister und Inhaber vieler Ämter, die Schnabelsmühle. Er starb aber schon 1820 und sein Sohn Gottfried kaufte die Schnabelsmühle aus dem väterlichen Erbe. Sein aus wohlhabender Düsseldorfer Arzt-Familie stammender Vetter Johann Wilhelm Zanders, der Staats- und Forstwirtschaft studiert hatte und in Bensberg bei der Oberforstmeisterei tätig war, beteiligte sich. 1824 schlossen sie einen Gesellschaftsvertrag und nannten die Firma Fauth und Zanders, nach dem Tod von Gottfried Fauth wurde die Papiermühle ab 29.07.1829 weitergeführt als Firma J.W. Zanders. Sie blieb dann vier Generationen in Familienbesitz.

Aufbau durch Generationen

Johann Wilhelm Zanders verstarb schon 1831, er hinterließ die Papiermühle seiner Frau Julie Zanders-Müller, der Tochter des Inhabers der Papiermühle Obere Dombach und seinen drei und fünf Jahre alten Söhnen Carl-Richard und Hermann. Julie Zanders-Müller führte die Mühle weiter, sorgte aber auch für eine umfassende Ausbildung der Söhne. 1848 trat Carl-Richard Zanders in die Firma ein. Er leistete viel für die Modernisierung, ab 1860 gab es in der Schnabelsmühle neben anderen modernen Maschinen auch eine Papiermaschine. Die Firma expandierte, 1865 wurde die benachbarte Gohrsmühle dazugepachtet, 1868 wurde sie gekauft.
Schon 1870 starb Carl-Richard Zanders im Alter von 44 Jahren. Seine Ehefrau Maria Johanny-Zanders führte die Fabrik sehr erfolgreich weiter. 1876 wurde die dritte Bergisch Gladbacher Papiermühle hinzugekauft, die Dombachmühle. Ab 1881 wurden die Papiere weltweit verkauft. An die kulturell und sozial engagierte Maria Zanders erinnert u.a. die für Konzerte und Ausstellungen genutzte „Villa Zanders“, die sie 1873⁄74 als Wohnhaus für die Familie hatte bauen lassen sowie das Kulturhaus Zanders in dem das Firmen- und Familienarchiv geführt wird.
Ab 1886 arbeiteten die Söhne Richard und Hans in der Firma. Sie ergänzten sich mit kaufmännischem und technischem Wissen. Die Firma wurde weiter modernisiert, zusätzliche Papiermaschinen wurden angeschafft. Eine Streichmaschine ermöglichte ab 1895 die Herstellung von Kunstdruckpapier.
Richard Zanders verunglückte 1906 im Alter von 46 Jahren tödlich, Hans verstarb im Mai 1915 im Alter von 54 Jahren. Jetzt führte zum dritten Mal eine Frau, wieder für ihre minderjährigen Kinder, die Firma weiter, Olga Zanders-Pelzer, die Witwe von Hans Zanders. Ihr Sohn Dr. Johann Wilhelm Zanders übernahm genau 100 Jahre nach der Firmengründung, am 29.7.1929, als Wirtschaftswissenschaftler die Betriebsleitung. Ab 1936 arbeitete im technischen Bereich der zweite Sohn Karl-Richard Zanders mit. Er fiel 1942 an der Ostfront. Sein Sohn Wolfgang trat 1973 in die Firma ein.


Unternehmen

Entwicklung nach 1945

Ein großer Teil der Fabrikationsanlagen war nach dem 2. Weltkrieg erhalten geblieben. Wegen Rohstoffmangels wurde zunächst nur mit zwei Papiermaschinen produziert. Einer der ersten Aufträge war die Herstellung von Lebensmittelkartenpapieren. Eine Anpassung an den neuen Stand der Technik war notwendig. Die Holländer wurden durch Pulper und Refiner ersetzt. 1956 wurde die erste Papiermaschine PM 1 der neuen Generation eingerichtet, 1969 eine weitere neue Maschine, die PM 2.
Weitere Meilensteine in der Unternehmensgeschichte Zanders war 1958 die Einführung von Chromolux. Chromoluxpapiere waren ideal für Verpackungen, Etiketten und anspruchsvolle Werbung. 1965 war das Jahr der Übernahme der Papierfabrik Reflex in Düren.
Neu entwickelt wurden die Produkte „Elefantenhaut“ und „Efalin“, die zur Ausstattung von Büchern verwendet wurden.


Produktion

Zanders Feinpapiere als AG

Ab dem Jahr 1978 wurde der Familienbetrieb als Zanders Feinpapiere GmbH & Co. geführt und 1980 in die Zanders Feinpapiere AG umgewandelt. 1984 wurden die Aktien an der Börse eingeführt, 1989 wurde das Unternehmen von dem US-Papierkonzern International Paper übernommen, der dann 72 % des Aktienkapitals hielt.
2001 wurde M-real, Espoo⁄Finnland, Mehrheitsaktionär und übernahm 2002 das Unternehmen schließlich ganz.


Logo

Zanders wird Herzstück des M-real Spezialitätengeschäfts: M-real rundet Zanders-Integration mit Umfirmierung ab

(Bergisch Gladbach, 19. März 2003) Die Integration Zanders in M-real liegt nun fest: Operativ wird Zanders innerhalb der M-real Commercial printing Business Area geführt. Zanders bildet darin das Herzstück des neu gegründeten M-real Spezialitäten Business Sectors. Die Firmierung Zanders wird entsprechend der operativen Position Zanders innerhalb M-reals angepasst: Aus der Zanders Feinpapiere AG wird die M-real Zanders GmbH.
Jouko M. Jaakkola, M-real President & CEO: „Nachdem die Restrukturierung Zanders definiert und planmäßig in Umsetzung ist, wurde nun auch die Integration Zanders in M-real festgelegt: Zanders bildet das Herzstück des M-real Spezialitäten-Sektors. In der Firmierung M-real Zanders GmbH kommt die Zugehörigkeit Zanders zu M-real, sowie das starke Markenimage Zanders, das wir verstärkt zur Weiterentwicklung des Spezialitätengeschäfts nutzen wollen, zum Ausdruck.“

Das Spezialitätengeschäft wird innerhalb der M-real Business Area Commercial printing angesiedelt. Im Spezialitäten-Sektor werden neben den Zanders-Spezialitäten aus dem Werk Gohrsmühle in Bergisch Gladbach und dem Werk Reflex in Düren auch die Spezialitäten der M-real Standorte Pont Sainte Maxence (Frankreich) und Simpele Paper (Finnland) geführt. Das M-real Spezialitäten-Geschäft wird von Bergisch Gladbach aus durch Benno Hundgeburt, General Manager und Senior Vice President, geleitet. Benno Hundgeburt wird zusätzlich zu seiner Verantwortung bei Zanders und für die M-real Spezialitäten als Sprecher für M-real in Deutschland fungieren.

Der neu gebildete M-real Specialities Business Sector ist fokussiert auf vier Marktsegmente: Graphische Premium-Feinpapiere mit den bekannten Marken wie Zanders ikono, Zanders Chromolux oder Zanders Zeta werden nun um graphische Produkte, wie farbige Papiere aus Pont Sainte Maxence ergänzt. Etiketten und Verarbeitungspapiere der Marke Chromolux werden um Produkte aus Simpele erweitert. Zanders autocopy für selbstdurchschreibende Formulare bildet das dritte Segment. Das vierte Segment besteht aus den Neuentwicklungen für digitale Druckverfahren Digital Imaging. Der Vertrieb der Zanders-Bilderdruckpapiere Zanders Mega und Galaxi wird von der Commercial printing Business Area in Amsterdam gesteuert.

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